Patriarchat und Kommune: Friaul und der Westen bis 1251
Patriarchy and Community: Friuli and the West until 1251
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
-
Edition,
Friaul,
Urkunden,
Veneto,
Mittelalter
Das beantragte Projekt ist eigenständiger Teil des vom Antragsteller betriebenen größeren Unternehmens "Urkundenbuch des Patriarchats Aquileia" (bis 1251), für welches die Österreichische Akademie der Wissenschaften eine eigene Buchreihe eröffnet hat. Nach zwei institutionell ausgerichteten Editionen (zu den Klöstern Moggio und S. Maria zu Aquileia) und nach einer dritten Edition zu den Beziehungen zwischen dem Patriarchat Aquileia und der Republik Venedig geht es jetzt neuerlich um ein territorial angelegtes Teilvorhaben, nämlich um die Sammlung und kritische Edition jener Dokumente, welche die Beziehungen des Patriarchats zu seinen westlichen Nachbarn innerhalb der Kirchenprovinz Aquileia betreffen, vor allem zur unmittelbar benachbarten Kommune Treviso. Die Beziehungen zwischen diesen Nachbarn waren wechselvoll und sind geradezu ein Lehrbeispiel für die Konkurrenz zwischen zwei verschiedenen politischen Systemen, und das über den Grenzfluss Livenza hinweg, der mit Bezug auf das Hochmittelalter öfters als "Grenze Italiens" angesprochen wurde und wird. Doch leidet die Forschung gerade hier - trotz verdienstvoller Anstrengungen in jüngster Zeit - an einer sehr ungenügenden Erschließung der Quellen. Die verfügbare Literatur muss sich auf immer dieselben und oft völlig überholten Drucke, Auszüge, Regesten oder Notizen, vielfach aus dem 18. Jahrhundert, beziehen. Dem Mangel an verlässlichen Texten soll mittels der geplanten Edition der Dokumente abgeholfen werden. Nach den bisherigen Sondierungen des Projektleiters in fast allen einschlägigen Archiven und Bibliotheken von Cividale bis Trient und Como handelt es sich jedenfalls um mehr als 150 Urkunden. Was ins Auge sticht, ist die extrem breite Streuung der archivalischen Quellen bzw. der Überlieferungen und Notizen im Schrifttum, sodass noch mit Überraschungen gerechnet werden kann. In drei Jahren sollen die Dokumente publikationsreif vorliegen, samt begleitenden Erörterungen sowie Namen- und Wortregister. Da zum Zeitpunkt der Antragstellung - der Natur des Projekts entsprechend - noch keine wirklich genauen Voraussagen über die Zahl der zu edierenden Urkunden möglich sind, ist eine gewisse Elastizität vonnöten: In erster Linie sollen die Beziehungen des Patriarchats Aquileia zu Treviso, in zweiter Linie jene zum oberen Piavetal (Belluno, Feltre), und in dritter zu Padua dokumentiert werden (die Einbeziehung auch von Vicenza, Verona, Brescia, Trient, Mantua und Como erscheint für ein Drei- Jahres-Projekt von vornherein als unrealistisch). Auf diese Weise wird gewährleistet, dass auch im Falle überraschenden Mehranfalles von Texten oder im Fall größerer urkundenkritischer Überraschungen und entsprechender Mehrarbeit nach Ablauf der Projektlaufzeit eine in sich abgeschlossene Edition in druckreifer Form vorgelegt werden kann.
Das beantragte Projekt ist eigenständiger Teil des vom Antragsteller betriebenen größeren Unternehmens "Urkundenbuch des Patriarchats Aquileia" (bis 1251), für welches die Österreichische Akademie der Wissenschaften eine eigene Buchreihe eröffnet hat. Nach zwei institutionell ausgerichteten Editionen (zu den Klöstern Moggio und S. Maria zu Aquileia) und nach einer dritten Edition zu den Beziehungen zwischen dem Patriarchat Aquileia und der Republik Venedig geht es jetzt neuerlich um ein territorial angelegtes Teilvorhaben, nämlich um die Sammlung und kritische Edition jener Dokumente, welche die Beziehungen des Patriarchats zu seinen westlichen Nachbarn innerhalb der Kirchenprovinz Aquileia betreffen, vor allem zur unmittelbar benachbarten Kommune Treviso. Die Beziehungen zwischen diesen Nachbarn waren wechselvoll und sind geradezu ein Lehrbeispiel für die Konkurrenz zwischen zwei verschiedenen politischen Systemen, und das über den Grenzfluss Livenza hinweg, der mit Bezug auf das Hochmittelalter öfters als "Grenze Italiens" angesprochen wurde und wird. Doch leidet die Forschung gerade hier - trotz verdienstvoller Anstrengungen in jüngster Zeit - an einer sehr ungenügenden Erschließung der Quellen. Die verfügbare Literatur muss sich auf immer dieselben und oft völlig überholten Drucke, Auszüge, Regesten oder Notizen, vielfach aus dem 18. Jahrhundert, beziehen. Dem Mangel an verlässlichen Texten soll mittels der geplanten Edition der Dokumente abgeholfen werden. Nach den bisherigen Sondierungen des Projektleiters in fast allen einschlägigen Archiven und Bibliotheken von Cividale bis Trient und Como handelt es sich jedenfalls um mehr als 150 Urkunden. Was ins Auge sticht, ist die extrem breite Streuung der archivalischen Quellen bzw. der Überlieferungen und Notizen im Schrifttum, sodass noch mit Überraschungen gerechnet werden kann. In drei Jahren sollen die Dokumente publikationsreif vorliegen, samt begleitenden Erörterungen sowie Namen- und Wortregister. Da zum Zeitpunkt der Antragstellung - der Natur des Projekts entsprechend - noch keine wirklich genauen Voraussagen über die Zahl der zu edierenden Urkunden möglich sind, ist eine gewisse Elastizität vonnöten: In erster Linie sollen die Beziehungen des Patriarchats Aquileia zu Treviso, in zweiter Linie jene zum oberen Piavetal (Belluno, Feltre), und in dritter zu Padua dokumentiert werden (die Einbeziehung auch von Vicenza, Verona, Brescia, Trient, Mantua und Como erscheint für ein Drei- Jahres-Projekt von vornherein als unrealistisch). Auf diese Weise wird gewährleistet, dass auch im Falle überraschenden Mehranfalles von Texten oder im Fall größerer urkundenkritischer Überraschungen und entsprechender Mehrarbeit nach Ablauf der Projektlaufzeit eine in sich abgeschlossene Edition in druckreifer Form vorgelegt werden kann.
- Universität Graz - 100%