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2000 Jahre Eisenproduktion in Hüttenberg - Archäologie

2000 years of iron production in Hüttenberg - archaeology

Brigitte Cech (ORCID: 0000-0002-8313-069X)
  • Grant-DOI 10.55776/P20641
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.03.2008
  • Projektende 31.08.2011
  • Bewilligungssumme 296.439 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Naturwissenschaften (20%); Geschichte, Archäologie (80%)

Keywords

    Archaeology, Ferrum Noricum, Roman iron production, Material Culture Of An Industrial Site, Roman industrial site, Metallurgy

Abstract Endbericht

Archäologische Forschungen auf der Fundstelle Semlach/Eisner in Hüttenberg, Kärnten, Südösterreich begannen im Jahr 2003 mit einem Projekt des Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (2003- 2006, letztes Jahr kostenneutrale Verlängerung) und wuden 2006 und 2007 mit Mitteln aus dem EU-Projekt "Iron Route" fortgesetzt. Die bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass die Fundstelle Semlach/Eisner die wichtigste Produktionsstätte von Ferrum Noricum ist. Nach dem derzeitigen Forschungsstand begann die Eisenproduktion auf dieser Fundstelle in der 2. Hälfte des 1. Jhs. v. Chr. und dauerte bis zur Mitte des 4. Jhs. n. Chr. Die Ausdehnung der Fundstelle beträgt rund 50.000m. Neben Eisenschmelzöfen wurden auch Wohn- beziehungsweise Verwaltungsgebäude gefunden. Die Publikation der Ergebnisse der Grabungen 2003-2005 ist in Vorbereitung. Das neue Projekt hat folgende Ziele: 1. Geländebegehungen auf der Fundstelle Semlach/Eisner und die Kartierung von Spuren menschlicher Tätigkeit (Schlackenhalden, künstliche Terrassierungen etc.) dienen der Festlegung der Größe der Fundstelle und dem besseren Verständnis ihrer Struktur. 2. Die geplanten archäologischen Untersuchungen auf der Fundstelle Semlach/Eisner dienen dem Studium der Infrastruktur eines antiken Industriestandortes, seiner räumlichen Organisation, zum Beispiel Standorte von Schmelzöfen und Schmiedeessen in Relation zu Wohn- und Verwaltungsgebäuden, und der Veränderung dieser Strukturen im Lauf der jahrhundertelangen Nutzung dieses Standortes. Das Studium der archäologischen Funde (Metallfunde, Keramik, Glas, Tierknochen) trägt zum Verständnis der Arbeits- und Lebensumstände der auf einem entlegenen Industriestandort arbeitenden Menschen bei. 3. Die Publikation der Forschungsergebnisse der Jahre 2006 und 2007, sowie die Vorbereitung der Publikation der in diesem neuen Projekt erarbeiteten Ergebnisse. 4. Um einen Überblick über die Eisenproduktion am Hüttenberger Erzberg von ihrem Beginn bis ins Mittelalter zu gewinnen, werden umfassende Geländebegehungen durchgeführt. Aus der Literatur bekannte Schmelzplätze sowie bisher unbekannte Fundstellen werden kartiert. 5. Archäometallurgische Studien an Eisenobjekten von der Fundstelle Semlach/Eisner, sowie an Schlacken, Schmelzrückständen, Ofenwänden etc. werden als Dissertation am Institute of Archaeology, University College London durchgeführt. 6. Die literarischen und epigraphischen Quellen zum Ferrum Noricum werden zusammengestellt und in ihrem historischen Kontext interpretiert. Diese Studien werden in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Montanuniversität Leoben (geophysikalische Prospektion und paläomagnetische Datierung von Schmelzöfen) und der Universität für Bodenkultur, Wien (Holzartenbestimmung an Holzkohle und Dendrochronologie), sowie dem Institute of Archaeaology, University College London (Metallurgie) durchgeführt.

