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Typ I Interferone und angeborene Immunität gegen Bakterien

Type I interferons in innate immunity against bacteria

Thomas Decker (ORCID: 0000-0001-9683-0620)
  • Grant-DOI 10.55776/P20522
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.01.2008
  • Projektende 31.12.2011
  • Bewilligungssumme 370.598 €

Wissenschaftsdisziplinen

Biologie (60%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (40%)

Keywords

    Interferons, Mirna, Bacteria, Macrophages, Signal Transduction, Dendritic Cells

Abstract Endbericht

Typ I Interferone (IFN-I) bilden eine Familie von Cytokinen, welche die immunmodulatorischen IFN-alpha uns IFN-beta beinhält. IFN-I werden gebildet wenn Zellen mit pathogenen Mikroorganismen konfrontiert sind und diese mit Hilfe von "pattern recognition" Rezeptoren (PRR) aufspüren. Eine Vielzahl von PRR erkennen mikrobielle Moleküle entweder an der Wirtszell-Oberfläche, in Endosomen, oder im Cytoplasma. Listeria monocytogenes ist ein Gram-positives, stäbchenförmiges Bakterium welches in Wirtszellen eindringt und sich dort vermehrt. Die intrazelluläre Vermehrung ist durch die Synthese listerieller Proteine wie dem Listeriolysin O möglich, welche die Disruption endo- oder phagocytischer Vesikel herbeiführen. Die Erkennung erfolgt mit PRR der Plasma- oder endosomalen Membran, oder des Cytoplasmas. In den meisten Wirtszell-Typen lösen letztere eine Signalkaskade aus, welche zur Expression der IFN-I Gene führt. In früheren Arbeiten konnten wir und andere Arbeitsgruppen am Beispiel der Maus zeigen, dass die IFN-I Produktion der durch Listerien infizierten Zellen für den Wirtsorganismus von Nachteil ist und ihn für einen lethalen Infektionsverlauf empfindlicher macht. Dies steht in deutlichem Gegensatz zu anderen, vor allem viralen Infektionen, wo die Bereitstellung von IFN-I eindeutig mit beschleunigter Heilung und einer erhöhten Überlebensrate korreliert ist. Eine Erklärung für die schädliche Wirkung ist das erhöhte Absterben von Effektorzellen des Immunsystems, wenn diese mit Listerien oder ihren Produkten konfrontiert werden. Das wesentliche Ziel dieses Antrags ist eine Erklärung dafür zu erarbeiten, warum IFN-I als eine Gruppe üblicherweise im Sinne des Wirtsorganismus agierender Cytokine im Falle der Listerieninfektion zu Bösewichtern wird. Hierzu schlagen wir Experimente vor, die zu einer Identifizierung der zur IFN-I Produktion in infizierten Mäusen notwendigen Zellen und Signale führen. Hierzu komplementäre Studien sollen den Zelltyp oder die Zelltyen identifizieren, die durch ihre Antwort auf IFN-I deren Effekt zum Nachteil des infizierten Organismus` hervorbringen. Die hierdurch erzielten Ergebnisse sind Voraussetzung dafür, dass eine Aussage darüber getroffen werden kann ob Synthese von, und Antwort auf IFN-I durch Zellen im direkten Kontakt geschehen, oder ob es sich um eine Fernwirkung handelt. Weiterhin werden sie erlauben zu ermitteln, ob die nachteilige IFN-I Wirkung ausschliesslich auf einer erhöhten Todesrate von Effektorzellen beruht. Zu einem grösseren Verständnis der Regulation der zellulären Antwort auf Listerien wollen wir durch die Identifizierung von durch Infektion induzierten micro RNAs (miRNAs) beitragen. Wir werden untersuchen, ob ein Teil der während Infektion gebildeten miRNAs durch IFN-I reguliert werden. Weiterhin wollen wir eine funktionelle Inaktivierung der identifizierten miRNAs bewirken, und deren Auswirkung auf den Infektionsverlauf nach Aufnahme von L. monocytogenes bestimmen. In iher Gesamtheit werden unsere Studien zu einem besseren Verständnis der angeborenen Immunantowrt auf Listerien als Beispiel eines nichtviralen intrazellulären Pathogenes beitragen. Sie werden Ursachen dafür hervorbringen, aus denen IFN-I den Verlauf eine Listerieninfektion negativ beeinflussen können.

