Paradox-Mindset für individuelles Wohl & sozialen Impact
Paradox mindset for individual well-being & societal impact
Wissenschaftsdisziplinen
Erziehungswissenschaften (40%); Psychologie (60%)
Keywords
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Paradox mindset,
Wellbeing,
Leadership,
Social Purpose Organizations
Große gesellschaftliche Herausforderungen wie globale Armut und Klimawandel konfrontieren Führungskräfte in sozial-orientierten Organisationen mit paradoxen Spannungsfeldern. Eine dieser Paradoxien besteht zwischen ihrem eigenen Wohlbefinden (well-being) und dem Wohl der Gesellschaft, wobei der letzteres oft vor dem eigenen Wohlbefinden priorisiert wird. Ein Paradox- Mindset, definiert als die individuelle Fähigkeit, Paradoxien zu akzeptieren und sie in vorteilhafte Ergebnisse umzuwandeln, hilft, mit solchen Spannungen umzugehen. Ausgehend von der Annahme, dass ein Paradox-Mindset das Wohlbefinden von Führungskräften und ihrer direkten Mitarbeitenden steigern kann, stellt das PM4IWSI-Projekt die übergreifende Forschungsfrage: Wie können Führungskräfte in sozial-orientierten Organisationen ein Paradox-Mindset entwickeln und erhalten, und (wie) wirkt sich dies auf ihr eigenes Wohlbefinden und das ihrer Mitarbeitenden aus? Zur Beantwortung dieser Frage verfolgen wir einen Multi-Method- und Multi-Wave-Ansatz und führen drei miteinander verbundene Studien durch, die quantitative Erhebungen und ein Feldexperiment mit qualitativen Tagebuch- und Interviewmethoden kombinieren. PM4IWSI liefert theoretische Erkenntnisse für die Literatur zur Paradox-Theorie und zu Führung in sozial-orientierten Organisationen, indem die Dynamik und Entwicklung eines Paradox-Mindsets untersucht und die Auswirkungen eines Paradox-Mindsets auf das Wohlbefinden von Führungskräften und Mitarbeitenden analysiert werden. Das Projekt wird von einem paneuropäischen, interdisziplinären Team von PIs aus den Bereichen Betriebswirtschaftslehre und Psychologie durchgeführt und von Netzwerken europäischer sozial-orientierter Organisationen und internationalen Forschenden aus den Bereichen Paradox-Theorie und Sozialpsychologie unterstützt. PM4IWSI ermöglicht so vergleichende Studien und Interventionen, die das Wohlbefinden von Führungskräften und Mitarbeitenden in sozial-orientierten Organisationen verbessern. Dies wirkt sich auch zum Vorteil der (marginalisierten) Gruppen aus, mit denen die Organisationen arbeiten. Das Projekt bezieht sich so auf die Themen 1 und 2 der Ausschreibung, da die Steigerung des Wohlbefindens von Führungskräften und Mitarbeitenden durch die Entwicklung eines Paradox-Mindset (1) bessere Krisenbewältigung ermöglicht und (2) das soziale Umfeld (insbesondere am Arbeitsplatz) verbessert.
- Wirtschaftsuniversität Wien - 100%
- Reinhard Millner, Wirtschaftsuniversität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Carola Vogel, Sonstige Forschungs- oder Entwicklungseinrichtungen - Deutschland
- Wieteke Dupain, Sonstige Forschungs- oder Entwicklungseinrichtungen - Niederlande