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Der Konflikt um die neue ATIB-Moschee in Bad Vöslau

The conflict concerning the new ATIB-mosque in Bad Vöslau

Ernst Fürlinger (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P21755
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 20.07.2009
  • Projektende 19.07.2012
  • Bewilligungssumme 99.785 €

Wissenschaftsdisziplinen

Philosophie, Ethik, Religion (100%)

Keywords

    Qualitative Religious Research, Mosque conflicts in Austria

Abstract Endbericht

Moscheekonflikte, wie sie aus zahlreichen Ländern der Europäischen Union bekannt sind, sind in Österreich ein relativ neues Phänomen. Sie setzen ein mit dem Konflikt um den Bau eines Minaretts neben einer bestehenden Gebetshalle in Telfs (Tirol) durch den lokalen ATIB-Verein im Herbst 2005 und setzen sich fort mit rund Konflikten um geplante oder bloß befürchtete Moscheebauprojekten in verschiedenen Bundesländern, u.a. in Kärnten (Spital an der Drau), Wien (Brigittenau) und in Vorarlberg (Bludenz). In der Regel geht es um Bauprojekte einer der größten muslimischen Organisationen in Österreich, der "Türkisch-Islamischen Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich" (ATIB = Avusturya Türk Islam Birligi), die dem Amt für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) der Republik Türkei unterstellt ist. Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf den Fall eines weiteren Moscheekonflikts, der österreichweit Aufmerksamkeit erregte: den sozialen Konflikt rund um den Bau einer neuen Moschee durch den lokalen ATIB- Verein in Bad Vöslau (Niederösterreich), der Ende 2006 bei der Stadtverwaltung Bad Vöslau beantragt wurde und der gegenwärtig im Bau ist. Es handelt sich um die einzige Moschee in Österreich, die sich zurzeit in Bau befindet. Mit Hilfe von Methoden der empirischen Religionsforschung - v.a. qualitativen, themenzentrierten Interviews mit den verschiedenen Akteuren im Konflikt rund um das Moscheeprojekt sowie Auswertung der Medienberichterstattung - sollen die unterschiedlichen Motive, Positionen und Sichtweisen relevanter sozialer Akteure erhoben werden. Durch die Analyse dieses sozialen Brennpunkts sollen gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen rund um die ethnisch-religiöse Pluralität der österreichischen Gesellschaft, vor allem die Präsenz der muslimischen Minderheit, deutlicher werden. In Absetzung von kulturalisierenden Ansätzen, die die Moscheekonflikte im Rahmen eines vereinfachenden kulturkontrastiven Modells eines "Zusammenpralls der Kulturen" interpretieren, sollen in dieser Studie die historischen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und sozialpsychologischen Faktoren der Konflikte rund um Moscheebauprojekte genauer beleuchtet werden. Darüber hinaus will die Studie einen Beitrag zur empirischen Erforschung des Islam in Österreich leisten, indem der Fall Vöslau im Kontext der aktuellen Entwicklungen rund um Moscheebauprojekte und die institutionellen Träger dieser Projekte in Österreich gesehen wird.

Dem Neubau einer Moschee in Bad Vöslau kommt eine historische Bedeutung zu: Es handelt sich um das - nach dem Islamischen Zentrum in Wien - zweite repräsentative, als Moschee errichtete Gebäude, sowie um den ersten Moscheeneubau durch eine Organisation der ehemaligen, aus der Türkei stammenden muslimischen Migranten in Österreich. In der öffentlichen Diskussion wurde der - durch eine Mediation erzielte - Kompromiss, was die architektonische Gestalt der neuen Moschee des Dachverbands ATIB betrifft, überwiegend als modellhaft bewertet. Die Ergebnisse der empirischen Studie, die zwischen 2009 und 2012 durchgeführt wurde, führen zu einem differenzierten Bild der Vorgänge. Die Darstellung des Verlaufs des Konflikts (Ende 2006-Mitte 2007) und seiner zentralen Akteure basiert primär auf der Auswertung von insgesamt 45 qualitativen, Leitfaden-gestützten Interviews mit VertreterInnen des Vereins ATIB Bad Vöslau sowie des Dachverbands ATIB Union, der Stadtregierung Bad Vöslau in der Mediation sowie der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Kultur (AEK), die sich in Bad Vöslau gegen den Moscheeneubau formiert hatte. Die Untersuchung konnte wichtige Aspekte des Konflikts zum Vorschein bringen, die in der öffentlichen Diskussion des Bauprojekts bisher nicht bekannt waren. Auf Basis der Interviews konnten Grundzüge des Verlaufs des Mediationsverfahrens nachgezeichnet werden, das unter asymmetrischen Bedingungen durchgeführt wurde. Ebenso konnte die personelle Zusammensetzung der anonym agierenden AEK eruiert und gezeigt werden, dass sich die Gruppe überwiegend aus Vertretern der lokalen und regionalen FPÖ sowie aus Vertretern einer freikirchlichen, evangelikal orientierten christlichen Gemeinde (Ichthys-Gemeinde in Wiener Neustadt) zusammensetzte, die zur Verhinderung der ursprünglich geplanten, klassischen Moscheearchitektur mit Kuppeln und Minaretten ein befristetes Zweckbündnis eingingen. Die Konfliktanalyse zeigt also die Bedeutung eines genuin religiösen Faktors auf eine radikale Ablehnung des Islam aus fundamentalistisch-christlichen Motiven -, der im Kontext anderer, u.a. parteipolitischer Interessen und Motive steht. Der Fall Bad Vöslau weist in dieser Hinsicht Parallelen zur Anti-Minarett-Initiative in der Schweiz auf, bei der sich eine evangelikale Gruppierung mit der Schweizer Volkspartei zusammenschloss. Ein weiteres überraschendes Ergebnis war, dass der erste architektonische Entwurf seitens des - vom Dachverband ATIB zur Verfügung gestellten Architekten eine zeitgenössische Moscheearchitektur vorsah, die jedoch vom lokalen Verein abgelehnt wurde. Insgesamt zeigt der Fall des Moscheeneubaus in Bad Vöslau die Spannungsverhältnisse auf, unter denen die Institutionalisierung des Islam in Österreich gegenwärtig vor sich geht. Der Fall repräsentiert eine dominierende Tendenz im Umgang mit dem Bau neuer Moscheen und Minarette in Österreich, die Sichtbarkeit der muslimischen Bauten im öffentlichen Raum so stark wie möglich zu beschränken und eine assimilative Politik durchzusetzen. Die Bewertung bleibt unterschiedlich: Was politisch als kluger Kompromiss betrachtet wird, erweist sich aus ethisch-normativer Sicht als Eingriff in das Grundrecht auf Religionsfreiheit.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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