Der griech.-orient. Religionsfonds der Bukowina 1783-1949
The greek-oriental Religious Fund of Bukovina 1783-1949
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
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Religious Fond,
Orthodoxy,
Bukovina,
Institution,
Josephinism,
Habsburg Monarchy
Im Zuge der Josephinischen Reformen kam es im gesamten habsburgischen Herrschaftsbereich im Rahmen eines weiter greifenden Säkularisierungsprozesses zur Auflösung von Klöstern und zu einer grundlegenden Umgestaltung kirchlichen Eigentums. Die Bukowina stand zum diesem Zeitpunkt als junge Provinz des Habsburgerreiches unter militärischer Direktverwaltung Wiens. Die orthodoxe Kirche dominierte in der Bukowina als Konfession, auch sie war von den Umgestaltungen betroffen. Ein wesentlicher Teil der kaiserlichen Politik zielte auf die Arrondierung und Ausrichtung dieser Kirche, d.h. auf die neuen territorialen Gegebenheiten, sodass bereits 1783 auf Basis des eingezogenen Kirchengutes ein dezidiert der Bukowina zugeordneter griechisch-orientalischer Religionsfonds eingerichtet wurde. Diese Institution unterschied sich damit nicht nur konfessionell zum allgemeinen Wiener (katholischen) Religionsfonds, sondern auch strukturell. Sie war von Beginn an regional verankert. Als größter Grundbesitzer der Bukowina und durch ihre im Verlauf des 19. Jahrhunderts wachsende wirtschaftliche Bedeutung wie den zunehmenden sozio-ökonomischen Einfluss entwickelte sich diese Institution bis zu ihrer Auflösung 1949 zu einem die Region und ihre Gesellschaft maßgeblich prägenden Faktor. Die grundlegende Analyse des gr.-orient. Religionsfonds in seiner Bedeutung für die Gestaltung, Entwicklung und die über die Religion gesteuerte Nationalisierung der Region Bukowina sowohl als Teil der Habsburgermonarchie (1774-1918) als auch als Teil Großrumäniens (1918-1949) ist zentraler Gegenstand der vorliegenden Monographie. Sie bietet zudem einen methodisch-theoretischen Einblick in ein bislang vernachlässigtes Feld der Forschung zur Habsburgermonarchie im Allgemeinen und zum Josephinismus im Speziellen: das epochenübergreifende Wirken von Institutionen.
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