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Die Austrian Section im britischen Kriegsgeheimdienst SOE

The Austrian Section of Britain´s Wartime Secret Service SOE

Walter Manoschek (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P18978
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 02.10.2006
  • Projektende 01.01.2009
  • Bewilligungssumme 90.409 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (25%); Geschichte, Archäologie (25%); Politikwissenschaften (50%)

Keywords

    Intelligence Studies, Politics of the past, National Socialism, Exile, State and nation building, Resistance

Abstract Endbericht

Das Forschungsprojekt untersucht die auf "Österreich" bezogene Tätigkeit des britischen Kriegsgeheimdienstes "Special Operations Executive" zwischen 1940 und 1945. In der qualitativ angelegten historisch-politologischen Studie werden erstmals systematisch die Versuche eines westlichen alliierten Geheimdienstes analysiert, NS- Deutschland in einem seiner Kerngebiete, im ehemaligen Österreich, mit den Mitteln von verdeckter Informationsbeschaffung, Subversion, Sabotage und Unterstützung von Widerstand anzugreifen. Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der "Austrian Section" von SOE. Sie wird in den Dimensionen der institutionellen Entstehung und Entwicklung, der Produktion von geheimdienstlichem Wissen ("intelligence"), ihrer politischen Ziele und militärischen Strategien, ihrer Einsätze und ihres Personals untersucht. Damit wird die Kooperation einer geheimen Institution der britischen Kriegsführung mit verschiedenen Fraktionen des politischen Exils, jüdischen Flüchtlingen, Deserteuren sowie Kriegsgefangenen aus der Deutschen Wehrmacht und NS-Gegnern in Österreich erforscht. Neben der Darstellung der Ereignisgeschichte sowie der Rekonstruktion von Biografien beteiligter Personen setzt sich das Projekt zum Ziel, die offene Frage nach der Rolle der "Austrian Section" bei der kriegspolitischen "Geburt" des Staates und der Nation Österreich zu beantworten. Weiters soll die Integration der Mitarbeiter/innen österreichischer bzw. deutscher Herkunft in die jeweilige Nachkriegsgesellschaft vor dem Hintergrund vergangenheits- und erinnerungspolitischer Fragestellungen untersucht werden. Insgesamt erbringt das Projekt damit neue Beiträge auf den Gebieten - geheimdienstlicher Kampf der Alliierten gegen NS-Deutschland und seine Abwehr; - politische und militärische Beteiligung von Personen des Exils und der erzwungenen Emigration am Kampf gegen NS-Deutschland; - Beteiligung von Deserteuren, Überläufern und Kriegsgefangenen aus der Wehrmacht am Kampf gegen NS- Deutschland; - Genese des Staates und der Nation Österreich; - kulturelles, kommunikatives und soziales Gedächtnis einer "abweichenden" Gruppe. Die skizzierten Fragestellungen werden neben der Analyse der vorhandenen Forschungsliteratur im Wesentlichen auf drei Ebenen von Primärquellen untersucht: Schriftliche Quellen aus erhaltenen Beständen der involvierten institutionellen Akteure (SOE und britische Institutionen, Exilorganisationen, Widerstandsorganisationen, NS- Stellen und Republik Österreich), Analyse von personenbezogenen und persönlichen schriftlichen Quellen (Personnel Files, Berichte von Agenten, Medienberichte, Briefwechsel, Nachlässe), Analyse von Interviews (Agenten, britische SOE-Mitarbeiter/innen, Verwandte).

