Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (50%); Soziologie (25%); Sprach- und Literaturwissenschaften (25%)
Keywords
Biblical Studies,
Jewish Studies,
Art History,
Queer Studies,
Gender Studies,
Religious Studies
Abstract
Studien zu queeren Lesarten der Hebräischen Bibel stellen eine gründlich überarbeitete
Fassung meiner wissenschaftlichen Artikel dar, die im Zusammenhang mit meiner PhD-
Forschung an der Universität Amsterdam entstanden sind. Sie fokussieren auf nicht normative
Sexualitäten im Tanach bzw. Alten Testament und damit verbundene jüdische und christliche
Auslegungstraditionen sowie auf bestimmte Werke der Bildenden Kunst. Diese queeren
Lesarten sind im Rahmen von Intertextualität entstanden. Nicht nur bestimmte Textpassagen
der Hebräischen Bibel werden queer gelesen, sondern auch ausgewählte rabbinische
Behauptungen im Anschluss an sie. Außerdem werden einige europäische Kunstwerke aus der
Zeit der Renaissance, des Barocks und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts diskutiert,
welche durch ihre Thematisierung von Knabenliebe, effeminierten Männern oder sexuell
ambivalenten Figuren eine wichtige Bestätigung für quasi queere Lektüren bereits vor den
bibelwissenschaftlichen Interpretationen der Gegenwart darstellen.