UrbanBEE: Biodiversität, Ökosystemdienstleistungen & Engagement
UrbanBEE: Biodiversity, Ecosystem Services & Engagement
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (20%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (60%); Kunstwissenschaften (20%)
Keywords
-
Bee Hotel,
Citizen Science,
Socio-Economics,
Urban Stressors,
Pollination,
Climate Change
Städtische Ökosysteme erleben weltweit einen besorgniserregenden Rückgang der Bestäuberpopulationen, was robuste Forschung und umsetzbare Interventionen erfordert. Im Rahmen der neuen europäischen Biodiversitätspartnerschaft widmet sich das Projekt UrbanBEE dieser Herausforderung. Getragen von der Konrad Lorenz Forschungsstelle der Universität Wien und der AGES Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit untersucht das Projekt, wie sich die städtische Wärmeinsel auf die Biodiversität und die Verbreitung von Krankheiten in solitären Wildbienen auswirkt. Dabei werden urbane Biodiversitätsforschung und Citizen Science miteinander verknüpft, um ein differenziertes Verständnis von Biodiversitätsdynamiken in urbanen Landschaften zu gewinnen. Kern des Projekts ist das Anbringen von Wildbienenhotels, die als Forschungsstationen und als Instrumente für aktive Bürgerbeteiligung dienen. Die Beobachtungen und die Datenerfassung der Wildbienenhotels erfolgen über eine speziell entwickelte App im Rahmen eines Citizen-Science- Ansatzes. So werden nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse zu Bestäuberpopulationen und Krankheitserregern gewonnen, sondern auch gesellschaftliches Bewusstsein für den Schutz der urbanen Biodiversität geschaffen. UrbanBEE ist ein skalierbares Forschungsprojekt, das in mehreren europäischen und afrikanischen Städten umgesetzt wird, darunter Wien, Budapest, Lund, Turin, Harare, Kapstadt und Johannesburg. Es schließt zwei zentrale Wissenslücken in der Umsetzung von nature-based solutions: Zum einen wird die Skalierbarkeit solcher Maßnahmen in unterschiedlichen städtischen Kontexten erforscht, zum anderen wird die Integration vielfältiger Stakeholder-Perspektiven in Entscheidungsprozesse untersucht. Das Projekt fördert damit lokale Maßnahmen mit globaler Relevanz, die sowohl die Biodiversität als auch das menschliche Wohlbefinden nachhaltig stärken.
- Universität Wien - 100%
- Linde Morawetz, AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit , nationale:r Kooperationspartner:in
- Marie Dacke, Lund University - Schweden