Ein kompetitives Programm für exzellente Wissenschaftlerinnen aus dem gesamten Spektrum der österreichischen Grundlagenforschung: Im Rahmen des Elise-Richter-Programms konnten von 2006 bis 2025 insgesamt 338 Forschungsprojekte und somit 338 Karrieren von Frauen gefördert werden.

Die Namensgeberin des Förderprogramms wurde bewusst gewählt: Elise Richter war eine Pionierin der österreichischen Wissenschaft. Die Romanistin wurde 1921 als erste Frau zur Universitätsprofessorin in Österreich ernannt. Bis 1938 lehrte sie an der Universität Wien, ehe sie aufgrund der nationalsozialistischen Rassegesetze ihres Amtes enthoben wurde.

Mit dem Elise-Richter-Programm hat der FWF von 2006 bis 2025 eines der zentralen Förderinstrumente für exzellente Wissenschaftlerinnen in Österreich angeboten und umgesetzt. Das Programm richtete sich an Forscherinnen in der Senior-Postdoc-Phase aus dem gesamten Spektrum der Grundlagenforschung und unterstützte sie auf ihrem Weg zu akademischen Spitzenpositionen an nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen.

Das Programm entwickelte sich zu einem wichtigen Instrument der Karriereförderung und setzte nachhaltige Impulse für mehr Chancengleichheit in der Wissenschaft. Im Zuge der Reform seiner Karriereprogramme überführte der FWF das Elise-Richter-Programm 2024 in die FWF-ASTRA-Preise. Diese knüpfen an die zentralen Zielsetzungen des Programms an und stärken die Karriereentwicklung exzellenter Forschender durch zusätzliche Fördermöglichkeiten – darunter spezielle Maßnahmen für Wissenschaftlerinnen wie ergänzende Mittel für Tenure-Track-Positionen.

In den knapp zwei Jahrzehnten seines Bestehens konnten insgesamt 338 Forschungsprojekte und somit 338 Forscherinnen im Rahmen des Elise-Richter-Programms gefördert werden. Damit leistete es einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Karrierewege von Frauen in der Wissenschaft und zur Erhöhung ihrer Sichtbarkeit im österreichischen Forschungssystem. Zahlreiche ehemalige Programmteilnehmerinnen bekleiden heute Professuren oder andere leitende Positionen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland.

Die Wirkung des Programms reicht über sein Ende hinaus – in den wissenschaftlichen Erfolgen seiner Alumnae ebenso wie in seinem Beitrag zu einem vielfältigen und leistungsfähigen Forschungsstandort Österreich. Dazu trägt auch das vom FWF unabhängige Elise-Richter-Netzwerk bei, ein Zusammenschluss von Elise-Richter-Alumnae und ASTRA-Preisträgerinnen. Mit vielfältigen Aktivitäten setzt sich das Netzwerk für die Gleichstellung der Geschlechter ein und engagiert sich für den Abbau struktureller Benachteiligungen im österreichischen Wissenschaftssystem.

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