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Kritische Edition der Cistellaria des Plautus

A Critical Edition of The Cistellaria of Plautus

Walter Stockert (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P18178
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2005
  • Projektende 31.05.2008
  • Bewilligungssumme 44.825 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)

Keywords

    Plautus, Cistellaria, Klassische Philologie, Palimpset, Edition, Fotoscientifica

Endbericht

Die Cistellaria ist ein frühes Werk des Plautus (geschrieben nach einem Original Menanders) und stammt noch aus dem Ende des dritten Jhdt. v. Chr. Zu dieser bedeutenden Komödie existiert weder ein moderner wissenschaftlicher Kommentar noch eine entsprechende Edition. Den Kommentar hat der Antragssteller bereits in Angriff genommen und auch für die Edition erste Vorarbeiten geleistet. Diese Edition, der das konkrete Projekt gilt, soll in der Reihe editiones Sarsinates erscheinen, welche die alte Teubner - Ausgabe Ritschls und seiner Schüler ersetzen soll (Editor ist Cesare Questa, der derzeit größte Fachmann auf diesem Gebiet). Für die Arbeit an den Original - Handschriften ist zumindest eine Reise nach Rom sowie eine nach Mailand vonnöten, vor allem um die Rasuren zu entschlüsseln; dazu kommen mehrere Reisen nach Urbino, um mit Questa und seinem Team zu konferieren. Ein besonderes Anliegen dieser Edition ist die Nutzung des Ambrosianischen Palimpsest (aus dem 5. Jhdt.), der bei diesem Drama für etwa 270 Verse codex unicus ist. Die Benutzung der modernsten Technologie (multispektrale Photographie, gefolgt von computergestützter digitaler Bearbeitung) soll die Textgrundlage entscheidend vergrößern. Ablauf des zweijährigen Projekts: 1. Ausarbeitung der relevanten Seiten des Palimpsests durch fotoscientifca-Parma; 2. Entzifferung des Textes des Ambrosianus mit Hilfe eines Spezialisten für Palimpseste / Majuskelpaläographie; 3. Bearbeitung der neuen Textgrundlage der Cistellaria durch den Antragssteller und die Spezialisten in Urbino (mehrere Fahrten). 1. Jahr 4. Je eine Reise nach Rom und Mailand zur Kontrolle der wichtigen Codices; 5. Erstellung der definitiven Textedition in enger Zusammenarbeit mit Urbino. 2. Jahr Die hier anzuwendende moderne Technologie wurden beim Codex Ambrosianus noch nicht benutzt; es handelt sich also um ein Pilotprojekt, das ähnliche Arbeiten an diesem Codex initiieren, aber auch allgemein das Interesse an diesen Technologien fördern kann. Derzeit laufen mehrere derartige Projekte (teilweise mit Hilfe von fotoscientifica; ich erwähne nur das Projekt Rinascimento virtuale). Der Antragsteller ist als Editor von lateinischen und griechischen Dramen für eine derartige Arbeit bestens qualifiziert; und er verfügt über gute Übung im Lesen von Minuskelhandschriften und in jeder Art von Editionstechnik.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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