Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (100%)
Keywords
Moral Particularism,
Moral Generalism,
Universalizability,
Moral Supervenience,
Moral Explanation,
Moral Education
Abstract
Wie sollen wir entscheiden, was wir tun sollen? Wie sollen wir unsere Handlungen
rechtfertigen? Wie können wir wissen, dass diese oder jene Handlung richtig ist? Diese
Fragen sind grundlegend in der Moralphilosophie. Um sie zu beantworten, suchen die
Philosophen üblicherweise nach einem (obersten) oder mehreren Prinzipien der Moralität.
Die Idee, dass Moralität durch ein oder mehrere Prinzipien oder Generalisierungen begründet
werden sollte, nennt man moralischer Generalismus. In diesem Buch werden diese Idee und
ihre Argumente kritisiert, und es wird ein starker moralischer Partikularismus befürwortet.
Der Autor argumentiert, dass es keine substanziellen wahren moralischen Generalisierungen
gibt und dass die Existenz und Bereitstellung solcher Generalisierungen keine notwendigen
Bedingungen für plausibles moralisches Denken und Handeln sind. Es werden drei
Argumente für den moralischen Partikularismus angeführt. Erstens: Auch wenn einige Arten
von Handlungen, wie das Foltern von Menschen oder die Hilfe für Bedürftige, eigene
moralische Eigenschaften haben können, können die Propositionen über sie nicht wahr sein.
Zweitens sind moralische Generalisierungen nicht notwendig, um partikulare moralische
Tatsachen ontologisch zu verstehen und zu erklären. Drittens sollte die moralische Erziehung
durch das Eintauchen in die moralische Praxis und nicht durch das Einimpfen von
moralischen Prinzipien erfolgen.