Familienkorrespondenz Ferdinand I. (1535 und 1536)
Family correspondence of Ferdinand I (1535 and 1536)
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (10%); Geschichte, Archäologie (75%); Sprach- und Literaturwissenschaften (15%)
Keywords
-
Ferdinand I,
1535,
Correspondence,
1536,
Edition
Auch wenn Wilhelm Bauer den ersten Band der Familienkorrespondenz Ferdinands I. (1503-1564) bereits 1912 publizierte, so sind bis ins Jahr 2000 erst insgesamt vier Bände im Druck erschienen. Diese vier Bände (1912, 1937/38, 1973/77/84, 2000) umfassen den Briefwechsel des Monarchen mit seinen Großeltern, seiner Tante Margarete, seinem Bruder Karl V. (1500-1558) und seiner Schwester Maria von Ungarn (1505-1558) bis 1534. Das vorgeschlagene Projekt verfolgt zwei Ziele: erstens, die Erfassung aller Familienbriefe Ferdinands I. von 1535 bis zu seinem Tod 1564 in Archiven in Österreich, Belgien, Spanien und Frankreich, und zweitens, die Bearbeitung der Jahrgänge 1535 und 1536 bis hin zur Erstellung eines druckreifen Manuskripts. Die Familienkorrespondenz ist sowohl für die historische als auch die linguistische Forschung von größtem Interesse. Wir finden in ihr nicht nur wichtige Informationen zu den wichtigsten Problemen der Politik im 16. Jahrhundert, der konfessionellen Frage und der Türkengefahr, sondern wir gewinnen durch sie auch wertvolle Einblicke in die Sprachenverwendung des hohen Adels dieser Zeit. Für 1535 und 1536 sind neue Einsichten hinsichtlich der Kenntnis der Habsburger-Geschwister über die folgenden Themenkreise zu erwarten: das Abkommen zwischen Franz I. von Frankreich und den Osmanen; der Tunesienfeldzug Karls V., sein Feldzug im Süden Frankreichs; das Ende der Täufer in Münster, die Vertreibung Jürgen Wullenwebers aus Lübeck, die Verbrennung Jakob Huters in Tirol, die Veröffentlichung von Calvins Institutio religionis christianae in Basel, wie die Wittenberger Konkordie. Es ist anzunehmen, dass auch Nachrichten über die Folgen der Eroberung des Inkareiches in der Korrespondenz eine Rolle spielen. Des weiteren wird es interessant sein zu beobachten, ob weiterhin dem Französischen das Hauptgewicht in der schriftlichen Kommunikation zwischen Ferdinand, Karl und Maria von Ungarn zukommt, oder ob Spanisch und Deutsch an Bedeutung gewinnen. Ob eine Zunahme des Briefwechsels Ferdinands mit den Schwestern Eleonore (1498-1558), Königin von Frankreich, und Katharina (1507-1578), Königin von Portugal, zu verzeichnen ist, und in welchen Sprachen hier geschrieben wird, wird ebenfalls zu beobachten sein.
Auch wenn Wilhelm Bauer den ersten Band der Familienkorrespondenz Ferdinands I. (1503-1564) bereits 1912 publizierte, so sind bis ins Jahr 2000 erst insgesamt vier Bände im Druck erschienen. Diese vier Bände (1912, 1937/38, 1973/77/84, 2000) umfassen den Briefwechsel des Monarchen mit seinen Großeltern, seiner Tante Margarete, seinem Bruder Karl V. (1500-1558) und seiner Schwester Maria von Ungarn (1505-1558) bis 1534. Das vorgeschlagene Projekt verfolgt zwei Ziele: erstens, die Erfassung aller Familienbriefe Ferdinands I. von 1535 bis zu seinem Tod 1564 in Archiven in Österreich, Belgien, Spanien und Frankreich, und zweitens, die Bearbeitung der Jahrgänge 1535 und 1536 bis hin zur Erstellung eines druckreifen Manuskripts. Die Familienkorrespondenz ist sowohl für die historische als auch die linguistische Forschung von größtem Interesse. Wir finden in ihr nicht nur wichtige Informationen zu den wichtigsten Problemen der Politik im 16. Jahrhundert, der konfessionellen Frage und der Türkengefahr, sondern wir gewinnen durch sie auch wertvolle Einblicke in die Sprachenverwendung des hohen Adels dieser Zeit. Für 1535 und 1536 sind neue Einsichten hinsichtlich der Kenntnis der Habsburger-Geschwister über die folgenden Themenkreise zu erwarten: das Abkommen zwischen Franz I. von Frankreich und den Osmanen; der Tunesienfeldzug Karls V., sein Feldzug im Süden Frankreichs; das Ende der Täufer in Münster, die Vertreibung Jürgen Wullenwebers aus Lübeck, die Verbrennung Jakob Huters in Tirol, die Veröffentlichung von Calvins Institutio religionis christianae in Basel, wie die Wittenberger Konkordie. Es ist anzunehmen, dass auch Nachrichten über die Folgen der Eroberung des Inkareiches in der Korrespondenz eine Rolle spielen. Des weiteren wird es interessant sein zu beobachten, ob weiterhin dem Französischen das Hauptgewicht in der schriftlichen Kommunikation zwischen Ferdinand, Karl und Maria von Ungarn zukommt, oder ob Spanisch und Deutsch an Bedeutung gewinnen. Ob eine Zunahme des Briefwechsels Ferdinands mit den Schwestern Eleonore (1498-1558), Königin von Frankreich, und Katharina (1507-1578), Königin von Portugal, zu verzeichnen ist, und in welchen Sprachen hier geschrieben wird, wird ebenfalls zu beobachten sein.
- Universität Salzburg - 100%
- Alfred Kohler, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in