Essen und Naschen in Maßen stellt gesundheitlich kein Problem dar, sondern ist Teil unserer Kultur
und Lebensqualität. Übermäßiger und langanhaltender Konsum von fett-, zucker- und salzhaltigen
Snacks kann aber sehr wohl die Gesundheit und das Wohlbefinden einschränken. Wenn es Personen
schwerfällt, trotz Sorgen um die Folgen dieses Essverhaltens ihren Konsum dieser Snacks
einzuschränken spricht man von food craving also einem starkem Verlangen, dem nur schwer zu
wiederstehen ist. Eine wesentliche Eigenschaft von solchen Craves ist, dass sie sich auf ein sehr
spezifisches Nahrungsmittel beziehen hier steht Schokolade meist weit oben auf der Liste.
Hierdurch lässt sich food craving auch von Hunger unterscheiden, der mit jeglichen Nahrungsmitteln
zu befriedigen ist. Diese Spezifität macht man sich bei neueren Trainingsansätzen zunutze. Anstatt
eines immer wiederkehrenden Griffs nach diesen Nahrungsmitteln sollen computerisierte Trainings
eine Wegbewegung von ebendiesen Nahrungsmitteln vermitteln. Am Computer oder Smartphone
werden in diesen Reaktionszeitstrainings wiederholt schnelle Wegbewegungen von verlockenden
Speisen trainiert. Dieses Verfahren hat sich in der Behandlung von Alkoholsucht bewährt. So
entstehen gegenläufige Assoziationen, die an entscheidenden Stellen in Nasch-Kreislauf
automatisch aktiviert werden. Im vorliegenden Programm werden verschiedene Versionen dieses
Programmes miteinander verglichen, um die optimalen Prozeduren zu finden, um Craving und
Konsum zu verringern. Diese werden dann der weiteren Öffentlichkeit gratis zu Verfügung gestellt
und in wissenschaftlichen Publikationen referiert.