Modulation von E2F und p53 durch EAPP
EAPP: A Modulator of E2F and p53 Dependent Transcription
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (50%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (50%)
Keywords
-
Transcription Factor,
EAPP,
E2F,
P53,
Cell Cycle,
Tumor Supressor
Die Expression vieler Gene deren Produkte für den Ablauf des Zellzyklus in Säugerzellen bedeutsam sind, wird durch Transkriptionsfaktoren der E2F-Familie kontrolliert. Durch ihre Wechselwirkung mit wichtigen Wachstums- und Zellzyklusregulatoren wie pRB dem Produkt des Retinoblastom-Tumor-Suppressor-Gens, Cyclinen und cyclinabhängigen Kinasen (cdk`s) bilden sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Zellzykluskontrolle und Transkription. Die Aktivität der E2F Faktoren wird durch eine Vielzahl von Mechanismen kontrolliert wobei Interaktionen mit Zellzyklusregulatoren wie pRB oder mit anderen Transkriptionsfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Überexpression von E2F-1 kann zu p53 abhängiger aber auch p53 unabhängiger Apoptose führen. Durch die Aktivierung von p14ARF verbindet E2F auch die Signaltransduktionswege der Tumorsuppressorproteine pRB und p53. Mittels eines genetischen Assays, des sogenannten "Two Hybrid Screen" der in Hefe durchgeführt wird, konnten wir ein bisher nicht charakterisiertes Protein identifizieren das mit E2F1 interagiert. Dieses Protein liegt in stark phosphorylierter Form vor und wurde daher von uns als EAPP (E2F Associated PhosphProtein) bezeichnet. Viele Tumorzellen haben höhere EAPP Mengen was vermutem läßt, daß es wachstumsstimulierend wirkt. Überexpression von EAPP führt zu einer Beschleunigung des Zellzyklus und in manchen Zellen auch zu Apoptose. Koexpression von EAPP und E2F-1 führte zu einer Aktivitätssteigerung mehrer E2F regulierter Promotoren, überaschenderweise aber zu einer Verringerung der Aktivität des p14ARF Promotors. Außerdem stellte sich heraus, daß EAPP auch p53 bindet was mit der Deaktivierung des p14ARF Promotors in Zusammenhang stehen könnte.Ziel dieses Projekts ist die genaue Erforschung der Funktion von EAPP bei der Kontrolle der Transkription von E2F aber auch p53 regulierten Genen. Mittels Koimmunpräzipitation und Chromatinimmunpräzipitation werden EAPP Komplexe und mittels Transformationsassays eine mögliche Beteiligung bei der malignen Transformation einer Zelle analysiert. Die Auswirkungen von höheren und geringeren EAPP Mengen werden mittels induzierbarer Überexpression bzw. Ausschaltung von EAPP untersucht. Die biochemische Charakterisierung wird durch die Identifizierung, Analyse und Mutagenese funktioneller Komponenten wie Kernlokalisationssignal, Azetylierungsstellen und mitotischer Abbausignale sowie der Bindungsstellen für E2F-1 und p53 erfolgen. Mittels DNA Microarrays wird eine systematische Analyse der Genexpression in Zellen ohne bzw. stark erniedrigten EAPP Mengen im Vergleich zu Normalzellen durchgeführt. Dies sollte Aufschluss über die globale Bedeutung von EAPP bei der Genexpression geben.
Die Expression vieler Gene deren Produkte für den Ablauf des Zellzyklus in Säugerzellen bedeutsam sind, wird durch Transkriptionsfaktoren der E2F-Familie kontrolliert. Durch ihre Wechselwirkung mit wichtigen Wachstums- und Zellzyklusregulatoren wie pRB dem Produkt des Retinoblastom-Tumor-Suppressor-Gens, Cyclinen und cyclinabhängigen Kinasen (cdk`s) bilden sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Zellzykluskontrolle und Transkription. Die Aktivität der E2F Faktoren wird durch eine Vielzahl von Mechanismen kontrolliert wobei Interaktionen mit Zellzyklusregulatoren wie pRB oder mit anderen Transkriptionsfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Überexpression von E2F-1 kann zu p53 abhängiger aber auch p53 unabhängiger Apoptose führen. Durch die Aktivierung von p14ARF verbindet E2F auch die Signaltransduktionswege der Tumorsuppressorproteine pRB und p53. Mittels eines genetischen Assays, des sogenannten "Two Hybrid Screen" der in Hefe durchgeführt wird, konnten wir ein bisher nicht charakterisiertes Protein identifizieren das mit E2F1 interagiert. Dieses Protein liegt in stark phosphorylierter Form vor und wurde daher von uns als EAPP (E2F Associated PhosphProtein) bezeichnet. Viele Tumorzellen haben höhere EAPP Mengen was vermutem läßt, daß es wachstumsstimulierend wirkt. Überexpression von EAPP führt zu einer Beschleunigung des Zellzyklus und in manchen Zellen auch zu Apoptose. Koexpression von EAPP und E2F-1 führte zu einer Aktivitätssteigerung mehrer E2F regulierter Promotoren, überaschenderweise aber zu einer Verringerung der Aktivität des p14ARF Promotors. Außerdem stellte sich heraus, daß EAPP auch p53 bindet was mit der Deaktivierung des p14ARF Promotors in Zusammenhang stehen könnte.Ziel dieses Projekts ist die genaue Erforschung der Funktion von EAPP bei der Kontrolle der Transkription von E2F aber auch p53 regulierten Genen. Mittels Koimmunpräzipitation und Chromatinimmunpräzipitation werden EAPP Komplexe und mittels Transformationsassays eine mögliche Beteiligung bei der malignen Transformation einer Zelle analysiert. Die Auswirkungen von höheren und geringeren EAPP Mengen werden mittels induzierbarer Überexpression bzw. Ausschaltung von EAPP untersucht. Die biochemische Charakterisierung wird durch die Identifizierung, Analyse und Mutagenese funktioneller Komponenten wie Kernlokalisationssignal, Azetylierungsstellen und mitotischer Abbausignale sowie der Bindungsstellen für E2F-1 und p53 erfolgen. Mittels DNA Microarrays wird eine systematische Analyse der Genexpression in Zellen ohne bzw. stark erniedrigten EAPP Mengen im Vergleich zu Normalzellen durchgeführt. Dies sollte Aufschluss über die globale Bedeutung von EAPP bei der Genexpression geben.
Research Output
- 29 Zitationen
- 3 Publikationen
-
2008
Titel Regulation of the E2F-associated phosphoprotein promoter by GC-box binding proteins DOI 10.1016/j.biocel.2008.06.001 Typ Journal Article Autor Schwarzmayr L Journal The International Journal of Biochemistry & Cell Biology Seiten 2845-2853 -
2011
Titel EAPP: Gatekeeper at the crossroad of apoptosis and p21-mediated cell-cycle arrest DOI 10.1038/onc.2010.639 Typ Journal Article Autor Andorfer P Journal Oncogene Seiten 2679-2690 Link Publikation -
2011
Titel EAPP modulates the activity of p21 and Chk2 DOI 10.4161/cc.10.13.16247 Typ Journal Article Autor Andorfer P Journal Cell Cycle Seiten 2077-2082 Link Publikation