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11q-Amplicons in AML und MDS

Comprehensive characterization of 11q amplicons in AML/MDS

Christa Fonatsch (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P18555
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.03.2006
  • Projektende 15.10.2007
  • Bewilligungssumme 99.650 €

Wissenschaftsdisziplinen

Gesundheitswissenschaften (40%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (60%)

Keywords

    Genomic Amplification, Oncogene Activation, Array Cgh, Expression Analysis, Candidate Genes, AML and MDS

Abstract Endbericht

Cytogenetische und molekulargenetische Methoden werden zur Klassifikation von akuten Leukämien, zur Vorhersage des Krankheitsverlaufes und für die Therapieplanung bereits routinemäßig eingesetzt. Die Entwicklung der Microarray-Technologie hat zur Aufdeckung neuer biologisch und klinisch definierter Subtypen von Leukämien geführt, die sich durch spezifische Expressionsprofile auszeichnen und die Therapieentscheidungen beeinflussen. Allerdings können wir alle Mechanismen, die die Aggravierung des Krankheitsverlaufes bewirken, noch nicht vollständig verstehen. Dies wäre aber für die Wahl einer zielgerichteten Therapiestrategie äußerst wichtig. Daher sollte jede wiederkehrende genetische Aberration einer Leukämie detailliert untersucht werden, um ihre Wirkung besser begreifen zu können. Amplifizierungen im langen Arm eines Chromosoms 11, von denen das MLL-Gen betroffen ist, haben sich in jüngster Zeit als ein ungünstiger prognostischer Faktor bei akuten myeloischen Leukämien und myelodysplastischen Syndromen herausgestellt. In unserer vorangegangenen Studie haben wir aufgedeckt, dass das bei 13 AML/MDS-Patienten untersuchte Amplicon sehr komplex ist und dass zusätzlich zu der etwa 700 kb- Sequenz um das MLL-Gen zwei weitere 11q-Regionen, nämlich in 11q13.5 und in 11q23~24, häufig coamplifiziert sind (in 8 von 13 bzw. in 10 von 11 Patienten). In beiden Regionen ist eine Vielzahl von Genen mit einem möglichen onkogenen Potential lokalisiert. Aufgrund vieler Kooperationen einer der Antragstellerinnen, Frau Prof. Dr. Christa Fonatsch, die als Lead- Participant des Workpackage 11 CYTOGENETICS im European LeukemiaNet fungiert, haben wir im letzten Jahr zahlreiche AML/MDS-Proben sammeln können, die in unsere vorangegangene Untersuchungsserie nicht eingeschlossen sind. Wir verfügen über Untersuchungsmaterial von 41 AML/MDS-Patienten, die über die MLL- Genamplifikation identifiziert wurden. Dies ist eine der größten Sammlungen von Patienten mit 11q- Amplifikationen weltweit, und wir erwarten in nächster Zukunft weitere 10-15 Materialproben. Unser Ziel ist es daher, das 11q-Amplicon in AML/MDS weiter zu charakterisieren, um Zielgene von biologischer und klinischer Relevanz für diese und möglicherweise andere Tumorentitäten ausfindig zu machen. Unter Anwendung der Chromosom 11 "tiling path-array-CGH" bei einer Vielzahl von AML/MDS-Patienten hoffen wir, die Amplicongrenzen, die wir in der vorangegangenen Studie identifiziert haben, weiter zu definieren und neue 11q- Amplifikationsregionen aufzuspüren. Geplant ist ferner eine Korrelation des Amplifikationsstatus der in diesen definierten Regionen enthaltenen Gene mit ihrem Expressionsstatus, um Kandidatengene zu identifizieren, die in der Leukämogenese eine Rolle spielen. Die Expressionsuntersuchungen wollen wir unter Anwendung der Affymetrix GeneChip-Technologie und/oder der "real time" RT-PCR-Technik durchführen. Der Einfluss der Expressions-Deregulation bestimmter Gene auf die Leukämogenese und/oder die Therapiewahl soll evaluiert werden.

