Matching Funds - Tirol
Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (20%); Physik, Astronomie (80%)
Keywords
3-photon microscopy,
Scatter Compensation,
Adaptive Optics,
Brain Imaging
Abstract
Um die Funktionsweise eines Gehirns zu verstehen, wäre es ideal, wenn man es während der
Denkarbeit beobachten könnte. Mittlerweile ist es über spezielle Färbungen möglich, die Aktivität
einzelner Gehirnzellen (Neuronen) direkt unter dem Mikroskop zu sehen.
Allerdings ist die Eindringtiefe heutiger Mikroskope zu gering, um Hirnbereiche jenseits einiger
Zehntel Millimeter Tiefe zu erreichen. Das Hirngewebe selbst streut den scannenden Laserstrahl und
die Bildqualität wird mit zunehmender Scantiefe schlechter.
Unser Forschungsprojekt zielt darauf ab, Methoden zur Kompensation von Streulicht zu entwickeln.
Diese sollen es ermöglichen, Laser weit in Gewebe hinein zu fokussieren, um somit die Aufnahme
hochauflösender Bilder in tieferen Gewebeschichten zu ermöglichen (jenseits von 1 mm Tiefe). Wir
kombinieren diese Technik der adaptiven Optik mit Laserlicht im Nahinfrarot-Bereich (1.3m
Wellenlänge), um Streueffekte weiter zu reduzieren.
Unser Vorhaben beinhaltet drei Hauptziele: Erstens werden wir die Verfahren zur Streulicht-
Kompensation deutlich beschleunigen, um mit der Geschwindigkeit interner Mikro-Bewegungen
lebenden Gewebes Schritt halten zu können. Zweitens werden wir die korrigierten Bildbereiche
signifikant erweitern. Drittens werden wir die Abbildungstiefe vergrößern, um erhebliche Teile des
Mausgehirns abzudecken. Dies ist eine zentrale Voraussetzung, um ein umfassendes Bild von dessen
Funktionsweise zu erhalten.