Wissenschaftsdisziplinen
Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)
Keywords
Byzantine Historians,
Greek Language,
Historical Sociolinguistics,
Imitation,
Borrowings,
Foreign Words
Abstract
Sprachkontakte nach dem Jahr 1204 schufen im Byzantinischen Reich unterschiedliche multilinguale
Situationen. Ein Ergebnis dieser Prozesse waren Lehnwörter im Griechischen mit Vertretung
verschiedener Gebersprachen. Systematische Untersuchung der Lehnwörter wurde nach dem Buch
von Manolis Triandaphyllidis im Jahr 1909 fast gar nicht betrieben. Die vorliegende kollektive
Publikation will diese Lücke schließen. Sie beschäftigt sich mit den Lehnwörtern, die sich in 18
spätbyzantinischen Historikern und Chroniken befinden. Das Lehnwort wird nach einem einheitlichen
Muster untersucht. Zuerst wird eine Basisinformation geboten, aus welcher Gebersprache das Wort
entlehnt wurde. Dann werden die ersten Belege genannt. Im Kern der Untersuchung wird der Kontext
der Wortbenutzung bei den ausgewählten Historikern und Chronisten analysiert. Schließlich wird der
Assimilation einzelner Lehnwörter in der Nehmersprache Beachtung geschenkt. Ein essentieller Teil
des Buches sind die Indices. Sprachindices unterteilen die Lehnwörter nach der möglichen
Gebersprache. Historiker-Indices schlüsseln den Anteil der Lehnwörter bei den einzelnen
spätbyzantinischen Geschichtsschreibern auf. Nach der Klassifikation, die von Martin Haspelmath und
Uri Tadmor für das Projekt Loanword in the Worlds Languages erstellt worden ist, wurden die
Entlehnungen in einem thematischen Index in 22 lexikalisch-semantische Gruppen gegliedert. Der
Grammatik-Index weist auf die Beliebtheit einzelner morphologischer Formen hin. Im Lehnwort-
Index wurde der Versuch unternommen, die Fremdwörter und Transkriptionen von den assimilierten
Lehnwörtern abzugrenzen.