Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (25%); Kunstwissenschaften (25%); Philosophie, Ethik, Religion (50%)
Keywords
Late Antiquity,
Byzantine Art,
Christian Archaeology,
Art History,
Private Portraiture
Abstract
Forschungen zu Anlässen und Formen privater Darstellungen in der Kunst vom Ausgang der
Antike bis zum Ende des Mittelalters sind bislang selten und selten systematisch
durchgeführt worden. Während das römische Porträt in seinen verschiedenen Formen
bereits Thema intensiver Forschungen war, widmen sich erst relativ wenige Studien den
anschließenden Epochen der Zeit bis zum Fall Konstantinopels. Vor der Folie der
umfassenden Wandlungsprozesse zwischen Antike und Mittelalter bietet das Thema der
Anlässe und Formen privater Darstellungen einen sehr vielschichtigen Zugang zur bislang
kaum in einen größeren Kontext gestellten Entwicklung des Porträts. Im Rahmen einer
internationalen Tagung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften widmeten
sich ForscherInnen aus sieben Nationen in 13 Beiträgen zu ganz unterschiedlichen
Monumentengruppen und Aspekten in weiter diachronischer und methodischer Perspektive
dem Privatporträt.
Die Darstellung realer Personen ist ein Grundanliegen künstlerischer Äußerung sich selbst
oder andere dargestellt zu sehen war stets ein aktuelles Thema, das immer wieder neue
Ausformungen fand. Am Ende der römischen Antike standen ein reicher Formenapparat und
ein großes Spektrum an Möglichkeiten für private Porträts zur Verfügung, mit denen man im
Alltag oder zu besonderen Anlässen konfrontiert wurde. Darstellungsweise, Motivation und
Kontext solcher Porträts unterliegen dabei wechselnden Traditionen und Entwicklungen. Die
einzelnen Beiträge untersuchen je spezielle Aspekte von Privatporträts, in chronologischer-
topographischer Verteilung oder nach gattungsspezifischen oder anderen kunsthistorischen
Aspekten, um Traditionen und Wandel aufzuzeigen.
- Deutsches Archäologisches Institut - 100%