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John Gibson. Die Canova-Rezeption in Großbritannien

John Gibson. Die Canova-Rezeption in Großbritannien

Anna Sophie Frasca-Rath (ORCID: 0000-0002-3465-063X)
  • Grant-DOI 10.55776/PUB514
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 10.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Kunstwissenschaften (100%)

Keywords

    Sculpture, British Art, Antonio Canova, John Gibson, Translational Exchange, 19th century

Abstract

Das Buch John Gibson. Die Canova Rezeption in Großbritannien widmet sich erstmals dem Bildhauer John Gibson (1790-1866) und untersucht dabei insbesondere seine künstlerische Auseinandersetzung mit den Werken seines Lehrers Antonio Canova. Gibson erfreute sich zu seinen Lebzeiten außerordentlich großer Bekanntheit und internationaler Berühmtheit. Er war Mitglied in elf Akademien und Ludwig I. von Bayern widmete ihm an der Ostfassade der Münchener Glyptothek einen Platz unter den sechs wichtigsten modernen Bildhauern. Doch schon kurz nach seinem Tod geriet der Künstler, wie so viele seiner Zeitgenossen, in Vergessenheit. Bislang war sein Leben und Werk selten Gegenstand der Forschung. Doch die hervorragende Quellenlage mit über 900 Briefen in mehreren britischen Archiven ermöglicht nicht nur Erkenntnisse zu Gibsons Leben und Werken, sondern auch einen Einblick in weitere Themenfelder. Diese Quellen werden in der Publikation kritisch ausgewertet und auf die Fragestellung zur Canova Rezeption in der britischen Skulptur hin zugespitzt. Untersucht wird die Schlüsselfunktion beider Künstler hinsichtlich des Erstarkens der britischen Bildhauerei, insbesondere der Idealskulptur, im 19. Jahrhundert und die Rezeption ihrer Werke im Kontext der Diskussionen um eine Britische Schule für Skulptur im 19. Jahrhundert. Weder Canova noch Gibson wurden bislang mit Blick auf diese Fragestellung hin betrachtet. Der Inhalt gliedert sich in einen einleitenden Teil, in welchem grundsätzliche Informationen zu John Gibson und zur britischen Skulptur im 19. Jahrhundert geliefert werden, und einen Hauptteil, in dem seine Rolle hinsichtlich der Rezeption und des Transfers der von Canova etablierten Idealskulptur in Großbritannien untersucht wird. Darüber hinaus werden Gibsons Inszenierungsstrategien als ,Letzter Schüler von Canova aufgezeigt. Abschließend werden die Ergebnisse in einer Synthese zusammengeführt und die Perspektiven der Publikation anhand der Tinted Venus, Gibsons bekanntestem Werk, aufgezeigt.

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