Klima- und Umweltentwicklung im späten Pleniglazial
Late- Pleniglacial climatic and environmental evolution
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (30%); Geowissenschaften (45%); Informatik (25%)
Keywords
-
Alpine lake,
Multi proxy approach,
Late Pleniglacial,
Quantitative inference models,
Paleolimnology,
Climate evolution
Ein multidisziplinärer paläolimnologischer Ansatz wird für die Auswertung eines spät-Pleniglazialen Sedimentkerns aus dem Längsee verwendet. Der See liegt im südlichen prä-Alpinen österr. Vorland nahe den Endmoränen des Letzten Glazialen Hochstandes (LGM). Längsee eröffnet die einmalige Möglichkeit der Klimarekonstruktion eines Zeitfensters, wo quantitative Klimadaten in den Alpen weitgehend fehlen. Dazu kombinieren wir innovative Transferfunktionen für Diatomeen und Chrysophyceen-Dauerstadien Alpiner Kalibrier- Datensätze für saisonale Klimavariable mit Sauerstoff-Isotopenmessungen an Ostracoden-Schalen. Letztere stellen einen weiteren starken quantitativen Klimaindikator dar. Im Falle, dass Klimaschwankungen im wesentlichen von solaren Mechanismen gesteuert werden, sollten sie an verschiedenen Stellen zeitgleich sein. Daher vergleichen wir die biogenen Sauerstoff-Isotopenkurven des Längsees mit den Isotopen-Profilen Grönländischer Eiskerne. Im Falle, dass Tephralagen vorhanden sind, verwenden wir auch diese für die Synchonisation von Klimaschwankungen über größere Räume. Weiters verwenden wir Pollen, geochemische und mineralogische Analysen, um den Klimaeinfluss auf Ökosysteme unter den Aspekten rascher Klimawechsel, Klimaextreme und saisonaler Muster zu studieren.
Ein multidisziplinärer paläolimnologischer Ansatz wird für die Auswertung eines spät-Pleniglazialen Sedimentkerns aus dem Längsee verwendet. Der See liegt im südlichen prä-Alpinen österr. Vorland nahe den Endmoränen des Letzten Glazialen Hochstandes (LGM). Längsee eröffnet die einmalige Möglichkeit der Klimarekonstruktion eines Zeitfensters, wo quantitative Klimadaten in den Alpen weitgehend fehlen. Dazu kombinieren wir innovative Transferfunktionen für Diatomeen und Chrysophyceen-Dauerstadien Alpiner Kalibrier- Datensätze für saisonale Klimavariable mit Sauerstoff-Isotopenmessungen an Ostracoden-Schalen. Letztere stellen einen weiteren starken quantitativen Klimaindikator dar. Im Falle, dass Klimaschwankungen im wesentlichen von solaren Mechanismen gesteuert werden, sollten sie an verschiedenen Stellen zeitgleich sein. Daher vergleichen wir die biogenen Sauerstoff-Isotopenkurven des Längsees mit den Isotopen-Profilen Grönländischer Eiskerne. Im Falle, dass Tephralagen vorhanden sind, verwenden wir auch diese für die Synchonisation von Klimaschwankungen über größere Räume. Weiters verwenden wir Pollen, geochemische und mineralogische Analysen, um den Klimaeinfluss auf Ökosysteme unter den Aspekten rascher Klimawechsel, Klimaextreme und saisonaler Muster zu studieren.
- Niels Andersen, Christian Albrechts Universität Kiel - Deutschland
- Achim Brauer, Helmholtz Zentrum Potsdam - Deutschland
- Ulrich Von Grafenstein, CEA-CNRS - Frankreich
- Christian Kamenik, University of Bern - Schweiz
Research Output
- 69 Zitationen
- 2 Publikationen
-
2011
Titel North Atlantic climate impact on early late-glacial climate oscillations in the south-eastern Alps inferred from a multi-proxy lake sediment record DOI 10.1002/jqs.1505 Typ Journal Article Autor Schmidt R Journal Journal of Quaternary Science Seiten 40-50 -
2009
Titel Climate changes during the last glacial termination inferred from diatom-based temperatures and pollen in a sediment core from Längsee (Austria) DOI 10.1007/s10933-009-9322-y Typ Journal Article Autor Huber K Journal Journal of Paleolimnology Seiten 131