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Programm zur kooperativen Doktoratsausbildung zwischen Fachhochschulen und Universitäten

Die vom BMBWF initiierte Förderungsmaßnahme ermöglicht ein kooperatives Doktoratsprogramm zwischen Universitäten und Fachhochschulen. Das Programm fördert die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen, stärkt die Forschungskompetenz der Fachhochschulen und bietet DoktorandInnen zusätzliche Möglichkeiten in der Karriereentwicklung. Die ersten kooperativen Doktorate starten voraussichtlich im Wintersemester 2021.

In Kooperation mit der Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG).

Zielgruppe

  • Österreichische Universitäten gemäß UG 2002 und österreichische Fachhochschulen gemäß FHStG
  • Keine Begrenzung der Zahl der Anträge, die von einer Forschungsstätte (Universität oder Fachhochschule) eingebracht werden können. Eine Forschungsstätte kann somit mehrere Anträge stellen.

Zielsetzung

  • Auf- und Ausbau an internationalen Standards orientierten, von Universität und Fachhochschule gemeinsam entwickelten, strukturierten Doktoratsprogrammen
  • Unterstützung einer exzellenten Ausbildung von DoktorandInnen durch die Schaffung nachhaltiger kooperativer Ausbildungs- und Forschungsstrukturen zwischen Fachhochschulen und Universitäten
  • Vertiefung der Kooperation zwischen Fachhochschulen und Universitäten
  • Stärkung der Personalentwicklung für das wissenschaftliche Personal an Fachhochschulen
  • Verschränkung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung im Bereich der Doktoratsausbildung und Etablierung einer anwendungsorientierten Grundlagenforschung

Anforderungen

  • Zusammenschluss von mindestens fünf ForscherInnen an Universitäten und Fachhochschulen mit einer nach FWF-Standards hochkarätigen Forschungsleistung
  • Antragseinreichung durch zumindest eine Universität nach UG und zumindest einer Fachhochschule gemäß FHStG; ausschließlich gemeinsame Antragstellung
  • Grundfinanzierung durch die tragende(n) Forschungsstätte(en), d.h. Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur; institutionelle Verankerung
  • Ausbildung durch Forschung, d.h. Einbindung der DoktorandInnen in einen gemeinsam definierten fokussierten und konsistenten Forschungsrahmen
  • Definition von Strukturen und Verfahren für

    • das Ausbildungsprogramm
    • die Aufnahme und Auswahl von DoktorandInnen: internationale Ausschreibung und Bewerbung, transparente Bewerbungs- und Auswahlverfahren
    • die Betreuung und das Monitoring sowie die Arbeitsbedingungen der DoktorandInnen: Betreuungszusage, Dissertationsvereinbarung, Fortschrittsberichte, fachspezifische Bildung und flankierende Maßnahmen (transferable skills etc.), Betreuungsteams anstelle ausschließlicher Einzelbetreuung, BetreuerInnen-Entwicklung, Ermöglichung von Mobilität sowie konkrete Finanzierungsmodelle für DoktorandInnen
    • den Abschluss des Doktoratsstudiums: personelle Trennung von Betreuung und Beurteilung der Dissertation (wo studienrechtlich konform)

  • Ausrichtung und Orientierung an internationalen Standards (siehe u.a. Seven Principles of Innovative Doctoral Training, Salzburg Recommendations,European Charter for Researchers, Code of Conduct for the Recruitment of Researchers)

Für laufende vom FWF finanzierte Doktoratskollegs oder doc.funds-Projekte kann keine zusätzliche Finanzierung im Rahmen von doc.funds.connect beantragt werden.

Dauer

  • 4 Jahre

Höhe

  • Personalkosten für maximal 5 DoktorandInnen gemäß FWF-Personalkostensätzen
  • Ausbildungskosten von bis zu 5.000 Euro pro beantragter DoktorandInnen-Stelle und pro Jahr
  • 5 % allgemeine Projektkosten

Antragstellung
Über das elektronische Antragsportal des FWF (elane)

  • Ausschreibungsbeginn: 21. September 2020
  • Ausschreibungsende: 23. November 2020
  • auf Englisch

Vergabe

  • durch das Kuratorium des FWF (und abhängig von der Anzahl der Einreichungen, ggf. einer internationalen Jury) Ende Juni oder Ende September 2021.
    Ausgewählte VertreterInnen der Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) werden bei der Entscheidungssitzung in beratender Funktion hinzugezogen.
  • auf Basis einer internationalen Begutachtung (Auswahl der GutachterInnen von ReferentInnen-Teams aus dem Kuratorium des FWF und dem Senat der CDG) sowie, abhängig von der Anzahl der Einreichungen, ggf. Hearings im September 2021 vor der internationalen Jury

Anzahl

  • verfügbares Budget: 5 Mio. Euro (ca. 4-5 Projekte)

Downloads
Antragsunterlagen

Elektronische Antragstellung
elane