Im Winter 1940/1941 formulierte die britische Geheimdienstoffizierin Evelyn Stamper erstmals die spätere britische Kriegsstrategie, Österreich aus dem Deutschen Reich herauszulösen und als Nationalstaat wieder zu begründen. Stamper war die für Österreich zuständige Mitarbeiterin der "German and Austrian Section" des britischen Kriegsgeheimdienstes SOE. Zu diesem Zeitpunkt war dieses Ziel alles andere als selbstverständlich. SOE öffnete vielmehr ein politisches Konfliktfeld mit dem britischen Außenamt, das in der Erforschung der Geschichte der Moskauer Deklaration (der "magna charta" Österreichs) bislang weitgehend unberücksichtigt blieb. Die selbst gestellte Aufgabe der Österreich-Abteilung von SOE war es, antideutschen, Österreich-patriotischen Widerstand in den Donau- und Alpengauen des Deutschen Reiches zu finden und zu unterstützen. Die Überzeugungen Stampers waren - neben der grundlegenden strategischen Ausrichtung auf die Zerstörung der territorialen Hegemonie Deutschlands in Europa - von deformierten Informationen aus Österreich, eigenen ideologischen Prägungen und dem linearen Fortschreiben eigener Erfahrungen im März 1938 in Wien geprägt. Stamper hatte den "Anschluss" bloß als militärische Machtergreifung gedeutet. Die Ergebnisse der "Widerstandsforschung" von SOE in Österreich war bis 1943 entgegen der Erwartungen äußerst mager. Im Frühjahr 1943 folgte das britische Außenamt der SOE in der Österreich-Politik also nicht wegen einer Zunahme von Widerstand sondern legte sich aus strategischen Gründen auf die Wiedererrichtung Österreichs fest, obwohl der österreichische Staat gescheitert war. Die politische Entscheidung, Österreich wiederzuerrichten, wurde nicht auf der Basis von Berichten über aufkeimenden Widerstand und Österreich-Patriotismus gefällt sondern auf Basis von wissenschaftlichen Expertisen über die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des Landes. Was zur dauerhaften Etablierung eines "antideutschen" Staates in Zentraleuropa mit einer Bevölkerung, die sich in der übergroßen Mehrheit bislang als "deutsch" verstanden hatte, fehlte, war eine österreichische nationale Ideologie, die den Staat stabilisierte. Zweck der Moskauer Deklaration war es, nicht nur im Sinne der psychologischen Kriegsführung kurzfristig Widerstand zu initiieren, sondern zugleich einen Angelpunkt für Österreich-Patriotismus zu legen. Weder das politische Exil noch die NS-Opposition in Österreich war allerdings in der Lage gewesen, ein gemeinsames politisches Projekt zu formulieren. SOE war bis 1943 daran gescheitert, das Exil zu einen. Aus tiefen Zweifel darüber, ob in Österreich überhaupt Widerstand entstehen würde, enthielten die britischen Vorarbeiten zur Moskauer Deklaration zugleich das Angebot an die Österreicher, sich als Opfer zu deklarieren. Diese Opferoption wurde bekanntlich eine der Grundlagen der österreichischen Staatsidentität. SOE sandte - zum Teil in Kooperation mit Exilorganisationen - insgesamt 77 Personen zu Einsätzen nach Österreich bzw. nach Südtirol. Mindestens 13 wurden während der Ausführung ihrer Aufgaben von NS-Personal (Landwacht, SS) erschossen oder nach einer Festnahme ermordet (Gestapo, KZ). Ungeklärt blieb das Schicksal von sieben Personen. Zu schweren Konflikten kam es 1944 zwischen der SOE-Mission "Clowder" und der slowenischen Partisanenführung im Zuge britischer Infiltrationsversuche von Slowenien aus. SOE rüstete die slowenischen Partisanenverbände in Kärnten massiv auf, zugleich wurde SOE lange davon abgehalten tiefer nach Österreich vorzudringen. Hintergrund war ein verdeckter "Wettlauf" mit einem von der KPÖ und der Komintern initiierten Infiltrationsprojekt nach Österreich, das von der slowenischen Partisanenführung bevorzugt wurde. Der SOE-Offizier Alfgar Hesketh-Pritchard wurde schließlich auf der Kärntner Saualpe auf Befehl der Führung der Kommunistischen Partei Sloweniens ermordet. Hintergrund waren weniger lokale Konflikte, etwa die Grenzfrage, sondern ein verdeckter Kampf um Einflusszonen in Zentraleuropa zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion. Ein zweites Infiltrationsprojekt, an dem der spätere Vize-Direktor der Nationalbank Stefan Wirlandner unter der Leitung des bekannten britischen Journalisten G.E.R. Gedye von Istanbul aus arbeitete, war von Agenten der Gestapo unterwandert. In der Untersuchung der Reintegration der Agenten und der Gedächtnisbildung zum Exil-Widerstand spannten sich die Forschungen des Projektes bis in die Gegenwart. Im familiären Umfeld von ehemaligen SOE-Agenten wurde unterschiedliches Erinnern eruiert, das von völliger Unkenntnis bis zu "heldenhaften" Rezeptionen reicht. Die öffentliche Rezeption war vielfach von negativ belegten Metaphern wie "Agenten", "Deserteure" oder "Verräter" sowie von Ausschluss und Verschleierungen im kulturellen Gedächtnis geprägt.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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