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Die gelehrte Korrespondenz der Brüder Pez 1709 - 1715. Text, Regesten, Kommentare

Karl Brunner (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D4081
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 8.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (50%); Philosophie, Ethik, Religion (50%)

Keywords

    Historical Research, Benedictines, Res Publica Litteraria, Manuscripts, Republic Of Letters, Auxillary Sciences

Abstract

Der eingereichte Band beinhaltet die gelehrte Korrespondenz der Melker Geschichtsforscher Bernhard und Hieronymus Pez OSB aus den Jahren 1709 bis 1715. Die kommentierte Edition wurde im Rahmen eines FWF- Projekts (P-16940) in den Jahren 2004 bis 2008 unter der Leitung von Prof. Winfried Stelzer am Institut für Österreichische Geschichtsforschung von Thomas Wallnig und Thomas Stockinger erarbeitet. Dieser Antrag um Druckförderung ergeht parallel zum Endbericht dieses Projekts an den FWF. Die Bedeutung der Pez-Korrespondenz, von der mit dem vorliegenden Band rund ein Viertel erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, liegt in zwei Bereichen. Zum einen erlaubt die europäische Dimension des Briefwechsels eine grundlegende Neuverortung Österreichs und Süddeutschlands innerhalb der europäischen Geistesgeschichte des frühen 18. Jahrhunderts sowie im Rahmen der gelehrten Praxis und Kommunikationskultur der Res publica literaria. Zum anderen ermöglicht die prosopographische Ausrichtung der Korrespondenz - sie zielt auf die Sammlung bio-bibliographischer Daten zu gelehrten Benediktinern des 16. bis 18. Jahrhunderts ab - einen ersten wissenschaftlichen Zugang zu diesem nahezu unbekannten intellektuellen Kulturraum. Der Band gliedert sich in folgende Teile: die Einleitung, in der an die verschiedenen monastischen und gelehrten Kontexte der Korrespondenz herangeführt wird, die weiters die Gelehrtenkorrespondenz als Quellengattung in den Blick nimmt und die Editionsgrundsätze darlegt; den Hauptteil, der die 261 erhaltenen Briefe im lateinischen Original mit kritischem Apparat, deutschen Regesten und Sachkommentaren enthält, dabei zudem Hinweise auf 211 erschlossene Stücke; einen Anhang mit bio-bibliographischen Notizen zu den 82 Pez-Korrespondenten sowie vier Tabellen (Briefe nach Autoren, Briefe chronologisch gereiht, Briefbeilagen, in der Korrespondenz erwähnte Briefe von und an Dritte); schließlich das Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein kumulatives Register. Der Band erscheint in der Reihe "Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung" bei Böhlau als erster von voraussichtlich vier Bänden der Pez-Korrespondenz. Die Edition richtet sich an Forschende aus den Bereichen Österreichische Geschichte, Gelehrsamkeits- und Kirchengeschichte, im weiteren Feld aber auch an Vertreter der Fächer Buchgeschichte, Kunst- und Literaturgeschichte sowie an Mediävisten, die an der Rezeptionsgeschichte mittelalterlicher Texte in der Frühen Neuzeit interessiert sind und aus Hinweisen zur Überlieferung einzelner Handschriften Nutzen ziehen können.

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