Wissenschaftsdisziplinen
Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)
Keywords
Postcolonial Studies,
Orientalism,
Mountain Literature,
Travel And Tourism,
Canada,
Austria
Abstract
Rewriting Alpine Orientalism verbindet die Forschungsfelder der postkolonialen Studien,
Tourismusforschung und Bergwissenschaften, um die Bedeutungen und Wahrnehmungen
von Bergen im globalen Kontext des Bergtourismus zu untersuchen. Dabei werden Berge
nicht nur als Naturphänomene, sondern vor allem als kulturelle und historische
Manifestationen betrachtet.
Im Mittelpunkt der Studie stehen die kanadischen Rocky Mountains und die österreichischen
Alpen. Rewriting Alpine Orientalism umfasst literarische Werke vom 19. bis zum 21.
Jahrhundert und bietet neue Perspektiven auf die Rolle der Berge in unterschiedlichen
Kulturen und Epochen. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist der Theorietransfer:
postkoloniale Theoreme, die traditionell auf heiße, außereuropäische Regionen angewendet
wurden, werden auf kalte, hochgelegene und innereuropäische Schauplätze übertragen.
Durch diese innovative Herangehensweise entsteht ein umfassenderes Verständnis davon,
wie Bergtourismus Bedeutungen erzeugt, behauptet und auch infrage stellt. Rewriting Alpine
Orientalism leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung und Differenzierung der
postkolonialen und tourismuswissenschaftlichen Diskurse.