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IT Relaunch der Netz-Präsenz des Sprachatlasses ALD

IT Relaunch of the web presence of the linguistic atlas ALD

Hans Goebl (ORCID: 0000-0015-4892-2858)
  • Grant-DOI 10.55776/PUD18
  • Förderprogramm Digitale Publikationen
  • Status beendet
  • Projektbeginn 21.07.2020
  • Projektende 20.07.2023
  • Bewilligungssumme 50.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (15%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (5%); Sprach- und Literaturwissenschaften (80%)

Keywords

    Romance linguistics, Linguistic Atlas, Geolinguistics, Search Engine (Irs), Ladin, Sound Data Base (Sdb)

Abstract

IT Relaunch der Webpräsenz des Sprachatlasses ALD (italienische Auflösung: "Atlante linguistico del ladino dolomitico e dei dialetti limitrofi") 1. Vorgeschichte Mein Antrag auf Forschungsfinanzierung bezieht sich auf die IT-Revitalisierung von zwei netzwerkbasierten Tools, die seit ihrer Fertigstellung im Jahr 2012 zum Geamtbestand des Sprachatlasses ALD gehörten: die Suchmaschine IRS und die Ton-Datenbank SDB. Der ALD ist ein geolinguistisch relevantes Kartenwerk, das die in einem Gebiet von rund 25 000 km2 im Nordosten Oberitaliens und im Südosten der Schweiz gesprochen Dialekte (oder: Basilekte) anhand von 217 Erhebungspunkten dokumentiert. In diesem Gebiet werden die folgenden Idiome gesprochen: Bündnerromanisch, Ladinisch, Friaulisch, Lombardisch, Trentinisch und Venezianisch. 2. Methodische Ausrichtung des ALD Die zwei Teile des ALD (ALD-I: publ. 1998, ALD-II: publ. 2012) stehen konzeptuell und methodisch in der Tradition der klassischen romanischen Sprachgeographie, die von Jules Gilliéron (1854-1926) mit dem ALF ("Atlas linguistique de la France", 1902-1910) begründet und von Karl Jaberg (1877-1958) und Jakob Jud (1882-1952) über den AIS (Atlante italo-Svizzero; recte : "Sprach- und Sachatlas Italiens und der Südschweiz", 1928-1940) fortgeführt worden war. Damit dient der ALD der Dokumentation nur der dia- oder basilektalen Kompetenzen von im Allgemeinen bi- oder trilingalen Sprechern. Dabei wurde nur das gesammelt, was von den Sprechern explizit als "dialektal" angesehen wurde. 3. Verlauf der Forschungen zum ALD-I und ALD-II In den Jahren 1985-1992 sowie 2001-2007 wurden in der oben näher bezeichneten Zone von ausgebildeten Dialektologen rund 2.000 Fragen etwa 1.300 Informanten vorgelegt. Die von diesen gegebenen Antworten wurden sofort lautschriftlich transkribiert und auf Band aufgezeichnet. Darnach wurden diese Daten in Salzburg digital erfasst und abschließend für den Druck sowie für die Erstellung innovativer IT-Tools sowohl für das Auge ( zwei Suchmaschinen IRS) als auch für das Ohr ( ein Sprechender Atlas [nur für den ALD-I] und zwei Ton-Datenbanken SDB) aufbereitet. Das gesamte Forschungsprojekt wurde in zwei Phasen durchgeführt: ALD-I: 1985-1998; ALD-II: 1999-2012. Dem entsprechen auch zwei verschiedene Publikationszeitpunkte (1998 und 2012), jeweils auf Papier, auf elektronischen Medien und im Netz. Der Hauptsponsor des ALD war immer der FWF. 4. Innovationswert der Netz-Tools des ALD Sowohl IRS als auch SDB waren (und sind) im Kontext der atlasbasierten Sprachgeographie absolute Neuerungen. Leider stießen beide ab etwa 2016 aufgrund des raschen IT-Wandels auf immer mehr technische Schwierigkeiten, so dass ihre Anpassung an die aktuellen IT-Standards unumgänglich geworden ist. IRS wurde in Flash und SDB in Java (Version 7.91) programmiert. Sowohl Flash als auch Java sind nicht zukunftssicher. Sie müssen daher durch die HTML-Technologie ersetzt werden. 5. IT-technische Aktualisierung An der Universität München (Abteilung "IT Geisteswissenschaften") konnte ich zwei Studenten der Computerlinguistik und Informatik (David und Tobias Englmeier) finden, die bereits mehrfach vorzügliche IT- Lösungen für linguistische Probleme erarbeitet hatten. Diese präsentierten einen Arbeitsplan für die HTML- basierte Erneuerung der Netz-Tools IRS und SDB, der auf 12 Monate angelegt ist. Die beantragte Fördersumme dient der Honorierung der in Aussicht genommenen IT-Arbeiten.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Salzburg - 100%

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