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Regionalanästhesie im Kompartmentsyndrom

Regional anaesthesia in compartment syndrome

Gerhard Fritsch (ORCID: 0000-0002-4795-6662)
  • Grant-DOI 10.55776/P35425
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.04.2022
  • Projektende 31.03.2024
  • Bewilligungssumme 55.492 €

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (100%)

Keywords

    Compartmentsyndrome, Regional Anesthesia, Ischiadicus Block, Porcine Model

Abstract Endbericht

Der österreichische Forschungsförderungsfond unterstützt die präklinische Studie zum Thema Kompartmentsyndrom (KS) und Regional Anästhesie. Das Projekt wird als Kooperation zwischen dem LBI Trauma und der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin des Unfallkrankenhaus Salzburg durchgeführt. Das Kompartmentsyndrom tritt meistens an Körperextremitäten als Folge von Trauma oder Minderdurchblutung auf und kann schwere Funktionsstörungen oder sogar Verlust der betroffenen Extremität nach sich ziehen. Als pathophysiologisch ausschlaggebend wird ein Durchblutungsstop in der betroffenen Extremität gesehen, der sich innerhalb eines sogenannten Muskelkompartments abspielt. Muskelkompartments sind durch straffe Bindegewebsfaszien abgeschlossene Räume, in denen einzelne Muskeln oder Muskelgruppen liegen. Ist nun der Gewebsdruck in einem solchen Raum höher als der Perfusionsdruck im Gefässsystem, kann ein Kompartmentsyndrom entstehen. Regionalanästhesie wirkt im betroffenen Gebiet vasodilatierend und verstärkt somit die Perfusion. Bis jetzt sind den Autoren keine präklinischen Studien bekannt, die den Einfluss von Regionalanästhesie auf den Verlauf des Kompartmentsyndroms analysierten. Im klinischen Alltag spielt eine adäquate Schmerztherapie eine wesentliche Rolle, nicht nur um den Patientenkomfort zu optimieren, sondern auch um Komplikationen hintanzuhalten. Regionalanästhesie ist einerseits hoch effektiv, andersei ts aber ist ihre Anwendung im Rahmen eines Kompartmentsyndroms umstritten, da den Schmerz in der betroffenen Region unterdrückt und daher die Diagnose verzögern könnte. Um die Evidenz zu dem Thema zu verbessern werden wir eine prospektiv, randomisierte un d verblindete Studie im Tiermodell durchführen. Die Untersuchung wird vom Anästhesisten PD Dr. Gerhard Fritsch (UKH Salzburg) und dem lokalen Koordinator Dr. Johannes Zipperle am Ludwig Boltzmann Institut für Traumaforschung in Wien durchgeführt. Folgende Parameter werden im Rahmen des Projektes gemessen, dokumentiert und analysiert: Vitalparameter (EKG, Sauerstofsättigung, invasiver Blutdruck und Kompartmentdruck im Kompartment) und eine Serie an Laborparametern über den zeitlichen Verlauf des Experiments. Außerdem wird kontinuierlich die Sauerstoffversorgung im Gewebe mittels Mikroperfusion gemessen werden. Die Ergebnisse der Messungen werden hinsichtlich der Unterschiede zwischen den Gruppen untersucht werden. Die Forscher erwarten sich Erkenntnisse über den Einfluss von Regionalanästhesie auf das Kompartmentsyndrom.

