Maritime Mobilities in Anglophone Literature and Culture
Maritime Mobilities in Anglophone Literature and Culture
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (20%); Sprach- und Literaturwissenschaften (80%)
Keywords
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Maritime Mobilities,
Oceanic Turn,
Anglophone literatures and cultures,
Blue Humanities,
Im/Mobility And/In Literature And Culture,
Water In Literature And Culture
Seit der frühen Neuzeit war die Seefahrt Grundlage für die Globalisierung ebenso wie für die Entwicklung des Kapitalismus, des Kolonialismus und der Sklaverei. Maritime Mobilitäten, die den Transport von Waren und Menschen organisieren und Immobilitäten die Art und Weisen, wie das Meer Bewegung auch blockieren oder verlangsamen kann werden seitdem auch in literarischen und kulturellen Werken verhandelt. Heute sind maritime Mobilitäten erneut von großer Bedeutung. Das zeigen die Tausenden Migrant*innen im Mittelmeer oder im Chinesischen Meer ebenso wie die Verschmutzung der Weltmeere durch Überfischung, verheerende Ölunfälle und Massentourismus, die von Meeresindustrien verursacht werden. Schiffe schaffen ein vorübergehendes, mobiles Zuhause für Seeleute, werden manchmal aber auch zu Gefängnissen,aus denen jeneArbeiter*innen nicht entkommenkönnen. Menschenhändler, Umweltaktivist*innen, Piraten und Seeleute treffen auf Tourist*innen, industrielle Fischer, Klimawissenschaftler*innen und Tiefseebergbauer*innen auf diese Weise schaffen maritime Mobilitäten ozeanische Räume, die physisch, rechtlich, politisch und kulturell fluid sind. Diese Bewegungen zu beleuchten trägt dazu bei, nachhaltige soziale, ökonomische, ökologische und politische Zukunftsentwürfe zu generieren. Dieser Sammelband verfolgt das Ziel, die Konstruktion und Aushandlung von maritimen Mobilitäten vom 18. Jahrhundert bis heute in englischsprachiger Literatur und Kultur zu beleuchten. Dafür bringt er die Mobility Studies ins Gespräch mit literatur-und kulturwissenschaftlichen Untersuchungen des Meeres. In elf Beiträgen widmet sich der Band maritimen Mobilitätenund Immobilitäten.Dabei geht es unter anderem um frühes amerikanisches Theater, visuelle ökokritische Mobilisierungen, transatlantische Migration um die Jahrhundertwende sowie gegenwärtige nordamerikanischeFluchterzählungen. Die maritimen Literatur- und Kulturwissenschaften untersuchen, wie der Ozean in Kunst, Literatur und anderen Ausdrucksformendargestellt wird. Die mobility studies, ein junges interdisziplinäres Forschungsfeld,betrachten Mobilitätals physische, geographische, materielle, sozio-ökonomische und kulturelle Praxis. Das Buch zielt darauf ab, die vielfältige Welt ozeanischer Mobilitäten und die Funktion ihrer kulturellen Darstellungen kritisch zu untersuchen.
- Universität Wien - 100%