Wissensverwaltung in Aus- und Weiterbildung
Knowledge management
Wissenschaftsdisziplinen
Erziehungswissenschaften (10%); Informatik (80%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (10%)
Keywords
-
KNOWLEDGE MANAGEMENT,
KNOWLEDGE MEDIATION,
COMPUTER-BASED EDUCATION,
COGNITION
Die beeindruckenden Entwicklungen und Auswirkungen von Informationstechnologien und dem Internet sowie deren Einsatz im Bereich der Bildung wirken sich in vielfältiger Weise auf das traditionelle Paradigma des Lernens durch persönlichen Kontakt und damit auf verschiedene Bildungsprozesse und -methoden aus. Heutige Werkzeuge im Bereich der computerbasierten Ausbildung versuchen, traditionelle Lehr- und Lernprozesse und -methoden zu unterstützen, ohne jedoch den gesamten Lernprozeß zu berücksichtigen. Eine Konsequenz der aktuellen Entwicklungen ist, daß beim Entwurf von Systemen für die computerbasierte Ausbildung kognitive Faktoren und Flexibilität der Lernansätze und -stile kaum berücksichtigt werden. Dieser Antrag argumentiert, daß die Einführung von Technologie alleine den Unterricht und das Lernen nicht automatisch effektiver und effizienter gestaltet. Technologie sollte als Werkzeug genutzt werden, das auch kognitive und organisatorische Betrachtungen miteinbezieht, und so Kreativität, kritische Problemanalyse und Problemlösung ermöglicht. Wissensbasierte Werkzeuge und Verfahren können dabei einen Beitrag leisten, die klassische Schule und den Unterricht in Richtung einer "Forschungsschule" zu reformieren, in der die Rolle des Lehrers sich von der eines Wissensvermittlers zu der eines Mentors verlagert. Das beantragte Projekt wird zur Veränderung des Lernprozeßparadigmas beitragen und die Rolle von neuen Technologien, Systemen und Werkzeugen sowie die Kombination von bereits existierenden Lösungen überdenken. Die Hauptziele des beantragten Projektes sind: a.) Bereiche innerhalb von Bildungsaktivitäten und -prozessen zu identifizieren, in denen die Einführung neuer Methoden, Systeme und Werkzeuge des Wissensmanagements bedeutende Verbesserungen verspricht; b.) Methoden, Systeme und Werkzeuge des Wissensmanagements anzuwenden und zu beurteilen, was zu weiteren Erkenntnissen über die ausgewählten Bereiche der Bildungsaktivitäten- und prozessen führen wird. Die Hauptphasen des beantragten Projektes werden: 1.) den Stand der Technik für die Unterstützung der Ausbildung überprüfen, einschließlich Werkzeuge, Systeme und computergestützte Methoden sowie Lernansätze und -stile. Das Ergebnis dieser Phase wird die Identifikation von Bereichen sein, in denen die Einführung von Wissensmanagementwerkzeugen und -methoden bedeutende Vorteile verspricht. 2.) ausgewählte Methoden und Werkzeuge des Wissensmanagements in den identifizierten Bereichen des Lernprozesses entwickeln und im Rahmen eines Versuchsprojektes testen. 3.) die Anwendung dieser Methoden und Werkzeuge auswerten und die und die Ergebnisse verbreiten.
- Technische Universität Graz - 100%
- Hermann Maurer, Technische Universität Graz , assoziierte:r Forschungspartner:in