Transatlantischer Kulturaustausch: Zwischen Amerikanischen Süden und Europa
Transatlantic Exchanges: Between the American South and Europe
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (25%); Sprach- und Literaturwissenschaften (75%)
Keywords
-
Imagologie/Stereotypisierung,
Transatl. Interaktion und Reiseliteratur,
Literatur&Medien,
Rezeption (transatl.),
Kultur(en) im amerikanischen Süden,
Europabilder in Amerika,
Transkulturelle Affinitäten
Das Forschungsprojekt, das an ein im Jahr 2004 ausgezeichnet evaluiertes früheres Projekt anschließt, stellt sich zum Ziel, den transatlantischen kulturellen Austausch in beiden Richtungen und in verschiedenen Kunstformen und Medien zu studieren und seine Spiegelung in verschiedenen Diskursen zu untersuchen. Während das Projekt weiterhin in einem imagologisch und literaturwissenschaftlich zentrierten American Studies Ansatz seine Basis hat, wird es um die Integration von Kategorien und Fragestellungen der Kulturwissenschaft und eine Verstärkung der interdisziplinären, komparativen Dimension gehen. So wird der Bedeutung von Rasse, Klasse und Geschlecht bei der Generierung der reziproken Bilder und der transatlantischen Interaktion mehr Beachtung geschenkt werden (vgl. die ideologischen Aspekte des Kulturaustausches in der Zwischenkriegszeit und die imagologischen Konsequenzen sozialkritischer fiktionaler Texte aus dem amerikanischen Süden bis zur Gegenwart). Die Untersuchung wird (nach Archivarbeit zu Erzählerinnen wie Fl. O`Connor, E. Welty und C. McCullers) frühere Rezeptionsstudien zu den unterschiedlichen Strängen in der südstaatlichen Erzähltradition in Kontinentaleuropa (geplantes Update einer Publikation aus 1996) um die Analyse der Aufnahme von Theaterstücken aus diesem Raum (z. B. von T. Williams, H. Foote und L. Hellman), von Populärmusik und ausgewählten Filmen erweitern, die einen prägenden Einfluss auf die europäische bzw. internationale Kultur, aber auch auf die komplexe Außensicht des amerikanischen Südens hatten (vgl. J. Kirby, Media-Made Dixie). Daneben sollen die verschiedenen Phasen in der transatlantischen Migration von Männern und Frauen aus dem Süden, von Weißen und Afroamerikanern, die besonders in der Zeit der Prohibition und der Rassentrennung bzw. im Zweiten Weltkrieg und danach Kontinentaleuropa aufsuchten, ebenso erfasst werden (dafür geplante Archivarbeit in Yale und Princeton; vorher in GA, SC, LA und TX) wie der Beitrag von europäischen Emigranten, von denen manche auch an südstaatliche Institutionen gingen und gewissen Einfluss auf ihr (akademisches) Milieu ausübten. Der kulturelle Austausch zwischen den beiden Großräumen am Atlantik soll dabei einerseits durch das Studium von travelogues und noch unveröffentlichten Reiseimpressionen südstaatlicher Autoren und Künstler in Kontinentaleuropa erforscht werden. Andererseits sind weitere Zeugnisse der Beobachtungen europäischer Reisender im amerikanischen Süden im 20. Jahrhundert zu sammeln und die Wirkung ihrer Wahrnehmungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit anhand von sorgfältig ausgewählten Fällen darzustellen.. Der Ertrag dieser Forschungen soll u.a. für eine internationale Konferenz in Wien im September/Oktober 2006 (unter der Ägide der ÖAW und der British Academy) und die folgende Dokumentation in Buchform sowie eine weitere Monographie fruchtbar werden.
Das Forschungsprojekt, das an ein im Jahr 2004 ausgezeichnet evaluiertes früheres Projekt anschließt, stellt sich zum Ziel, den transatlantischen kulturellen Austausch in beiden Richtungen und in verschiedenen Kunstformen und Medien zu studieren und seine Spiegelung in verschiedenen Diskursen zu untersuchen. Während das Projekt weiterhin in einem imagologisch und literaturwissenschaftlich zentrierten American Studies Ansatz seine Basis hat, wird es um die Integration von Kategorien und Fragestellungen der Kulturwissen- schaft und eine Verstärkung der interdisziplinären, komparativen Dimension gehen. So wird der Bedeutung von Rasse, Klasse und Geschlecht bei der Generierung der reziproken Bilder und der transatlantischen Interaktion mehr Beachtung geschenkt werden (vgl. die ideologischen Aspekte des Kulturaustausches in der Zwischenkriegszeit und die imagologischen Konsequenzen sozialkritischer fiktionaler Texte aus dem amerikanischen Süden bis zur Gegenwart). Die Untersuchung wird (nach Archivarbeit zu Erzählerinnen wie Fl. O`Connor, E. Welty und C. McCullers) frühere Rezeptionsstudien zu den unterschied-lichen Strängen in der südstaatlichen Erzähltradition in Kontinentaleuropa (geplantes Update einer Publikation aus 1996) um die Analyse der Aufnahme von Theaterstücken aus diesem Raum (z. B. von T. Williams, H. Foote und L. Hellman), von Populärmusik und ausgewählten Filmen erweitern, die einen prägenden Einfluss auf die europäische bzw. internationale Kultur, aber auch auf die komplexe Außensicht des amerikanischen Südens hatten (vgl. J. Kirby, Media-Made Dixie). Daneben sollen die verschiedenen Phasen in der transatlantischen Migration von Männern und Frauen aus dem Süden, von Weißen und Afroamerikanern, die besonders in der Zeit der Prohibition und der Rassentrennung bzw. im Zweiten Weltkrieg und danach Kontinentaleuropa aufsuchten, ebenso erfasst werden (dafür geplante Archivarbeit in Yale und Princeton; vorher in GA, SC, LA und TX) wie der Beitrag von europäischen Emigranten, von denen manche auch an südstaatliche Institutionen gingen und gewissen Einfluss auf ihr (akademisches) Milieu ausübten. Der kulturelle Austausch zwischen den beiden Großräumen am Atlantik soll dabei einerseits durch das Studium von travelogues und noch unveröffent-lichten Reiseimpressionen südstaatlicher Autoren und Künstler in Kontinentaleuropa erforscht werden. Andererseits sind weitere Zeugnisse der Beobachtungen europäischer Reisender im amerikanischen Süden im 20. Jahrhundert zu sammeln und die Wirkung ihrer Wahrnehm-ungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit anhand von sorgfältig ausgewählten Fällen darzustellen.. Der Ertrag dieser Forschungen soll u.a. für eine internationale Konferenz in Wien im September/Oktober 2006 (unter der Ägide der ÖAW und der British Academy) und die folgende Dokumentation in Buchform sowie eine weitere Monographie fruchtbar werden.
- Universität Wien - 100%