Vom ´Text´ zur ´Performanz´. Neue Aspekte zur Geschichte der Juden Wiens im Fin de Siècle
From ´Text´ to ´Performance´. New Aspects of the History of the Jews in Fin de Siècle Vienna
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (20%); Geschichte, Archäologie (80%)
Keywords
-
Jews,
Theatre,
Vienna,
Performance,
Museum,
Culture
In den Kulturwissenschaften ist seit rund einem Jahrzehnt ein Paradigmenwechsel beobachtbar, der zu einem neuen Kulturverständnis führt. Das weithin als statisch geltende Modell von "Kultur als Text" wird dabei durch ein dynamisches Kulturkonzept zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Diese Entwicklung hat sich in den Arbeiten über jüdische Geschichte und Kultur bislang nur ansatzweise niedergeschlagen. Mit dem konzipierten Projekt soll der Paradigmenwechsel jedoch mit Nachdruck aufgegriffen und auf ein ausgesuchtes Gebiet, die Geschichte der Juden Wiens um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, angewandt werden. Zentrale Untersuchungsfelder bilden dabei das jiddische Theater im Wien um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, das Wiener Jüdische Museum und der performative Stil im öffentlichen Handeln. Zudem werden auch Themen wie das historische Bewusstsein und die identitäre Annäherung von `West`- und `Ostjuden` behandelt. Das Ziel der Projektarbeit liegt in einer Hinterfragung und auch Aufhebung vorliegender Kategorisierungen, vor allem der Dichotomie von Juden versus Nichtjuden`. Stattdessen soll gezeigt werden, dass beide zusammen die Gesellschaft Wiens gestaltet haben, dass es vielfältige Beziehungsgeflechte zwischen ihnen gab, die ethnische Grenzen überstiegen. Juden und Nichtjuden waren gemeinsam an kultureller Bedeutungsgenerierung beteiligt.
In den Kulturwissenschaften ist seit rund einem Jahrzehnt ein Paradigmenwechsel beobachtbar, der zu einem neuen Kulturverständnis führt. Das weithin als statisch geltende Modell von "Kultur als Text" wird dabei durch ein dynamisches Kulturkonzept zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Diese Entwicklung hat sich in den Arbeiten über jüdische Geschichte und Kultur bislang nur ansatzweise niedergeschlagen. Mit dem konzipierten Projekt soll der Paradigmenwechsel jedoch mit Nachdruck aufgegriffen und auf ein ausgesuchtes Gebiet, die Geschichte der Juden Wiens um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, angewandt werden. Zentrale Untersuchungsfelder bilden dabei das jiddische Theater im Wien um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, das Wiener Jüdische Museum und der performative Stil im öffentlichen Handeln. Zudem werden auch Themen wie das historische Bewusstsein und die identitäre Annäherung von `West`- und `Ostjuden` behandelt. Das Ziel der Projektarbeit liegt in einer Hinterfragung und auch Aufhebung vorliegender Kategorisierungen, vor allem der Dichotomie von `Juden versus Nichtjuden`. Stattdessen soll gezeigt werden, dass beide zusammen die Gesellschaft Wiens gestaltet haben, dass es vielfältige Beziehungsgeflechte zwischen ihnen gab, die ethnische Grenzen überstiegen. Juden und Nichtjuden waren gemeinsam an kultureller Bedeutungsgenerierung beteiligt.
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