Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
Greek ceramics,
Vasepainting,
Corpus Vasorum Antiquorum,
Classical epoch,
CVA,
Kunsthistorisches Museum,
Vienna
Endbericht
Das Kunsthistorische Museum in Wien ist durchaus nicht nur für seine Gemäldesammlung weltbekannt, sondern
auch für seine Sammlung antiker Altertümer (Antikensammlung). Aufgrund der Fülle an antiken Originalen
konnten einige Artefakte bisher nur unzureichend vorgelegt werden oder blieben sogar völlig unpubliziert, darunter
auch geschlossene attisch rotfigurige Gefäße und weißgrundige Lekythen klassischer Zeit (5./4. Jh. v.Chr.). Das
Ziel des Projektes ist die wissenschaftliche Vorlage dieser Gefäße, insgesamt 128 Vasen, die bis auf ein einzelnes
Bruchstück vollständig erhalten sind. Alle Objekte werden bezüglich der Form, der technischen Merkmale,
allfälliger antiker und moderner Restaurierungsmaßnahmen und Ikonographie der dargestellten Bilder detailliert
beschrieben und zeichnerisch und photographisch in Form und im Detail dokumentiert. Daran anknüpfend werden
im Vergleich mit anderem publizierten Material das Produktionsdatum und die Bestimmung der Malerhand
erarbeitet.
Im Rahmen einer Kooperation mit der Technischen Universität Wien (Prip) werden die für die aufgelegte Malerei
verwendeten Pigmente spektrographisch analysiert und die Zeichnung der Gefäßformen mittels Laserabtastung
erstellt; beide Methoden sichern eine berührungsfreie Vorgehensweise.
Die Publikation wird im Rahmen des Corpus Vasorum Antiquorum (CVA) erfolgen. Das CVA gilt als die
grundlegende Standardpublikation und stellt mit seinen insgesamt über 300 Bänden zu Material aus verschiedenen
Museen der ganzen Welt die Basis für die wissenschaftliche Erforschung antiker Vasen dar.