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Dialekte kommunizieren

Communicating dialects

Stephan Elspaß (ORCID: 0000-0002-3870-0817)
  • Grant-DOI 10.55776/SCP2182025
  • Bewilligungs­summe Wissenschaftskommunikation
  • Status laufend
  • Projekt­beginn 01.01.2026
  • Projektende 31.12.2027
  • Bewilligungs­summe 99.998 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (15%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (50%); Sprach- und Literaturwissenschaften (35%)

Keywords

  • Science Communication,
  • Variationist Linguistics,
  • Dialectology,
  • Sociolinguistics,
  • Cultural Heritage
Abstract

Dialekte sind die ältesten der heute in Österreich gesprochenen Sprachformen. Auch wenn sie wie alle lebenden Sprachen einer stetigen Dynamik unterliegen, haben sie sich in ihren ursprünglichen Formen im Grunde über Jahrhunderte kaum verändert. Sie sind ein wahrer Schatz nicht nur für die Sprachwissenschaft, der sie Einblicke in die gegenwärtige und historische Variation sowie den Wandel der Sprache gewähren, sondern auch für andere Wissenschaften und schließlich auch für Laien, denen sich etwa über den Wortschatz der Dialekte Fenster in vergangene Lebenswelten eröffnen. Dialekte prägen in den meisten Regionen Österreichs bis heute die Alltagssprache. Sie stellen daher auch für viele Sprecher:innen das grundlegende Kommunikationsmittel dar, das ihr Leben lang der Grundstock ihres zunehmend ausdifferenzierten sprachlichen Repertoires bleibt. Für viele haben Dialekte auch eine besondere emotionale Bedeutung sie sind elementarer Bestandteil ihrer sprachlichen Identität. Das Projekt Dialekte kommunizieren baut auf den umfangreichen Ergebnissen eines größeren Projekts mit dem Titel Variation und Wandel in den Dialektvarietäten Österreichs auf. Im Rahmen dieses Projekts wurden Audioaufnahmen von insgesamt 295 Dialektsprecher:innen aus 106 Orten in ganz Österreich erstellt. Ziel des Projekts Dialekte kommunizieren ist es, wesentliche Daten und Ergebnisse dieser Datenerhebungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf diese Weise werden Forschungsdaten an jene Gemeinschaft zurückgegeben, die zu ihnen beigetragen hat. Zu diesem Zweck wird eine Plattform erstellt, deren Kernstück ein sprechender Dialektatlas ist. Über diesen leicht bedienbaren Online-Atlas wird es Benutzer:innen möglich sein, die Vielfalt der österreichischen Dialektlandschaft zu erkunden und Hörproben der Dialekte zu lauschen. Sie werden Dialektbeispiele älterer und jüngerer Sprecher:innen vergleichen und dadurch dem Wandel der Dialekte gewissermaßen zuhören können. Über verschiedene Unterseiten (einschließlich erläuternder Texte und eines Download-Bereichs) wird die Plattform Erkenntnisse über sprachliche Variation in Österreich vermitteln. Indem sowohl die Vielfalt als auch die Komplexität von Dialekten aufgezeigt wird, sollen Einblicke in Dialekte ermöglicht, ein Bewusstsein für ihren kulturellen Wert geschaffen und nicht zuletzt auch Vorurteile gegenüber diesen abgebaut werden. Die Offenlegung und Erläuterung des Forschungsprozesses soll schließlich Vertrauen und Verständnis für die wissenschaftliche Forschung fördern. Der Aufbau der Online-Plattform wird begleitet von einer Werbekampagne, um die Sichtbarkeit der Plattform zu erhöhen und zu ihrer Nutzung zu animieren. Im Rahmen einer Social-Media-Strategie werden kontinuierlich Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten angeboten, wie z. B. wöchentliche Ergebnis-Highlights und interaktive Funktionen wie ein Dialekt-Quiz, um eine nachhaltige Beteiligung zu fördern.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Salzburg - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Yvonne Kathrein, Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Andrea Ender, Universität Salzburg , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Irmtraud Kaiser, Universität Salzburg , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Josef Strobl, Universität Salzburg , nationale:r Kooperationspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Hubert Klausmann, Eberhard-Karls-Universität Tübingen - Deutschland
  • Toke Hoffmeister, Philipps-Universität Marburg - Deutschland
  • Hanna Fischer, Universität Rostock - Deutschland
  • Adrian Leemann, University of Bern - Schweiz

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(Eingang Wiesingerstraße 4)
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+43 1 505 67 40

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