Folgen des Zerfalls der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Verteilung der gemeinsamen Stattsvermögenswerte (Aktiva und Passiva) zwischen der Republik Österreich und den Nachfolgestaaten (hauptsächlich dem Königreich Ungarn)
Consequences of the Dissolution of Austro-Hung. Monarchy
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (60%); Wirtschaftswissenschaften (40%)
Keywords
-
LIQUIDATION,
STAATSVERMÖGEN,
SCHIEDSGERICHTSBARKEIT,
ÖSTERREICH-UNGARN,
ÖSTERREICH,
UNGARN
Die Nachfolgestaaten (inbegriffen die beiden Staaten Republik Österreich und Königreich Ungarn) haben nach dem Ersten Weltkrieg als Erbschaft das gemeinsamen Staatsvermögen übernommen. Das neueingereichte Projekt wird auf der Grundlage der vom vorgesehenen Projektmitarbeiter Doz.Dr.Ferenc Szavai im Rahmen seines Lise-Meitner-Stipendiums erarbeiteten Materials in verbreitender und vertiefender Weise sich mit der auch heute aktuellen Frage der Aufteilung gemeinsamen Staatsvermögens nach der Auflösung eines Staatsverbandes in vergleichender und analytischer Zugangsweise beschäftigen. Ungarn war auch einer der Nachfolgestaaten, war aber am gemeinsamen Staatsvermögen beteiligt. Die Lage Ungarns war also eine spezielle und es stellte einen Sonderfall dar, der durch die Friedensverträge, durch Finanzverhandlungen, durch das Protokoll von Venedig, durch den Burgenlandvergleich, und durch das schiedsgerichtliche Verfahren (1930) geregelt wurde. Auf dem Weg zu einer neuen Integration der europäische Wirtschaft sollte die angestrebte Lösung keinen ungünstigen Gewinn oder einen nachteiligen Verlust auf das Etat zur Folge haben. Die Studie wird bisher unbekannte Dokumente verarbeiten und präsentieren. Angestrebt wird ein analytischer Vergleich der Dokumente des österreichisch-ungarischen Schiedsgerichtshofes in Lausanne. Untersucht werden der Inhalt der Klageschriften, der Klagebeantwortungen, der Widerklage, der Dupliken und Repliken. Analysiert werden die Wirkungen der Liquidation auf die öffentliche Meinung. Ungarn wollte die eigene Beteiligung in Österreich nach der Gültigkeit der letzten Quoten in Bezug auf die Immobilien und Mobilien des militärischen Vermögens akzeptieren lassen. Daneben verlangte es die Beteiligung an den Krongütern und am Vermögen des Hauses Habsburg-Lothringen im Ausmaß von 50 %. Die Frage der Verteilung des gemeinsamen Staatsvermögens ist in vier Etappen zu untersuchen: 1. 1919-1925 Finanzverhandlungen zwischen Österreich und Ungarn. 2. 1925-1930 schiedsgerichtliche Verhandlungen und Vereinbarungen. 3. 1930-1938 Internationaler Schiedsgerichthof in Lausanne. 4. Vereinbarung zwischen dem Deutschen Reich und Ungarn. Zusätzlich werden neue grundsätzliche Überlegungen zur Liquidation und ein Vergleich zu den Liquidations- und Aufteilungsverhandlungen mit den anderen Nachfolgestaaten geboten.
- Universität Wien - 100%
Research Output
- 117 Zitationen
- 2 Publikationen
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2016
Titel Human Cerebrospinal Fluid Promotes Neuronal Viability and Activity of Hippocampal Neuronal Circuits In Vitro DOI 10.3389/fncel.2016.00054 Typ Journal Article Autor Perez-Alcazar M Journal Frontiers in Cellular Neuroscience Seiten 54 Link Publikation -
2012
Titel The influence of probiotic supplementation on gut permeability in patients with metabolic syndrome: an open label, randomized pilot study DOI 10.1038/ejcn.2012.103 Typ Journal Article Autor Leber B Journal European Journal of Clinical Nutrition Seiten 1110-1115 Link Publikation