Typ I Interferone (IFN-I) bilden eine Familie von Cytokinen, welche die immunmodulatorischen IFN-alpha uns IFN-beta beinhält. IFN-I werden gebildet wenn Zellen mit pathogenen Mikroorganismen konfrontiert sind und diese mit Hilfe von "pattern recognition" Rezeptoren (PRR) aufspüren. Eine Vielzahl von PRR erkennen mikrobielle Moleküle entweder an der Wirtszell-Oberfläche, in Endosomen, oder im Cytoplasma. Listeria monocytogenes ist ein Gram-positives, stäbchenförmiges Bakterium welches in Wirtszellen eindringt und sich dort vermehrt. Die intrazelluläre Vermehrung ist durch die Synthese listerieller Proteine wie dem Listeriolysin O möglich, welche die Disruption endo- oder phagocytischer Vesikel herbeiführen. Die Erkennung erfolgt mit PRR der Plasma- oder endosomalen Membran, oder des Cytoplasmas. In den meisten Wirtszell-Typen lösen letztere eine Signalkaskade aus, welche zur Expression der IFN-I Gene führt. In früheren Arbeiten konnten wir und andere Arbeitsgruppen am Beispiel der Maus zeigen, dass die IFN-I Produktion der durch Listerien infizierten Zellen für den Wirtsorganismus von Nachteil ist und ihn für einen lethalen Infektionsverlauf empfindlicher macht. Dies steht in deutlichem Gegensatz zu anderen, vor allem viralen Infektionen, wo die Bereitstellung von IFN-I eindeutig mit beschleunigter Heilung und einer erhöhten Überlebensrate korreliert ist. Eine Erklärung für die schädliche Wirkung ist das erhöhte Absterben von Effektorzellen des Immunsystems, wenn diese mit Listerien oder ihren Produkten konfrontiert werden. Das wesentliche Ziel dieses Antrags ist eine Erklärung dafür zu erarbeiten, warum IFN-I als eine Gruppe üblicherweise im Sinne des Wirtsorganismus agierender Cytokine im Falle der Listerieninfektion zu Bösewichtern wird. Hierzu schlagen wir Experimente vor, die zu einer Identifizierung der zur IFN-I Produktion in infizierten Mäusen notwendigen Zellen und Signale führen. Hierzu komplementäre Studien sollen den Zelltyp oder die Zelltyen identifizieren, die durch ihre Antwort auf IFN-I deren Effekt zum Nachteil des infizierten Organismus` hervorbringen. Die hierdurch erzielten Ergebnisse sind Voraussetzung dafür, dass eine Aussage darüber getroffen werden kann ob Synthese von, und Antwort auf IFN-I durch Zellen im direkten Kontakt geschehen, oder ob es sich um eine Fernwirkung handelt. Weiterhin werden sie erlauben zu ermitteln, ob die nachteilige IFN-I Wirkung ausschliesslich auf einer erhöhten Todesrate von Effektorzellen beruht. Zu einem grösseren Verständnis der Regulation der zellulären Antwort auf Listerien wollen wir durch die Identifizierung von durch Infektion induzierten micro RNAs (miRNAs) beitragen. Wir werden untersuchen, ob ein Teil der während Infektion gebildeten miRNAs durch IFN-I reguliert werden. Weiterhin wollen wir eine funktionelle Inaktivierung der identifizierten miRNAs bewirken, und deren Auswirkung auf den Infektionsverlauf nach Aufnahme von L. monocytogenes bestimmen. In iher Gesamtheit werden unsere Studien zu einem besseren Verständnis der angeborenen Immunantowrt auf Listerien als Beispiel eines nichtviralen intrazellulären Pathogenes beitragen. Sie werden Ursachen dafür hervorbringen, aus denen IFN-I den Verlauf eine Listerieninfektion negativ beeinflussen können.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Paul Hertzog, Monash University - Australien
  • Friedemann Horn, Universitätsklinikum Leipzig - Deutschland

Research Output

  • 773 Zitationen
  • 10 Publikationen
Publikationen
  • 2012
    Titel Both TLR2 and TRIF Contribute to Interferon-ß Production during Listeria Infection
    DOI 10.1371/journal.pone.0033299
    Typ Journal Article
    Autor Aubry C
    Journal PLoS ONE
    Link Publikation
  • 2011
    Titel LipA, a Tyrosine and Lipid Phosphatase Involved in the Virulence of Listeria monocytogenes
    DOI 10.1128/iai.05073-11
    Typ Journal Article
    Autor Kastner R
    Journal Infection and Immunity
    Seiten 2489-2498
    Link Publikation
  • 2009
    Titel Interferons Direct an Effective Innate Response to Legionella pneumophila Infection*
    DOI 10.1074/jbc.m109.018283
    Typ Journal Article
    Autor Plumlee C
    Journal Journal of Biological Chemistry
    Seiten 30058-30066
    Link Publikation
  • 2009
    Titel Characterization of the Interferon-Producing Cell in Mice Infected with Listeria monocytogenes
    DOI 10.1371/journal.ppat.1000355
    Typ Journal Article
    Autor Stockinger S
    Journal PLoS Pathogens
    Link Publikation
  • 2008
    Titel Novel functions of type I interferons revealed by infection studies with Listeria monocytogenes
    DOI 10.1016/j.imbio.2008.07.020
    Typ Journal Article
    Autor Stockinger S
    Journal Immunobiology
    Seiten 889-897
  • 2008
    Titel Stimulation of Inducible Nitric Oxide Synthase Expression by Beta Interferon Increases Necrotic Death of Macrophages upon Listeria monocytogenes Infection
    DOI 10.1128/iai.01251-07
    Typ Journal Article
    Autor Zwaferink H
    Journal Infection and Immunity
    Seiten 1649-1656
    Link Publikation
  • 2008
    Titel IFN-ß Increases Listeriolysin O-Induced Membrane Permeabilization and Death of Macrophages
    DOI 10.4049/jimmunol.180.6.4116
    Typ Journal Article
    Autor Zwaferink H
    Journal The Journal of Immunology
    Seiten 4116-4123
    Link Publikation
  • 2008
    Titel Mycobacteria-induced granuloma necrosis depends on IRF-1
    DOI 10.1111/j.1582-4934.2008.00470.x
    Typ Journal Article
    Autor Aly S
    Journal Journal of Cellular and Molecular Medicine
    Seiten 2069-2082
    Link Publikation
  • 2008
    Titel The DEAD-box helicase DDX3X is a critical component of the TANK-binding kinase 1-dependent innate immune response
    DOI 10.1038/emboj.2008.126
    Typ Journal Article
    Autor Soulat D
    Journal The EMBO Journal
    Seiten 2135-2146
    Link Publikation
  • 2010
    Titel Nonconventional Initiation Complex Assembly by STAT and NF-?B Transcription Factors Regulates Nitric Oxide Synthase Expression
    DOI 10.1016/j.immuni.2010.07.001
    Typ Journal Article
    Autor Farlik M
    Journal Immunity
    Seiten 25-34
    Link Publikation

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