Die Kriegserinnerungen von Alojzij Res
The memories of war from Alojzij Res
Wissenschaftsdisziplinen
Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)
Keywords
-
First World War,
Isonzo,
Res,
Gorizia,
Border,
Memoir
Die Kriegserinnerungen von Alojzij Res: Aus dem Isonzo. Tagebuch der Eindrücke und Gefühle Der erste Teil dieses Buchs besteht aus der Übersetzung des Tagebuchs von Alojzij Res vom Slowenischen ins Italienische. Der Autor des Tagebuches berichtete von der Isonzo-Front des Ersten Weltkrieges. Der zweite Teil enthält einen analytischen Part, der darauf abzielt, das Werk und den Autor genauer zu begründen und vorzustellen. Die Studie ist Teil der Forschung zur Literatur, die während des Ersten Weltkrieges an der italienisch-österreichischen Front geboren wurde. In diesem Zusammenhang ist das Zeugnis des Kriegstagebuchs Ob Soci von Alojzij Res, der Zeitungsreporter an der Isonzo-Front der ersten Phase des Krieges war, von erheblicher Bedeutung. Res, der seine Erzählungen 1916 als Tagebuch neu adaptiert, zeugt von der Besorgnis und Angst der slowenischen Bevölkerung in den Tagen vor dem Ausbruch des Krieges. Der Autor beschreibt das Drama der ersten Monate des Kampfes sowie das Schicksal der Flüchtlinge dieser Länder. In Bezug auf die Übersetzung der Kriegserinnerungen von Res wurden Forschungsfragen gestellt, die im einleitenden Teil des Bandes behandelt wurden, einem Abschnitt, in dem der Autor und die Arbeit vorgestellt, kommentiert und erklärt werden. Im Zuge der Analyse wurde untersucht in welcher Zeit und in welcher Modalität die Veröffentlichung des Buches stattgefunden hat, welche stilistisch-formalen Unterschiede zwischen den verschiedenen Fassungen bestehen und ob das Werk alle oder einige Merkmale der von Grenzautoren verfassten Literatur des Ersten Weltkriegs aufweist, die mehreren Kulturen angehörten und zweisprachig oder mehrsprachig waren. Die Studie belegt, dass Ob Soci als zentrales Werk der Kriegsliteratur, die die slowenische Grenzkultur und das slowenische Gedächtnis behandelt, gesehen werden kann und stellt auch seine Vermittlerrolle dar, da Res als Verfasser, der von Sprache und Kultur als Slowenisch angesehen kann, in anderen Momenten aber mit den benachbarten Kulturen spielend verschmilzt, besonders mit der italienischen. Die Übersetzung von Ob Soci ins Italienische zieht als Hauptreferenz die slowenische Ausgabe von 1917 heran. Hierbei handelt es sich um die neueste Version, die Res zu Lebzeiten überarbeitet und veröffentlicht hat. Die italienische Ausgabe des Tagebuchs von Res ermöglicht eine weitere Sichtweise, der Ereignisse, die sich an der Grenze des italienisch-österreichischen Konflikts zutrugen und ermöglichen somit einen breiteren und weniger parteiischen Blick auf den gesamten Krieg und das Drama der dort lebenden Bevölkerung. Das vorliegende Buch macht es sich zum Ziel den Wert des Tagebuchs über seine sprachlichen und nationalen Grenzen hinaus bekannt zu machen und dem bereits enormen Mosaik der Literaturwissenschaft des Ersten Weltkrieges ein wesentliches Element hinzuzufügen.
- Universität Wien - 100%