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Kulturpolitik und Kulturtransfer am Beispiel Brasiliens

Cultural Policy and Cultural Transfer of Brazil

Ursula Prutsch (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/T131
  • Förderprogramm Hertha Firnberg
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.2001
  • Projektende 31.08.2004
  • Bewilligungssumme 147.817 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (40%); Geschichte, Archäologie (40%); Politikwissenschaften (20%)

Keywords

    KULTURPOLITIK, USA, KULTURTRANSFER, INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN, BRASILIEN, KULTURGESCHICHTE

Abstract

Politische und ökonomische Interessen wurden und werden oftmals mit kulturpolitischen Strategien verbunden, die ihre Effizienz steigern sollen. Die Bedeutung von Kulturpolitik, war für Brasilien ab den dreißiger Jahren besonders deutlich, diente sie doch zur Modernisierung, Nationalstaatsbildung und zur Konsolidierung von Macht nach innen und außen. Ziel des Projektes ist es, zunächst auf der Basis des politischen und ökonomischen und gesellschaftlichen Hintergrundes der dreißiger und vierziger Jahre den Aufbau einer Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftspolitik des populistischen Regimes und seine Trägerschichten zu erarbeiten. Darauf aufbauend werden die "politischen Inszenierungen", d.h. Riten, Symbole, Mythen analysiert, die den Nation-building-process begleiteten, konfliktvermeidend und gesellschaftsharmonisierend wirken sollten. Da Brasilien sich hiebei deutlich außerbrasilianischer Vorbilder - zunächst europäischer v.a. faschistischer, ab Ende der dreißiger Jahre viel deutlicher US-amerikanischer - bediente, werden deren Einflüsse mit der Methode des Kulturtransfers über einen längeren Zeitraum bis in die fünfziger Jahre erarbeitet. Der Wandel der politischen Feindbilder nach 1945 wird. berücksichtigt. Da die USA aufgrund Ihrer ökonomischen und politischen Interessen ab Ende der dreißiger Jahre besonderes Gewicht auf eine Ausweitung ihres Machtbereichs in Lateinamerika legten, werden exemplarisch am Beispiel Brasilien - wobei wenn geboten, Vergleiche mit Argentinien gezogen werden -kulturpolitische Strategien analysiert und an einigen Beispielen konkret gemacht. Diese sind: der Aufbau kultureller Institutionen, Austausch von Künstlern und Wissenschaftern am Beispiel von Orson Welles und Candido Portinari, die Massenmedien Radio und Film. Aufbauend auf Sekundärliteratur wird vor allem umfangreiches, bislang nicht eingesehenes, Material aus brasilianischen und US-amerikanischen Archiven benützt. Im Forschungsvorhaben soll die Rezeption und Verarbeitung kulturpolitischer Elemente (institutionelle und symbolische Strukturen) von außen im Nation-building-process im Bereich von Wissenschaft und Kultur mit der Methode des interkulturellen Transfers erarbeitet werden. Eine zweite, Leitfrage ist hiebei die Dimension des Einflusses der USA auf kulturpolitischer Ebene mit seinen Auswirkungen in den fünfziger Jahren und die Aneignung dieser Einflüsse in Brasilien selbst.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Gerhard Drekonja, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in

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