Cytogenetische und molekulargenetische Methoden werden zur Klassifikation von akuten Leukämien, zur Vorhersage des Krankheitsverlaufes und für die Therapieplanung bereits routinemäßig eingesetzt. Die Entwicklung der Microarray-Technologie hat zur Aufdeckung neuer biologisch und klinisch definierter Subtypen von Leukämien geführt, die sich durch spezifische Expressionsprofile auszeichnen und die Therapieentscheidungen beeinflussen. Allerdings können wir alle Mechanismen, die die Aggravierung des Krankheitsverlaufes bewirken, noch nicht vollständig verstehen. Dies wäre aber für die Wahl einer zielgerichteten Therapiestrategie äußerst wichtig. Daher sollte jede wiederkehrende genetische Aberration einer Leukämie detailliert untersucht werden, um ihre Wirkung besser begreifen zu können. Amplifizierungen im langen Arm eines Chromosoms 11, von denen das MLL-Gen betroffen ist, haben sich in jüngster Zeit als ein ungünstiger prognostischer Faktor bei akuten myeloischen Leukämien und myelodysplastischen Syndromen herausgestellt. In unserer vorangegangenen Studie haben wir aufgedeckt, dass das bei 13 AML/MDS-Patienten untersuchte Amplicon sehr komplex ist und dass zusätzlich zu der etwa 700 kb-Sequenz um das MLL-Gen zwei weitere 11q-Regionen, nämlich in 11q13.5 und in 11q23~24, häufig coamplifiziert sind (in 8 von 13 bzw. in 10 von 11 Patienten). In beiden Regionen ist eine Vielzahl von Genen mit einem möglichen onkogenen Potential lokalisiert. Aufgrund vieler Kooperationen einer der Antragstellerinnen, Frau Prof. Dr. Christa Fonatsch, die als Lead- Participant des Workpackage 11 CYTOGENETICS im European LeukemiaNet fungiert, haben wir im letzten Jahr zahlreiche AML/MDS-Proben sammeln können, die in unsere vorangegangene Untersuchungsserie nicht eingeschlossen sind. Wir verfügen über Untersuchungsmaterial von 41 AML/MDS-Patienten, die über die MLL- Genamplifikation identifiziert wurden. Dies ist eine der größten Sammlungen von Patienten mit 11q- Amplifikationen weltweit, und wir erwarten in nächster Zukunft weitere 10-15 Materialproben. Unser Ziel ist es daher, das 11q-Amplicon in AML/MDS weiter zu charakterisieren, um Zielgene von biologischer und klinischer Relevanz für diese und möglicherweise andere Tumorentitäten ausfindig zu machen. Unter Anwendung der Chromosom 11 "tiling path-array-CGH" bei einer Vielzahl von AML/MDS-Patienten hoffen wir, die Amplicongrenzen, die wir in der vorangegangenen Studie identifiziert haben, weiter zu definieren und neue 11q- Amplifikationsregionen aufzuspüren. Geplant ist ferner eine Korrelation des Amplifikationsstatus der in diesen definierten Regionen enthaltenen Gene mit ihrem Expressionsstatus, um Kandidatengene zu identifizieren, die in der Leukämogenese eine Rolle spielen. Die Expressionsuntersuchungen wollen wir unter Anwendung der Affymetrix GeneChip-Technologie und/oder der "real time" RT-PCR-Technik durchführen. Der Einfluss der Expressions-Deregulation bestimmter Gene auf die Leukämogenese und/oder die Therapiewahl soll evaluiert werden.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Reinhard Ullmann, Max-Planck-Institut für molekulare Genetik - Deutschland

Research Output

  • 79 Zitationen
  • 3 Publikationen
Publikationen
  • 2009
    Titel AML/MDS with 11q/MLL amplification show characteristic gene expression signature and interplay of DNA copy number changes
    DOI 10.1002/gcc.20658
    Typ Journal Article
    Autor Zatkova A
    Journal Genes, Chromosomes and Cancer
    Seiten 510-520
  • 2006
    Titel A patient with de novo AML M1 and t(16;21) with karyotype evolution
    DOI 10.1016/j.leukres.2006.10.010
    Typ Journal Article
    Autor Zatkova A
    Journal Leukemia Research
    Seiten 1319-1321
  • 2006
    Titel GAB2 is a novel target of 11q amplification in AML/MDS
    DOI 10.1002/gcc.20344
    Typ Journal Article
    Autor Zatkova A
    Journal Genes, Chromosomes and Cancer
    Seiten 798-807

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