Quantifizierung von Unsicherheiten bei Ausbreitungsmodellen
Uncertainty quantification in atmospheric transport models
Wissenschaftsdisziplinen
Geowissenschaften (85%); Informatik (10%); Umweltingenieurwesen, Angewandte Geowissenschaften (5%)
Keywords
-
Uncertainties,
Atmospheric Transport,
Dispersion Modelling,
Inverse Modelling
Die Quantifizierung von Unsicherheiten ist dabei, ein wesentliches Thema in der Meteorologie zu werden. In der Wettervorhersage wurde sie bereits in der Form der Ensemblevorhersagen operationell verwirklicht. In der Umweltmeteorologie sind nur allgemeine Untersuchungen der Modellgenauigkeit üblich. Dieses Projekt zielt darauf, die Unsicherheit von regionalen und globalen Ausbreitungsrechungen in der Atmosphäre mittels Lagrangescher Partikel-Dispersionsmodelle zu quantifizieren. Wahrscheinliche Fehler sollen jedem Ergebniselement angefügt werden, wie etwa Konzentrationen von Spurenbestandteilen der Atmosphäre oder Quell- Rezeptor-Beziehungen. Als die beiden Hauptbeiträge zum Simulationsfehler werden Interpolationsfehler für den Wind und andere meteorologische Grössen und Fehler in den analysierten Windfeldern, die als Input dienen, betrachtet. Der Interpolationsfehler soll mit zwei verschiedenen Methoden geschätzt werden, indem Vorwärts- und Rückwärtsrechnungen miteinander verglichen werden, oder indem der Interpolationsfehler aus einer künstlich vergröberten Auflösung betrachtet wird. Beides wird mit sehr fein aufgelösten Feldern verglichen, die mit einem meteorologischen Modell (MM5, mit Nudging an die Analyse) erzeugt werden sollen. Die Auswirkung von Analysefehlern auf eine Transportrechnung kann untersucht werden, indem die Analysen verschiedener meteorologischer Zentren berücksichtigt werden, oder indem die Struktur des sog. Hintergrundanalysenfehlers verwendet wird, der von den meteorologischen Vorhersagezentren für ihre Datenassimilation mittels drei- oder vierdimensionaler Variationsanalyse bestimmt wird. Eine Hauptanwendung der Ergebnisse ist die inverse Modellierung, die Bestimmung der Quellen (oder die Verbesserung eines a priori Wissens) für atmosphärische Spurenstoffe aus Messungen. Die detaillierte Kenntnis der Fehler in den Quell-Rezeptor-Beziehungen wird die Ergebnisse der Inversion nicht nur verbessern, sondern auch die Quantifizierung ihrer Fehler ermöglichen. Solche Verfahren werden in eine früher entwickelte Inversionmethodik implementiert werden. Die Projektergebnisse werden für Gebiete wie die Untersuchung des Schadstoff-Ferntransports, die bessere Bestimmung der Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen, und die Überwachung des Umfassenden Atomteststopp-Abkommens nützlich sein.
Die Quantifizierung von Unsicherheiten ist dabei, ein wesentliches Thema in der Meteorologie zu werden. In der Wettervorhersage wurde sie bereits in der Form der Ensemblevorhersagen operationell verwirklicht. In der Umweltmeteorologie sind nur allgemeine Untersuchungen der Modellgenauigkeit üblich. Dieses Projekt zielt darauf, die Unsicherheit von regionalen und globalen Ausbreitungsrechungen in der Atmosphäre mittels Lagrangescher Partikel-Dispersionsmodelle zu quantifizieren. Wahrscheinliche Fehler sollen jedem Ergebniselement angefügt werden, wie etwa Konzentrationen von Spurenbestandteilen der Atmosphäre oder Quell- Rezeptor-Beziehungen. Als die beiden Hauptbeiträge zum Simulationsfehler werden Interpolationsfehler für den Wind und andere meteorologische Grössen und Fehler in den analysierten Windfeldern, die als Input dienen, betrachtet. Der Interpolationsfehler soll mit zwei verschiedenen Methoden geschätzt werden, indem Vorwärts- und Rückwärtsrechnungen miteinander verglichen werden, oder indem der Interpolationsfehler aus einer künstlich vergröberten Auflösung betrachtet wird. Beides wird mit sehr fein aufgelösten Feldern verglichen, die mit einem meteorologischen Modell (MM5, mit Nudging an die Analyse) erzeugt werden sollen. Die Auswirkung von Analysefehlern auf eine Transportrechnung kann untersucht werden, indem die Analysen verschiedener meteorologischer Zentren berücksichtigt werden, oder indem die Struktur des sog. Hintergrundanalysenfehlers verwendet wird, der von den meteorologischen Vorhersagezentren für ihre Datenassimilation mittels drei- oder vierdimensionaler Variationsanalyse bestimmt wird. Eine Hauptanwendung der Ergebnisse ist die inverse Modellierung, die Bestimmung der Quellen (oder die Verbesserung eines a priori Wissens) für atmosphärische Spurenstoffe aus Messungen. Die detaillierte Kenntnis der Fehler in den Quell-Rezeptor-Beziehungen wird die Ergebnisse der Inversion nicht nur verbessern, sondern auch die Quantifizierung ihrer Fehler ermöglichen. Solche Verfahren werden in eine früher entwickelte Inversionmethodik implementiert werden. Die Projektergebnisse werden für Gebiete wie die Untersuchung des Schadstoff-Ferntransports, die bessere Bestimmung der Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen, und die Überwachung des Umfassenden Atomteststopp-Abkommens nützlich sein.
Research Output
- 640 Zitationen
- 5 Publikationen
-
2009
Titel An analytical inversion method for determining regional and global emissions of greenhouse gases: Sensitivity studies and application to halocarbons DOI 10.5194/acp-9-1597-2009 Typ Journal Article Autor Stohl A Journal Atmospheric Chemistry and Physics Seiten 1597-1620 Link Publikation -
2008
Titel Estimation of the vertical profile of sulfur dioxide injection into the atmosphere by a volcanic eruption using satellite column measurements and inverse transport modeling DOI 10.5194/acp-8-3881-2008 Typ Journal Article Autor Eckhardt S Journal Atmospheric Chemistry and Physics Seiten 3881-3897 Link Publikation -
2007
Titel Global backtracking of anthropogenic radionuclides by means of a receptor oriented ensemble dispersion modelling system in support of Nuclear-Test-Ban Treaty verification DOI 10.1016/j.atmosenv.2006.12.048 Typ Journal Article Autor Becker A Journal Atmospheric Environment Seiten 4520-4534 -
2007
Titel Parameterization of Convective Transport in a Lagrangian Particle Dispersion Model and Its Evaluation DOI 10.1175/jam2470.1 Typ Journal Article Autor Forster C Journal Journal of Applied Meteorology and Climatology Seiten 403-422 Link Publikation -
2010
Titel Analysis of radon origin by backward atmospheric transport modelling DOI 10.1016/j.atmosenv.2009.11.003 Typ Journal Article Autor Arnold D Journal Atmospheric Environment Seiten 494-502