Flechtenbiodiversität in Refugien der Dinariden
Lichen diversity in Dinaric refugia
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (100%)
Keywords
-
Biodiversity,
Lichens,
Glacial Refugia,
Lichenicolous Fungi,
Dinarides,
Virgin Forests
Biodiversität kann auf verschiedenen Ebenen erfasst werden: als eine Anzahl von Lebensräumen in einem Gebiet, als eine Anzahl von Arten in einem Lebensraum, oder als genotypische Variabilität innerhalb einer Art. Wir ergänzen das Spektrum in der Form, dass auch Arten zur Biodiversität beitragen, wenn sie Wirt von vielen anderen Organismen sind. Eine integrative Methode wird in diesem Projekt angewandt, um die Diversität von Flechten und ihre Assoziationen mit Pilzen in Glazialrefugien des südlichen Dinarischen Gebirges zu untersuchen. Dieses Gebiet ist sehr attraktiv für Biodiversitätsstudien, weil es einige der letzten großen Urwälder in Europa beherbergt verbunden mit einer mannigfaltigen Topographie und einer hohen Dichte von unterschiedlichen Lebensräumen. Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zahl der bekannten Flechten sehr deutlich unter der tatsächlichen Diversität liegt. Das Projekt umfasst drei Teile: I) Ein umfassendes Inventar der Flechtendiversität, dokumentiert mittels einer Datenbank basierend auf Belegen. II) Eine populationsgenetische Untersuchung von drei ausgewählten Flechtenarten in Verbindung mit vergleichend biogeographischen Studien. III) Eine Untersuchung der flechtenbewohnenden Pilze und anderer mit Flechten assoziierten Organismen von ausgewählten Flechtenarten mit traditionellen und molekularen Methoden. Wir fanden, dass das Gebiet reich an Flechten ist, die in anderen Teilen Europas selten sind. Unter diesen können einige blättrige Arten in großen und genetisch unterschiedlichen Populationen auftreten, was sich sowohl in alten als auch in sich wieder angesiedelten Genotypen widerspiegeln kann. Wir erwarten auch, dass diese blättrigen Flechtenlager von einer hohen Diversität an assoziierten Pilzen besiedelt werden können, wenn sie ein hohes individuelles Alter in ungestörten Wäldern erreichen. Diese wenig untersuchte ökologische Nische kann durchaus bislang unbeschriebene Arten beherbergen. Wir wollen zeigen, dass die südlichen Dinariden eine Schatzkiste der Pilzdiversität sind wegen der vielfältigen Landschaftsstruktur verbunden mit den über lange Zeiträume ungestörten Lebensräumen.
Biodiversität kann auf verschiedenen Ebenen erfasst werden: als eine Anzahl von Lebensräumen in einem Gebiet, als eine Anzahl von Arten in einem Lebensraum, oder als genotypische Variabilität innerhalb einer Art. Wir ergänzen das Spektrum in der Form, dass auch Arten zur Biodiversität beitragen, wenn sie Wirt von vielen anderen Organismen sind. Eine integrative Methode wird in diesem Projekt angewandt, um die Diversität von Flechten und ihre Assoziationen mit Pilzen in Glazialrefugien des südlichen Dinarischen Gebirges zu untersuchen. Dieses Gebiet ist sehr attraktiv für Biodiversitätsstudien, weil es einige der letzten großen Urwälder in Europa beherbergt verbunden mit einer mannigfaltigen Topographie und einer hohen Dichte von unterschiedlichen Lebensräumen. Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zahl der bekannten Flechten sehr deutlich unter der tatsächlichen Diversität liegt. Das Projekt umfasst drei Teile: I) Ein umfassendes Inventar der Flechtendiversität, dokumentiert mittels einer Datenbank basierend auf Belegen. II) Eine populationsgenetische Untersuchung von drei ausgewählten Flechtenarten in Verbindung mit vergleichend biogeographischen Studien. III) Eine Untersuchung der flechtenbewohnenden Pilze und anderer mit Flechten assoziierten Organismen von ausgewählten Flechtenarten mit traditionellen und molekularen Methoden. Wir fanden, dass das Gebiet reich an Flechten ist, die in anderen Teilen Europas selten sind. Unter diesen können einige blättrige Arten in großen und genetisch unterschiedlichen Populationen auftreten, was sich sowohl in alten als auch in sich wieder angesiedelten Genotypen widerspiegeln kann. Wir erwarten auch, dass diese blättrigen Flechtenlager von einer hohen Diversität an assoziierten Pilzen besiedelt werden können, wenn sie ein hohes individuelles Alter in ungestörten Wäldern erreichen. Diese wenig untersuchte ökologische Nische kann durchaus bislang unbeschriebene Arten beherbergen. Wir wollen zeigen, dass die südlichen Dinariden eine Schatzkiste der Pilzdiversität sind wegen der vielfältigen Landschaftsstruktur verbunden mit den über lange Zeiträume ungestörten Lebensräumen.
- Universität Graz - 100%
- Danijela Stesevic, University of Podgorica - Montenegro
- Christoph Scheidegger, Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft - Schweiz
- Franc Batic, University of Ljubljana - Slowenien
- Bostjan Surina, University of Primorska - Slowenien
Research Output
- 114 Zitationen
- 7 Publikationen
-
2013
Titel Caloplaca anularis and Caloplaca scrobiculata are Distinct DOI 10.13158/heia.26.1.2013.21 Typ Journal Article Autor & J Journal Herzogia Seiten 21-29 -
2012
Titel Hitchhiking with forests: population genetics of the epiphytic lichen Lobaria pulmonaria in primeval and managed forests in southeastern Europe DOI 10.1002/ece3.341 Typ Journal Article Autor Scheidegger C Journal Ecology and Evolution Seiten 2223-2240 Link Publikation -
2013
Titel Lichenized fungi of a chestnut grove in Livari (Rumija, Montenegro) DOI 10.2478/botcro-2013-0006 Typ Journal Article Autor Mayrhofer H Journal Acta botanica Croatica Seiten 337-346 Link Publikation -
2015
Titel Lichenized and Lichenicolous Fungi from the Albanian Alps (Kosovo, Montenegro) DOI 10.13158/heia.28.2.2015.520 Typ Journal Article Autor Strasser E Journal Herzogia Seiten 520-544 Link Publikation -
2011
Titel Epiphytic Lichen Mycota of the Virgin Forest Reserve Rajhenavski Rog (Slovenia) DOI 10.13158/heia.24.2.2011.315 Typ Journal Article Autor Bilovitz P Journal Herzogia Seiten 315-324 Link Publikation -
2010
Titel A contribution to the taxonomy of the genus Rinodina (Physciaceae, lichenized Ascomycotina) using combined ITS and mtSSU rDNA data DOI 10.1017/s0024282910000186 Typ Journal Article Autor Nadyeina O Journal The Lichenologist Seiten 521-531 Link Publikation -
2010
Titel Epiphytic Lichens and Lichenicolous Fungi from the Northern Part of Montenegro DOI 10.13158/heia.23.2.2010.249 Typ Journal Article Autor Bilovitz P Journal Herzogia Seiten 249-256 Link Publikation