Archäologische Forschungen auf der Fundstelle Semlach/Eisner in Hüttenberg, Kärnten, Südösterreich begannen im Jahr 2003 mit einem Projekt des Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (2003- 2006, letztes Jahr kostenneutrale Verlängerung) und wuden 2006 und 2007 mit Mitteln aus dem EU-Projekt "Iron Route" fortgesetzt. Die bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass die Fundstelle Semlach/Eisner die wichtigste Produktionsstätte von Ferrum Noricum ist. Nach dem derzeitigen Forschungsstand begann die Eisenproduktion auf dieser Fundstelle in der 2. Hälfte des 1. Jhs. v. Chr. und dauerte bis zur Mitte des 4. Jhs. n. Chr. Die Ausdehnung der Fundstelle beträgt rund 50.000m. Neben Eisenschmelzöfen wurden auch Wohn- beziehungsweise Verwaltungsgebäude gefunden. Die Publikation der Ergebnisse der Grabungen 2003-2005 ist in Vorbereitung. Das neue Projekt hat folgende Ziele: 1. Geländebegehungen auf der Fundstelle Semlach/Eisner und die Kartierung von Spuren menschlicher Tätigkeit (Schlackenhalden, künstliche Terrassierungen etc.) dienen der Festlegung der Größe der Fundstelle und dem besseren Verständnis ihrer Struktur. 2. Die geplanten archäologischen Untersuchungen auf der Fundstelle Semlach/Eisner dienen dem Studium der Infrastruktur eines antiken Industriestandortes, seiner räumlichen Organisation, zum Beispiel Standorte von Schmelzöfen und Schmiedeessen in Relation zu Wohn- und Verwaltungsgebäuden, und der Veränderung dieser Strukturen im Lauf der jahrhundertelangen Nutzung dieses Standortes. Das Studium der archäologischen Funde (Metallfunde, Keramik, Glas, Tierknochen) trägt zum Verständnis der Arbeits- und Lebensumstände der auf einem entlegenen Industriestandort arbeitenden Menschen bei. 3. Die Publikation der Forschungsergebnisse der Jahre 2006 und 2007, sowie die Vorbereitung der Publikation der in diesem neuen Projekt erarbeiteten Ergebnisse. 4. Um einen Überblick über die Eisenproduktion am Hüttenberger Erzberg von ihrem Beginn bis ins Mittelalter zu gewinnen, werden umfassende Geländebegehungen durchgeführt. Aus der Literatur bekannte Schmelzplätze sowie bisher unbekannte Fundstellen werden kartiert. 5. Archäometallurgische Studien an Eisenobjekten von der Fundstelle Semlach/Eisner, sowie an Schlacken, Schmelzrückständen, Ofenwänden etc. werden als Dissertation am Institute of Archaeology, University College London durchgeführt. 6. Die literarischen und epigraphischen Quellen zum Ferrum Noricum werden zusammengestellt und in ihrem historischen Kontext interpretiert. Diese Studien werden in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Montanuniversität Leoben (geophysikalische Prospektion und paläomagnetische Datierung von Schmelzöfen) und der Universität für Bodenkultur, Wien (Holzartenbestimmung an Holzkohle und Dendrochronologie), sowie dem Institute of Archaeaology, University College London (Metallurgie) durchgeführt.

Forschungsstätte(n)
  • Stadt Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Thilo Rehren, The Cyprus Institute - Zypern

Research Output

  • 23 Zitationen
  • 2 Publikationen
Publikationen
  • 2011
    Titel Geomagnetic and Geoelectric Prospection on a Roman Iron Production Facility in Hüttenberg, Austria (Ferrum Noricum)
    DOI 10.1002/arp.412
    Typ Journal Article
    Autor Walach G
    Journal Archaeological Prospection
    Seiten 149-158
    Link Publikation
  • 2013
    Titel Finding the invisible smelt: using experimental archaeology to critically evaluate fieldwork methods applied to bloomery iron production remains
    DOI 10.1007/s12520-013-0141-8
    Typ Journal Article
    Autor Birch T
    Journal Archaeological and Anthropological Sciences
    Seiten 73-87

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