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Formen und Funktionen auktorialer Epitexte im literarischen

Formen und Funktionen auktorialer Epitexte im literarischen

Thomas Wegmann (ORCID: 0000-0001-6816-6160)
  • Grant-DOI 10.55776/PUB1060
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status laufend
  • Projektbeginn 17.11.2023
  • Projektende 16.11.2026
  • Bewilligungssumme 8.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)

Keywords

    Authorship, Paratext, Contemporary literature

Abstract

Als Paratexte bezeichnet man in der Literaturwissenschaft all jene Texte, die nicht zum eigentlichen Werk bzw. zum Haupttext gehören, diesen aber begleiten und vom selben Autor / von derselben Autorin stammen somit auktorial sind bzw. in seinem oder ihrem Sinne formuliert wurden. Bei Texten in Buchform gehören dazu beispielsweise das Vorwort oder der Klappentext, aber auch Interviews, die mit dem Autor oder der Autorin aus Anlass einer Neuerscheinung geführt werden. Oder Dankesreden, die Autor:innen halten, wenn sie einen Literaturpreis für ein einzelnes Werk oder das Gesamtwerk erhalten. Im ersten Fall, also bei Texten, die mit dem Werk zeitlich und räumlich unmittelbar verbunden sind, spricht man von Peritexten. Im zweiten Fall, also bei Texten, die in größerer räumlicher und zeitlicher Entfernung zum Werk erscheinen, sich aber dennoch darauf beziehen, spricht man von Epitexten. Wir haben uns in dem Sammelband mit den vielfältigen Facetten der zweiten Variante von Paratexten beschäftigt, also mit auktorialen Epitexten. Sie nehmen, und das zeigt der Band an verschiedenen Beispielen, im gegenwärtigen Literaturbetrieb eine immer höheren Stellenwert ein, ganz gleich, ob es sich um Selbstkommentare bei Lesungen oder Reden bei Literaturpreisverleihungen handelt, um Interviews oder Poetik-Vorlesungen. Die verschiedenen Beiträge ließen sich von folgender Fragestellung leiten: Wie entwickeln sich im deutschsprachigen Raum seit der Jahrtausendwende welche Formen und Funktionen auktorialer Epitexte in einem professionalisierten literarischen Feld mit veränderten medialen Bedingungen? Welche Möglichkeiten bieten sie der Inszenierung und Rolle von Autorschaft sowie der Verbindung von Autor:in und Werk? Diesen Fragen widmen sich die im Band versammelten Beiträge mit Blick auf das dynamische Verhältnis zwischen (Gesamt-)Werk, Autorschaft und Paratext, wie es sich insbesondere in Epitexten artikuliert. Dabei werden Bedeutung und Facetten des Epitextualitätsbegriffs im Allgemeinen sowie entlang der spezifischen Erscheinungsformen unterschiedlicher Epitexte beleuchtet.

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