Oligonukleotid-Mimotope: Spiegel des Antikörperrepertoire
Oligonucleotide mimotope profile mirrors antibody repertoire
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (20%); Informatik (10%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (70%)
Keywords
- Antibody Repertoire,
- Mimotopes,
- Cardiovascular Disease,
- Immunome,
- Biomarkers,
- IgM
Die Vielfalt der Antikörper im Blut liegt in einem Milliardenbereich. Wichtig ist, dass Unterschiede in diesem Diversitätsprofil auf das Vorhandensein einer Krankheit hinweisen und das Potenzial haben, künftige Komplikationen oder Risiken vorherzusagen. Daher kann die Identifizierung von krankheitsbedingten Veränderungen im Antikörperprofil als diagnostisches Instrument dienen. Allerdings ist die Bewertung von Milliarden verschiedener Antikörper in einer großen Anzahl von Proben eine technische Herausforderung. Unser Ansatz zur Identifizierung der krankheitsassoziierten Antikörperreaktivitätssignatur basiert auf der Fähigkeit kurzer DNA-Moleküle, Myriaden von Strukturen zu bilden, die durch die Nukleotidsequenz vorgegeben sind. Wichtig ist, dass diese Strukturen als Mimotope dienen können, also als Moleküle, die echte Antikörperziele imitieren und daher von Antikörpern erkannt werden. Somit spiegeln Informationen über die Nukleotidsequenz kurzer DNA-Moleküle, die von Antikörpern aus Patientenproben gebunden werden, die mit der Krankheit verbundene Antikörperdiversität wider. Ein Vergleich der an Antikörper gebundenen kurzen DNA-Moleküle zwischen gesunden Personen und Patienten in verschiedenen Krankheitsstadien wird zur Entwicklung einer DNA-Mimotop- Krankheitssignatur" beitragen. Solche Signaturen können als Instrument zur Diagnose und Vorhersage der Krankheitsentwicklung auf minimalinvasive und kosteneffiziente Weise dienen.