Virtuell Informiert - Das Internet im medizinischen Feld
Virtually Informed - The Internet in the medical field
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Sozialwissenschaften (45%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (30%); Rechtswissenschaften (25%)
Keywords
-
Doctor-Patient Relations,
Gender And Ict,
Internet,
Ehealth,
Medical Web Sites,
Public Uptake Of Health Information
In den letzten Jahrzehnten sind Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) vermehrt in öffentliche und private Räume vorgedrungen und haben diese zugleich durch neuartige Formen des Zugangs zu Informationen, aber auch der Interaktion neu strukturiert. Gesundheit und Medizin scheinen dabei von besonderem Interesse für Internetnutzer zu sein. Folglich stellt sich die Frage, welchen Einfluss diese neue, für Nichtspezialisten viel autonomere Art des Zugangs zu medizinischen Informationen auf traditionell verfestigte Hierarchien des medizinischen Systems ausüben, wie sie etablierte Arzt-Patient Beziehungen verändern und schließlich in wie weit die Glaubwürdigkeit und Macht klassischer Expertise herausgefordert und PatientInnen gestärkt werden (können). Eine qualitative Auseinandersetzung mit den Konsequenzen der Verfügbarkeit und der verstärkten Nutzung des Internet als Quelle für Gesundheitsinformationen im österreichischen Kontext stellt das Hauptinteresse dieses Forschungsprojekts dar. Mit Hilfe der Actor-Network Theorie als Rahmen und der Anwendung einer breiten Palette von qualitativen Forschungsmethoden wollen wir Folgendes untersuchen: - die Art und Weise wie der virtuelle Raum von medizinischer Information und Kommunikation von der Anbieterseite her strukturiert und mit Inhalten befüllt wird (mit speziellem Fokus auf deutschsprachige Inhalte, da Nutzer dazu tendieren, eher in ihrem eigenen Sprachkontext zu verbleiben); - wie sich Internetnutzer auf der Suche nach für ihre Zwecke brauchbaren medizinischen Informationen durch diesen virtuellen Raum bewegen, mit welchen Schwierigkeiten und Barrieren sie konfrontiert werden, und wie sie diese Information aussuchen, bewerten und integrieren; - wie diese Technologie und damit verbreitete Informationen in soziale Beziehungen zwischen PatientInnen und ÄrztInnen eindringen und diese verändern; - wie Diskurse in Politik und Massenmedien diese Entwicklungen einfassen. Von besonderem Interesse ist dabei welche Rolle Geschlecht, Bildung und persönliche Betroffenheit für die Suche nach medizinischen Informationen über das Internet spielen. Der innovative Charakter dieser Studie besteht in der Kombination unterschiedlichster Blickwinkel auf das so genannte Phänomen eHealth, die erst zusammen ein abgerundetes Bild dieser Entwicklungen ermöglichen.
In den letzten Jahrzehnten sind Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) vermehrt in öffentliche und private Räume vorgedrungen und haben diese zugleich durch neuartige Formen des Zugangs zu Informationen, aber auch der Interaktion neu strukturiert. Gesundheit und Medizin scheinen dabei von besonderem Interesse für Internetnutzer zu sein. Folglich stellt sich die Frage, welchen Einfluss diese neue, für Nichtspezialisten viel autonomere Art des Zugangs zu medizinischen Informationen auf traditionell verfestigte Hierarchien des medizinischen Systems ausüben, wie sie etablierte Arzt-Patient Beziehungen verändern und schließlich in wie weit die Glaubwürdigkeit und Macht klassischer Expertise herausgefordert und PatientInnen gestärkt werden (können). Eine qualitative Auseinandersetzung mit den Konsequenzen der Verfügbarkeit und der verstärkten Nutzung des Internet als Quelle für Gesundheitsinformationen im österreichischen Kontext stellt das Hauptinteresse dieses Forschungsprojekts dar. Mit Hilfe der Actor-Network Theorie als Rahmen und der Anwendung einer breiten Palette von qualitativen Forschungsmethoden wollen wir Folgendes untersuchen: die Art und Weise wie der virtuelle Raum von medizinischer Information und Kommunikation von der Anbieterseite her strukturiert und mit Inhalten befüllt wird (mit speziellem Fokus auf deutschsprachige Inhalte, da Nutzer dazu tendieren, eher in ihrem eigenen Sprachkontext zu verbleiben); wie sich Internetnutzer auf der Suche nach für ihre Zwecke brauchbaren medizinischen Informationen durch diesen virtuellen Raum bewegen, mit welchen Schwierigkeiten und Barrieren sie konfrontiert werden, und wie sie diese Information aussuchen, bewerten und integrieren; wie diese Technologie und damit verbreitete Informationen in soziale Beziehungen zwischen PatientInnen und ÄrztInnen eindringen und diese verändern; wie Diskurse in Politik und Massenmedien diese Entwicklungen einfassen. Von besonderem Interesse ist dabei welche Rolle Geschlecht, Bildung und persönliche Betroffenheit für die Suche nach medizinischen Informationen über das Internet spielen. Der innovative Charakter dieser Studie besteht in der Kombination unterschiedlichster Blickwinkel auf das so genannte Phänomen eHealth, die erst zusammen ein abgerundetes Bild dieser Entwicklungen ermöglichen.
- Universität Wien - 100%