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Solistische Instrumentalmusik im mitteleuropäischen Kulturraum (1500-1550)

Soloistic Instrumental Music in the Central European Cultural Region (1500-1550)

Kateryna Schöning (ORCID: 0000-0003-1270-4294)
  • Grant-DOI 10.55776/V661
  • Förderprogramm Elise Richter
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.07.2019
  • Projektende 31.12.2025
  • Bewilligungssumme 338.956 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (15%); Kunstwissenschaften (65%); Sprach- und Literaturwissenschaften (20%)

Keywords

    Instrumental Music, Renaissance Didactics, Humanism, Commonplace Practice, Soloistic Lute And Organ Music, Manuscript And Print Practice

Abstract

Das Projekt beantwortet die Fragen: Wo erklang ein textloser (Instrumental-)Satz im Leben eines Bürgers der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts? Welche Funktion hatte ein kurzer idiomatischer Instrumentalsatz im Musikleben dieser Zeit? Was erwartete der damalige Nutzer von Tabulaturen? Wie wurden die notierten Beispiele der freien Sätze gelesen? Es werden freie solistische Instrumentalsätze und Skizzen aus den noch nicht erforschten Tabulaturen erschlossen, transkribiert, kommentiert und in der Datenbank zur Verfügung gestellt. Erstmalig wird die Geschichte der solistischen Instrumentalmusik aus den mitteleuropäischen Quellen in ihrem funktionalen Zusammenhang erklärt. Der Schwerpunkt liegt auf dem süddeutschen Sprachraum, u. a. auf der Wiener Region als einem der wichtigen kulturellen Zentren und Transferorte. Im Projekt werden zum ersten Mal die humanistische Basis Commonplace-Praxis als grundlegende Methode der Analyse der Instrumentalmusik vor 1600 ausgearbeitet. Studentische Hefte, Notizbücher für den häuslichen Gebrauch oder Lehrbücher welche die Tabulaturen oft waren sind reich an Indizien der Commonplace-Kultur. Das Projekt erklärt die Kompositions- und Improvisationstechnik der freien Instrumentalmusik und verändert unsere Analyse der Instrumentalmusik vor 1600 und unsere Vorstellungen über das Repertoire radikal. Erstmalig wird die bürgerliche solistische Instrumentalpraxis der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts hinsichtlich ihrer verschiedenen sozialen Anbindung (Hof- Gelehrte, studentische Kreise und Anfänger) und mit Rücksicht auf die Funktionen von überlieferten Quellen-Typen (Handschriften mit Druckprototypen und Memory-Hefte) und im Kontext des Medien- Wechsels (Handschrift Druck) erforscht. Erstmalig werden darauf bezogene Aufführungs- und Kompositionspraktiken sowie Didaktik interdisziplinär erläutert.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Marc Lewon, Fachhochschule Nordwestschweiz - Schweiz
  • John Griffiths, International Musicological Society - Schweiz

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