N-Glykosylierungs-Biosyntheseweg in Pflanzen
N-glycosylation pathway in plants
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Naturwissenschaften (5%); Biologie (95%)
Keywords
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Golgi alpha mannosidase II,
N-glycosylation pathway in plants,
Plant Golgi
N-Glykosylierung ist eine der wichtigsten Protein Modifizierungen in Eukaryonten. Die Bildung von sogenannten komplexen N-Glykanen, die meist verbreitete Struktur, erfolgt durch eine Reihe von Enzymen in einem fein koordinierten Vorgang. Obwohl der N-Glykan Biosyntheseweg in tierischen Zellen gut untersucht ist, ist das Wissen darüber in Pflanzen lückenhaft. Neben der N-Glykan-Prozessierung sind Glykosylierungs-Enzyme von großer Bedeutung, da sie wertvolle Golgi Marker abgeben würden. Solche Marker konnten für Pflanzen bislang nicht identifiziert werden, was eine Reihe von fundamentalen zellbiologischen Untersuchungen, wie z.B. Transport von Proteinen innerhalb der Zelle, Untersuchung des Golgi Aufbaues, behindert. Ziel dieses Projektantrages ist die Aufklärung der Prozessierungsschritte von komplexen N-Glykanen im pflanzlichen Golgi Apparat. Vor allem soll untersucht werden welche Rolle die beiden Faktoren (i) Substratspezifität und (ii) räumliche Trennnung der Enzyme innerhalb des Golgi, spielen. Um diesen fundamentalen biologischen Prozess zu verstehen, müssen alle Enzyme die daran beteiligt sind gut untersucht sein. In diesem Zusammenhang wird zunächst die Golgi alpha-Mannosidase II (GMII ) kloniert und auf molekularer Ebene charakterisiert. Untersuchungen der Substratspezifitäten sollen ein Bild darüber geben, in welcher Stufe des Prozessierungweges GMII wirken kann. Diese Daten werden mit der anschließenden sub-Golgi Lokalisierung von insgesamt drei eng miteinander koordinierten Glykosylierungs Enzymen abgeglichen. Die Glykan Profile einer Reihe von k.o. Mutanten von A. thaliana bei denen jeweils ganz bestimmte Glykosylierungsenzyme inaktiviert sind, sollen einen weiteren wichtigen Hinweis auf die Rolle der einzelnen Enzyme geben. Durch drei unterschiedliche Zugänge, (i) Substratspezifität, (ii) räumliche Anordnung und (iii) Glykanmuster von k.o. Mutanten soll ein ganzheitliches Bild darüber entstehen, wie fundamentale biologische Prozesse wie die Bildung von komplexen N-Glykane in Pflanzen ablaufen. Weiters erwarten wir durch die Produktion eines GMII spezifischen Antiserums einen allgemein anwendbaren Golgi Marker in A. thaliana zu generieren.
N-Glykosylierung ist eine der wichtigsten Protein Modifizierungen in Eukaryonten. Die Bildung von sogenannten komplexen N-Glykanen, die meist verbreitete Struktur, erfolgt durch eine Reihe von Enzymen in einem fein koordinierten Vorgang. Obwohl der N-Glykan Biosyntheseweg in tierischen Zellen gut untersucht ist, ist das Wissen darüber in Pflanzen lückenhaft. Neben der N-Glykan-Prozessierung sind Glykosylierungs-Enzyme von großer Bedeutung, da sie wertvolle Golgi Marker abgeben würden. Solche Marker konnten für Pflanzen bislang nicht identifiziert werden, was eine Reihe von fundamentalen zellbiologischen Untersuchungen, wie z.B. Transport von Proteinen innerhalb der Zelle, Untersuchung des Golgi Aufbaues, behindert. Ziel dieses Projektantrages ist die Aufklärung der Prozessierungsschritte von komplexen N-Glykanen im pflanzlichen Golgi Apparat. Vor allem soll untersucht werden welche Rolle die beiden Faktoren (i) Substratspezifität und (ii) räumliche Trennnung der Enzyme innerhalb des Golgi, spielen. Um diesen fundamentalen biologischen Prozess zu verstehen, müssen alle Enzyme die daran beteiligt sind gut untersucht sein. In diesem Zusammenhang wird zunächst die Golgi alpha-Mannosidase II (GMII ) kloniert und auf molekularer Ebene charakterisiert. Untersuchungen der Substratspezifitäten sollen ein Bild darüber geben, in welcher Stufe des Prozessierungweges GMII wirken kann. Diese Daten werden mit der anschließenden sub-Golgi Lokalisierung von insgesamt drei eng miteinander koordinierten Glykosylierungs Enzymen abgeglichen. Die Glykan Profile einer Reihe von k.o. Mutanten von A. thaliana bei denen jeweils ganz bestimmte Glykosylierungsenzyme inaktiviert sind, sollen einen weiteren wichtigen Hinweis auf die Rolle der einzelnen Enzyme geben. Durch drei unterschiedliche Zugänge, (i) Substratspezifität, (ii) räumliche Anordnung und (iii) Glykanmuster von k.o. Mutanten soll ein ganzheitliches Bild darüber entstehen, wie fundamentale biologische Prozesse wie die Bildung von komplexen N-Glykane in Pflanzen ablaufen. Weiters erwarten wir durch die Produktion eines GMII spezifischen Antiserums einen allgemein anwendbaren Golgi Marker in A. thaliana zu generieren.
- David G. Robinson, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg - Deutschland
Research Output
- 759 Zitationen
- 6 Publikationen
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2008
Titel Construction of a Functional CMP-Sialic Acid Biosynthesis Pathway in Arabidopsis DOI 10.1104/pp.108.117572 Typ Journal Article Autor Castilho A Journal Plant Physiology Seiten 331-339 Link Publikation -
2008
Titel Arginine/Lysine Residues in the Cytoplasmic Tail Promote ER Export of Plant Glycosylation Enzymes DOI 10.1111/j.1600-0854.2008.00841.x Typ Journal Article Autor Schoberer J Journal Traffic Seiten 101-115 Link Publikation -
2007
Titel A Unique ß1,3-Galactosyltransferase Is Indispensable for the Biosynthesis of N-Glycans Containing Lewis a Structures in Arabidopsis thaliana DOI 10.1105/tpc.107.052985 Typ Journal Article Autor Strasser R Journal The Plant Cell Seiten 2278-2292 Link Publikation -
2011
Titel N-Glycosylation engineering of plants for the biosynthesis of glycoproteins with bisected and branched complex N-glycans DOI 10.1093/glycob/cwr009 Typ Journal Article Autor Castilho A Journal Glycobiology Seiten 813-823 Link Publikation -
2010
Titel In Planta Protein Sialylation through Overexpression of the Respective Mammalian Pathway* DOI 10.1074/jbc.m109.088401 Typ Journal Article Autor Castilho A Journal Journal of Biological Chemistry Seiten 15923-15930 Link Publikation -
2010
Titel Fc-Glycosylation Influences Fc? Receptor Binding and Cell-Mediated Anti-HIV Activity of Monoclonal Antibody 2G12 DOI 10.4049/jimmunol.1002600 Typ Journal Article Autor Forthal D Journal The Journal of Immunology Seiten 6876-6882 Link Publikation