Abiotische und biotische Faktoren der Keimlingsetablierung
Abiotic and biotic drivers of seedling recruitment
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (100%)
Keywords
-
Establishment,
Frost Resistance,
Germination,
Heat Resistance,
Safe Sites,
Water Deficiency
Keimung und Etablierung sind die zentralen Prozesse bei der Neubesiedelung von unbewachsenen Flächen. Junge Moränenflächen in Gletschervorfeldern stellen ideale Versuchsfelder dar, um diese Prozesse zu studieren. Hier dürften nämlich die abiotischen Faktoren Frost, Hitze, Wassermangel eine entscheidende Rolle für die Ansiedelung von Pflanzen spielen. Empirische Untersuchungen über die Auswirkungen dieser Faktoren auf Gletschervorfeldarten sind kaum vorhanden. Schutzstellen wurden auch im Gletschervorfeld als entscheidend für die Keimung erkannt. Es blieb bisher jedoch unklar, ob Schutzstellen auch für die dauerhafte Etablierung an solchen Extremstandorten notwendig sind. Die biotischen Aspekte der Keimung und Etablierung im Hochgebirge wurden nur sehr vage erforscht. Wir können davon ausgehen, dass nicht nur Interaktionen zwischen etablierten Pflanzen vorkommen, sondern dass auch Signale zwischen Samen und Keimlingen bzw. Keimlingen und etablierten Pflanzen auftreten könnten. Das vorliegende Projekt integriert populationsbiologische und ökophysiologische Methoden, um die Resistenz von Samen und die Keimlings- und Etablierungsphasen von Gletschervorfeldarten umfassend zu analysieren. Die Auswirkungen von tiefen bzw. hohen Temperaturen und Trockenheit auf Samen und Keimlinge bzw. die biotischen Interaktionen im Verlauf von Keimung und Etablierung werden mit Hilfe von Experimenten im Gelände und in der Klimakammer untersucht. Die zentrale Frage ist dabei, wie Samen - Keimlinge - juvenile Pflanzen mit ungünstigen abiotischen Bedingungen zurechtkommen bzw. wie sie mit ihrer intra- und interspezifischen Nachbarschaft umgehen. Die Bedeutung der Mykorrhizierung für die Etablierung von Pflanzen im Gletschervorfeld soll ebenfalls untersucht werden. Grundlegende Erkenntnisse zur Ökologie der Besiedelung im Hochgebirge werden erwartet. Die Prozesse der Neuansiedlung und Primärsukzession im Gletschervorfeld können als Modell gelten für die Regeneration von Pflanzengesellschaften auf natürlichen und anthropogenen Störflächen, die neu oder wiederbesiedelt werden.
Keimung und Etablierung sind die zentralen Prozesse bei der Neubesiedelung von unbewachsenen Flächen. Junge Moränenflächen in Gletschervorfeldern stellen ideale Versuchsfelder dar, um diese Prozesse zu studieren. Hier dürften nämlich die abiotischen Faktoren Frost, Hitze, Wassermangel eine entscheidende Rolle für die Ansiedelung von Pflanzen spielen. Empirische Untersuchungen über die Auswirkungen dieser Faktoren auf Gletschervorfeldarten sind kaum vorhanden. Schutzstellen wurden auch im Gletschervorfeld als entscheidend für die Keimung erkannt. Es blieb bisher jedoch unklar, ob Schutzstellen auch für die dauerhafte Etablierung an solchen Extremstandorten notwendig sind. Die biotischen Aspekte der Keimung und Etablierung im Hochgebirge wurden nur sehr vage erforscht. Wir können davon ausgehen, dass nicht nur Interaktionen zwischen etablierten Pflanzen vorkommen, sondern dass auch Signale zwischen Samen und Keimlingen bzw. Keimlingen und etablierten Pflanzen auftreten könnten. Das vorliegende Projekt integriert populationsbiologische und ökophysiologische Methoden, um die Resistenz von Samen und die Keimlings- und Etablierungsphasen von Gletschervorfeldarten umfassend zu analysieren. Die Auswirkungen von tiefen bzw. hohen Temperaturen und Trockenheit auf Samen und Keimlinge bzw. die biotischen Interaktionen im Verlauf von Keimung und Etablierung werden mit Hilfe von Experimenten im Gelände und in der Klimakammer untersucht. Die zentrale Frage ist dabei, wie Samen - Keimlinge - juvenile Pflanzen mit ungünstigen abiotischen Bedingungen zurechtkommen bzw. wie sie mit ihrer intra- und interspezifischen Nachbarschaft umgehen. Die Bedeutung der Mykorrhizierung für die Etablierung von Pflanzen im Gletschervorfeld soll ebenfalls untersucht werden. Grundlegende Erkenntnisse zur Ökologie der Besiedelung im Hochgebirge werden erwartet. Die Prozesse der Neuansiedlung und Primärsukzession im Gletschervorfeld können als Modell gelten für die Regeneration von Pflanzengesellschaften auf natürlichen und anthropogenen Störflächen, die neu oder wiederbesiedelt werden.
- Universität Innsbruck - 51%
- Universität Innsbruck - 49%
- Gilbert Neuner, Universität Innsbruck , assoziierte:r Forschungspartner:in
Research Output
- 226 Zitationen
- 6 Publikationen
-
2012
Titel Frost as a limiting factor for recruitment and establishment of early development stages in an alpine glacier foreland? DOI 10.1111/j.1654-1103.2012.01411.x Typ Journal Article Autor Marcante S Journal Journal of Vegetation Science Seiten 858-868 -
2011
Titel Correspondence of seed traits with niche position in glacier foreland succession DOI 10.1007/s11258-011-9981-4 Typ Journal Article Autor Schwienbacher E Journal Plant Ecology Seiten 371-382 -
2014
Titel Heat tolerance of early developmental stages of glacier foreland species in the growth chamber and in the field DOI 10.1007/s11258-014-0361-8 Typ Journal Article Autor Marcante S Journal Plant Ecology Seiten 747-758 Link Publikation -
2011
Titel Can successional species groups be discriminated based on their life history traits? A study from a glacier foreland in the Central Alps DOI 10.1080/17550874.2012.664573 Typ Journal Article Autor Erschbamer B Journal Plant Ecology & Diversity Seiten 341-351 -
2011
Titel Seed dormancy in alpine species DOI 10.1016/j.flora.2011.05.001 Typ Journal Article Autor Schwienbacher E Journal Flora - Morphology, Distribution, Functional Ecology of Plants Seiten 845-856 Link Publikation -
2011
Titel Colonization of experimentally created gaps along an alpine successional gradient DOI 10.1007/s11258-011-9934-y Typ Journal Article Autor Cichini K Journal Plant Ecology Seiten 1613-1627