FWF Projekt "Kompartmentsyndrom und Regional Anästhesie" Der österreichische Forschungsförderungsfond unterstützt die präklinische Studie zum Thema Kompartmentsyndrom (KS) und Regional Anästhesie. Das Projekt wird als Kooperation zwischen dem LBI Trauma und der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin des Unfallkrankenhaus Salzburg durchgeführt. Das Kompartmentsyndrom tritt meistens an Körperextremitäten als Folge von Trauma oder Minderdurchblutung auf und kann schwere Funktionsstörungen oder sogar Verlust der betroffenen Extremität nach sich ziehen. Als pathophysiologisch ausschlaggebend wird ein Durchblutungsstop in der betroffenen Extremität gesehen, der sich innerhalb eines sogenannten Muskelkompartments abspielt. Muskelkompartments sind durch straffe Bindegewebsfaszien abgeschlossene Räume, in denen einzelne Muskeln oder Muskelgruppen liegen. Ist nun der Gewebsdruck in einem solchen Raum höher als der Perfusionsdruck im Gefässsystem, kann ein Kompartmentsyndrom entstehen. Regionalanästhesie wirkt im betroffenen Gebiet vasodilatierend und verstärkt somit die Perfusion. Bis jetzt sind den Autoren keine präklinischen Studien bekannt, die den Einfluss von Regionalanästhesie auf den Verlauf des Kompartmentsyndroms analysierten. Im klinischen Alltag spielt eine adäquate Schmerztherapie eine wesentliche Rolle, nicht nur um den Patientenkomfort zu optimieren, sondern auch um Komplikationen hintanzuhalten. Regionalanästhesie ist einerseits hoch effektiv, anderseits aber ist ihre Anwendung im Rahmen eines Kompartmentsyndroms umstritten, da den Schmerz in der betroffenen Region unterdrückt und daher die Diagnose verzögern könnte. Um die Evidenz zu dem Thema zu verbessern werden wir eine prospektiv, randomisierte und verblindete Studie im Tiermodell durchführen. Die Untersuchung wird vom Anästhesisten PD Dr. Gerhard Fritsch (UKH Salzburg) und dem lokalen Koordinator Dr. Johannes Zipperle am Ludwig Boltzmann Institut für Traumaforschung in Wien durchgeführt. Folgende Parameter werden im Rahmen des Projektes gemessen, dokumentiert und analysiert: Vitalparameter (EKG, Sauerstofsättigung, invasiver Blutdruck und Kompartmentdruck im Kompartment) und eine Serie an Laborparametern über den zeitlichen Verlauf des Experiments. Außerdem wird kontinuierlich die Sauerstoffversorgung im Gewebe mittels Mikroperfusion gemessen werden. Die Ergebnisse der Messungen werden hinsichtlich der Unterschiede zwischen den Gruppen untersucht werden. Die Forscher erwarten sich Erkenntnisse über den Einfluss von Regionalanästhesie auf das Kompartmentsyndrom.

Forschungsstätte(n)
  • Ludwig Boltzmann Gesellschaft - 100%

Research Output

  • 10 Zitationen
  • 5 Publikationen
  • 3 Disseminationen
Publikationen
  • 2024
    Titel The Influence of Regional Anesthesia on the Development of acute Compartment Syndrome
    Typ Other
    Autor Thaler P
  • 2024
    Titel Influence of Regional Anesthesia on the development of acute Compartment Syndrome
    Typ Postdoctoral Thesis
    Autor Gerhard Fritsch, Md
  • 2024
    Titel Effect of Unfractionated Heparin Dose on Complement Activation and Selected Extracellular Vesicle Populations during Extracorporeal Membrane Oxygenation
    DOI 10.3390/ijms252011166
    Typ Journal Article
    Autor Zipperle J
    Journal International Journal of Molecular Sciences
    Seiten 11166
    Link Publikation
  • 2023
    Titel Circulating endothelial extracellular vesicle signatures correspond with ICU requirement: an exploratory study in COVID-19 patients
    DOI 10.1186/s40635-023-00567-7
    Typ Journal Article
    Autor Zipperle J
    Journal Intensive Care Medicine Experimental
    Seiten 85
    Link Publikation
  • 2022
    Titel Conventional and Pro-Inflammatory Pathways of Fibrinolytic Activation in Non-Traumatic Hyperfibrinolysis
    DOI 10.3390/jcm11247305
    Typ Journal Article
    Autor Zipperle J
    Journal Journal of Clinical Medicine
    Seiten 7305
    Link Publikation
Disseminationen
  • 2023 Link
    Titel Diagnose ohne Schmerzen beim Kompartmentsyndrom
    Typ A press release, press conference or response to a media enquiry/interview
    Link Link
  • 2022 Link
    Titel Research Festival Vienna (Wiener Forschungsfest)
    Typ Participation in an activity, workshop or similar
    Link Link
  • 2023
    Titel A porcine model of acute compartment syndrome
    Typ A talk or presentation

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