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Metallene Schutzwaffen der europäischen Bronzezeit

Metal body armour in Bronze Age Europe

Marianne Mödlinger (ORCID: 0000-0002-7813-7846)
  • Grant-DOI 10.55776/PUB337
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 18.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Naturwissenschaften (45%); Geschichte, Archäologie (55%)

Keywords

    Bronze Age, Defensive Armour, Archaeometry, Metallography, Use-Wear, Warfare

Abstract

Die vorliegende Publikation Protecting the body in war and combat: metal body armour in Bronze Age Europe bietet erstmals einen vollständigen Überblick über alle derzeit bekannten metallenen Körperschutzwaffen der europäischen Bronzezeit. Die Monographie vereint klassische archäologische Studien mit materialtechnologischen Untersuchungen und solchen zu Herstellung und Verwendung der Schutzwaffen. Die frühesten metallenen Schutzwaffen datieren in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts v. Chr., wobei der Großteil der bronzezeitlichen Schutzwaffen jedoch aus der Spätbronzezeit (ca. 1200-950 v. Chr.) stammt. Heute sind rund 30 Panzer, 75 Beinschienen und 120 Helme bekannt. Diese stammen aus ganz Europa: von Spanien im Westen bis Zypern im Osten, und von Sizilien im Süden bis Dänemark im Norden. Die vorliegende Monographie präsentiert alle bis dato bekannten Schutzwaffenfunde, inklusive vieler archäologischer Neufunde, aber auch Schutzwaffen von Auktionen oder aus Privatsammlungen. Der Schwerpunkt bei der Erforschung bronzezeitlicher, metallener Körperschutzwaffen lag in älteren Studien auf typologisch-chronologischen Aspekten der einzelnen Schutzwaffengruppen. Herstellung und Verwendung der Schutzwaffen, sowie technologische Beobachtungen oder Materialanalysen wurden nur selten und wenn, dann nur vereinzelt untersucht, respektive durchgeführt. Diese Lücke wird mit der nun vorliegenden Publikation geschlossen: Einerseits werden umfassend traditionelle archäologische Studien zu Typologie, Herkunft und Verbreitung durchgeführt, andererseits liegt der Schwerpunkt auf materialtechnologischen Studien zu verwendeter Legierung, Herstellungstechniken, technologischer Entwicklung und Innovation. Durch die Aufnahme vor allem der ost- und zentraleuropäischen Funde vor Ort konnten darüber hinaus auch Gebrauchsspuren dokumentiert und die tatsächliche Verwendung der Helme, Panzer und Beinschienen als effektive Schutzwaffen rekonstruiert werden. Die Autorin hofft, dass die vorliegende Publikation als Basis für weitere Studien vor allem im experimentalarchäologischen Bereich zu Herstellung und Verwendung der Schutzwaffen dienen wird und so zu einem noch tieferen Einblick in die Bronzezeit Europas beiträgt.

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