Organisieren von Arbeit als ethisch-ästhetische Praktik
Organizing work ethico-aesthetic practice
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (20%); Andere Technische Wissenschaften (25%); Soziologie (25%); Wirtschaftswissenschaften (30%)
Keywords
-
Organisation,
Arbeit,
Ethik,
Ästhetik,
Kreativität,
Subjektivität
Wir erleben derzeit fundamentale Umbrüche in der Organisation von Arbeit. Diese stellen den arbeitenden Menschen ebenso wie auch Organisationen vor grundlegend neue Herausforderungen. Das Projekt zielt darauf ab, auf diese Herausforderungen theoretisch-konzeptionell und empirisch adäquat zu antworten. Es geht insbesondere darum, "Organisation" in einer Weise neu zu denken, die über eine technisch-instrumentelle Sicht hinausgeht, und Fragen der Ethik und der Kreativität/Ästhetik zu einem immanenten Bestandteil organisierender Praktiken zu machen. Empirisch fokussiert das Projekt auf Praktiken des Organisierens in dem zunehmend bedeutenden aber bislang wenig untersuchten Feld der so genannten "creative industries". In diesem Feld erscheinen "culturepreneure" und die Entfaltung ihrer Kreativität als zentrale Faktoren, die den Erfolg wie auch die Form der Organisation entscheidend bestimmen. In Hinblick auf die Organisation von Arbeit wird diesem Bereich eine Vorreiterrolle zugeschrieben. Er ist in vielerlei Hinsicht paradigmatisch für neue "postdisziplinäre" Formen der Organisation von Arbeit, die sich durch ein hohes Maß an Flexibilität, Mobilität, Kreativität, Selbstverantwortung und Selbstmanagement auszeichnen. Die Analyse der (kreativen) Möglichkeiten wie auch der Limitierungen und Zwänge, die mit diesen Arbeits- und Organisationsformen verbunden sind, verspricht damit Einsichten, die weit über den Bereich der "creative industries" hinausgehen. Die Untersuchung von Praktiken des Organisierens in dieser Branche (insbesondere Musikindustrie, Theater und Architekturbereich) ermöglicht, (i) ein vertieftes Verständnis der Effekte und Wirkungen, die unterschiedliche Formen der Arbeit und ihre jeweiligen Organisationsweisen auf die Lebenswelt von arbeitenden Menschen und damit verbunden auch deren Subjektivitäten haben. Sie stellt (ii) eine empirische Basis für ein "grounded theorizing" dar, das zu einer Neukonzeptionalisierung von Management und Organisation von Arbeit als ethisch- ästhetische/kreative Praxis führen wird. Neben dieser theoretisch-konzeptionellen Innovation erlaubt die Untersuchung dieses Bereiches (iii) genuine empirische Einsichten in einen Sektor, dem in Hinblick auf die Entwicklung von Arbeits- und Organisationsformen ein großes prognostisches Potenzial zugeschrieben wird. Es ist damit ein hohes Maß an "cross-fertilization" zu erwarten.
Wir erleben derzeit fundamentale Umbrüche in der Organisation von Arbeit. Diese stellen den arbeitenden Menschen ebenso wie auch Organisationen vor grundlegend neue Herausforderungen. Das Projekt zielt darauf ab, auf diese Herausforderungen theoretisch-konzeptionell und empirisch adäquat zu antworten. Es geht insbesondere darum, "Organisation" in einer Weise neu zu denken, die über eine technisch-instrumentelle Sicht hinausgeht, und Fragen der Ethik und der Kreativität/Ästhetik zu einem immanenten Bestandteil organisierender Praktiken zu machen. Empirisch fokussiert das Projekt auf Praktiken des Organisierens in dem zunehmend bedeutenden aber bislang wenig untersuchten Feld der so genannten "creative industries". In diesem Feld erscheinen "culturepreneure" und die Entfaltung ihrer Kreativität als zentrale Faktoren, die den Erfolg wie auch die Form der Organisation entscheidend bestimmen. In Hinblick auf die Organisation von Arbeit wird diesem Bereich eine Vorreiterrolle zugeschrieben. Er ist in vielerlei Hinsicht paradigmatisch für neue "postdisziplinäre" Formen der Organisation von Arbeit, die sich durch ein hohes Maß an Flexibilität, Mobilität, Kreativität, Selbstverantwortung und Selbstmanagement auszeichnen. Die Analyse der (kreativen) Möglichkeiten wie auch der Limitierungen und Zwänge, die mit diesen Arbeits- und Organisationsformen verbunden sind, verspricht damit Einsichten, die weit über den Bereich der "creative industries" hinausgehen. Die Untersuchung von Praktiken des Organisierens in dieser Branche (insbesondere Musikindustrie, Theater und Architekturbereich) ermöglicht, (i) ein vertieftes Verständnis der Effekte und Wirkungen, die unterschiedliche Formen der Arbeit und ihre jeweiligen Organisationsweisen auf die Lebenswelt von arbeitenden Menschen und damit verbunden auch deren Subjektivitäten haben. Sie stellt (ii) eine empirische Basis für ein "grounded theorizing" dar, das zu einer Neukonzeptionalisierung von Management und Organisation von Arbeit als ethisch- ästhetische/kreative Praxis führen wird. Neben dieser theoretisch-konzeptionellen Innovation erlaubt die Untersuchung dieses Bereiches (iii) genuine empirische Einsichten in einen Sektor, dem in Hinblick auf die Entwicklung von Arbeits- und Organisationsformen ein großes prognostisches Potenzial zugeschrieben wird. Es ist damit ein hohes Maß an "cross-fertilization" zu erwarten.
- Universität Innsbruck - 100%
Research Output
- 189 Zitationen
- 4 Publikationen
-
2020
Titel Determination of ammonia and hydrogen sulfide emissions from a commercial dairy farm with an exercise yard and the health-related impact for residents DOI 10.1007/s11356-020-09858-y Typ Journal Article Autor Wu C Journal Environmental Science and Pollution Research Seiten 37684-37698 Link Publikation -
2009
Titel How Can I Become a Responsible Subject? Towards a Practice-Based Ethics of Responsiveness DOI 10.1007/s10551-009-0041-0 Typ Journal Article Autor Loacker B Journal Journal of Business Ethics Seiten 265 Link Publikation -
2013
Titel Becoming ‘culturpreneur’: How the ‘neoliberal regime of truth’ affects and redefines artistic subject positions DOI 10.1080/14759551.2011.644671 Typ Journal Article Autor Loacker B Journal Culture and Organization Seiten 124-145 -
2011
Titel Management of human capital: discipline, security and controlled circulation in HRM DOI 10.1177/1350508411416536 Typ Journal Article Autor Weiskopf R Journal Organization Seiten 685-702