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Kultursensible ressourcenorientierte Peergroups

Culture Sensitive Resource Oriented Peer-Groups

Klaus Ottomeyer (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P18789
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.05.2006
  • Projektende 31.08.2008
  • Bewilligungssumme 104.622 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Psychologie (100%)

Keywords

    Trauma, Culture, Clinical Psycholoy, Asylum Seekers, Social Psychology, Randomized Trial

Abstract Endbericht

In Österreich stellten im Jahr 2004 24 676 Personen Asylanträge, wobei TschetschenInnen eine der stärksten ethnischen Gruppen bildeten. Obwohl ca. 50% von ihnen unter schwerwiegenden posttraumatischen Symptomen leiden, kann aus finanziellen Gründen nur wenigen Psychotherapie angeboten werden. Auch erwies sich das Konzept der PTBS für nicht-westliche KlientInnen als wenig relevant. Sie zeigen nur geringes Vermeidungsverhalten, und psychische Traumasymptome werden häufig durch somatische ersetzt. TschetschenInnen gehören einer moslemischen, gruppenorientierten Kultur an. Sie sind nicht gewöhnt, ihre Probleme westlichen ExpertInnen zu offenbaren und nehmen deren Interventionen daher nur zögernd in Anspruch. Es gibt aber zunehmend Hinweise darauf, dass Menschen aus nicht-westlichen Kulturen von gemeindebasierten Angeboten profitieren, welche indigene Copingtechniken betonen und so Selbsthilfefertigkeiten und Empowerment vermitteln. Diese vorläufigen Daten sind ermutigend, aber bislang wurde die Wirksamkeit solcher Interventionen noch nicht auf der Basis kontrollierter Studien geprüft. Dies ist das Ziel des hier vorgelegten Forschungsprojektes. Wir wollen kultursensible, ressourcenorientierte Peergroups (KROP) für tschetschenische AsylwerberInnen und Flüchtlinge in Österreich, getrennt für Frauen und Männer, einrichten; sie sollen - ähnlich einer angeleiteten Selbsthilfegruppe - von indigenen, zuvor geschulten, gleichgeschlechtlichen Personen moderiert werden (N = 10 je Gruppe). Die KROP-Gruppen sollen sich 15 mal (einmal pro Woche), somit ca. vier Monate lang, treffen. Wir wollen je eine Wartelisten-Kontrollgruppe und je Kontrollgruppe mit Kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) im Gruppensetting für Männer bzw. Frauen bilden. Eine weitere Kontrollgruppe (N = 15) soll Eye-Movement- Desensitization and Reprocessing (EMDR) im Einzelsetting erhalten (Ngesamt = 75). Unsere Hypothesen besagen: (1) die KROP-Gruppen werden signifikant bessere Ergebnisse zeigen als die Warteliste-Kontrollgruppen; (2) das Ergebnis der KROP-Gruppen wird mindestens dem der etablierten Interventionsformen KVT und EMDR entsprechen; (3) im Vergleich zur Wartelisten-Kontrollgruppe werden die KROP-Gruppen eine Effektstärke =1 zeigen. Diese Hypothesen wollen wir überprüfen: (a) für traumaspezifische Symptome (Items 1 - 16 des Harvard Trauma Questionnaire), (b) für allgemeine klinische Symptome (Hopkins Symptom Checklist-25) und (c) für "Posttraumatisches Wachstum" (Posttraumatic Growth Inventory). Die Instrumente werden unmittelbar vor und nach den Interventionen, sowie zu 3- und 6-monatigen Follow-Up- Zeitpunkten, angewandt. Fokusgruppen sollen als qualitative Instrumente eingesetzt werden, um die Beurteilungen der Interventionen durch die Beteiligten ebenso zu erfassen wie posttraumatisches Wachstum, verbessertes Selbstmanagement und andere positive oder negative Veränderungen im Zuge der Interventionen. Sollte sich die Effizienz der KROP-Gruppen belegen lassen, könnten sie weltweit auf breiter Basis realisiert und auch für andere Kulturkreise erprobt werden. Neben den unmittelbaren humanitären Implikationen sind Schlussfolgerungen für eine kulturell sensiblere Sichtweise in der klinischen Psychologie zu erwarten.

TschetschenInnen gehören zu den stärksten ethnischen Gruppen unter den Asylsuchenden und Flüchtlingen in Österreich. Frühere Ergebnisse belegen, dass ca. 50% von ihnen unter erheblichen Symptomen von post- traumatischem Stress leiden, welche nur teilweise von dem westlichen Konzept der post-traumatischen Belastungsstörung (PTBS) abgedeckt werden. In der vorliegenden österreichischen Pilotstudie prüften wir mit Erfolg die Wirksamkeit angeleiteter Selbsthilfegruppen (SHG) als Mittel zur Stressbewältigung bei tschetschenischen Flüchtlingen und Asylsuchenden. Während Mitglieder gruppenorientierter moslemischer Kulturen regelmäßig zögern, "westliche" Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, gingen wir von der Annahme aus, dass sie von einer solchen kultursensiblen Alternative substantiell profitieren würden. Um die Wirksamkeit der SHG-Intervention zu prüfen, teilten wir 94 tschetschenische Flüchtlinge und Asylsuchende, 44 Frauen und 50 Männer, mit einem Durchschnittsalter von 34,83 Jahren (s = 9,78, Range 16 bis 54 Jahre) den folgenden Bedingungen zu: (1) 15 Sitzungen SHG, (2) 15 Gruppensitzungen Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), (3) 3 Einzelsitzungen Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) und (4) Warteliste-Kontrollgruppe, welche die SHG-Intervention zu einem späteren Zeitpunkt erhielt. Die Wirksamkeit der drei Interventionen wurde - im Vergleich zur Wartelisten-Kontrollbedingung - mit drei Fragebögen bestimmt: ein Fragebogen diente der Erfassung posttraumatischer Symptome, einer der Erfassung von Angst und Depression, und ein weiterer Fragebogen sollte positive Veränderungen im Sinne von "Post- Traumatischem Wachstum" erfassen. Diese Fragebögen wurden unmittelbar vor und unmittelbar nach den Interventionen, sowie drei und sechs Monate nach deren Abschluss, vorgegeben. Sowohl die SHG als auch die KVT-Gruppen erwiesen sich in der Reduktion von post-traumatischem Stress als auch von Angst und Depression als hoch wirksam. Beide Interventionen unterschieden sich in der Wirksamkeit nicht voneinander, waren aber der Wartebedingung und EMDR signifikant überlegen. Im Gegensatz zu diesen positiven Resultaten im Hinblick auf die Reduktion von post-traumatischem Stress, Angst und Depression, war keine der Interventionen imstande, "Post-Traumatisches Wachstum" zu induzieren. Angeleitete Selbsthilfegruppen sind eine vielversprechende, kultursensible und kostensparende Alternative zu konventioneller Psychotherapie und werden nunmehr vom Internationalen und österreichischen Roten Kreuz als innovative Hilfestellung für Asylsuchende und Flüchtlinge in Betracht gezogen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Klagenfurt - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Karl Peltzer, University of the North - Südafrika
  • Anthony J. Marsella, University of Hawaii-Manoa - Vereinigte Staaten von Amerika

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