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Familie und Frauen im Sozialistischen Bulgarien

Family and Women in ocialist Burgaria: Ideology and Practice

Karl Kaser (ORCID: 0000-0002-9991-0295)
  • Grant-DOI 10.55776/P14833
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.11.2001
  • Projektende 31.07.2005
  • Bewilligungssumme 227.693 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (40%); Politikwissenschaften (15%); Rechtswissenschaften (30%); Soziologie (15%)

Keywords

    BULGARIA, WOMEN, SOCIALISM, INTERGENERATIONAL RELATIONS, FAMILY, DEMOGRAPHY

Abstract Endbericht

Das vorgeschlagene Projekt untersucht die Entwicklung der Familie im sozialistischen Bulgarien (1944-1989). Insbesondere geht es um die Wechselbeziehungen zwischen sozialistischer Familienideologie und -politik auf der einen Seite und den sozialen Veränderungen, die Familien erfuhren, auf der anderen Seite. Einen wesentlichen Aspekt dieses Problems stellt die Rolle der Frauen für das kommunistisches Projekt dar. Methodologisch basiert das Projekt auf der Vorausannahme, dass (real-)sozialistische Systeme wie das bulgarische nicht durch einen Verweis auf ihren "totalitären" Charakter erklärt werden könnte. Ein solcher Zugang würde die Möglichkeiten der "einfachen" Menschen durch ihre Handlungen das System zu manipulieren und zu verändern vernachlässigen. Ob ein solcher Freiraum bestand, hing natürlich v.a. mit dem Niveau der Repression ab; für Bulgarien wurde aber bereits anhand anderer Fragestellungen festgestellt, dass es sehr wohl einen solchen gab. Als Reaktion auf diese Manipulationen war das Regime gezwungen seine Politik und teilweise auch seine ideologischen Grundlagen neu zu formulieren, da alle Veränderungen - von wem auch immer ausgehend - als "sozialistische" in das Gesamtsystem integriert werden mussten. Diese Grundannahme soll am Beispiel des Versuches der bulgarischen Kommunisten, "sozialistische" Familien zu kreieren, getestet werden. Das war eines der zentralen sozialpolitischen Projekte, da nach Ansicht der bulgarischen Kommunisten die traditionelle patriarchale bulgarische Familie und ihre typische Autoritäts- und Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern ein eminentes Modernisierungshindernis darstellte. Ein sehr wichtiger Bestandteil dieses gesellschaftspolitischen Projekts war die Schaffung "sozialistischer" Frauen, denn die Förderung der Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen galt als Voraussetzung für die sozialistische Umbildung der Familie. Das Projekt wird allerdings zeigen, dass es Veränderungen im Bereich der diesbezüglichen ideologischen Vorstellungen gab, und welche Folgen dies für die Politik hatte. Die Familienideologie der bulgarischen Kommunisten hatte immer etwas Widersprüchliches, wie es v.a. durch ihre ambivalente Haltung zur Frauenfrage illustriert wurde. In einer ersten Phase unmittelbar nach der Machtergreifung dominierten "progressive" Vorstellungen (manifestiert etwa in der völligen rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau); dann wurden die Familienformen scheinbar grundlegend durch Urbanisierung, Industrialisierung und Kollektivierung revolutioniert. Spätestens seit den sechziger Jahren betonten bulgarische Kommunisten aber wieder verstärkt die reproduktive Rolle der Familie. Das Bild der "Arbeiter in Mutter" wurde propagiert - v.a. als Reaktion auf die stark gefallene Geburtenrate, die trotz der ideologischen und finanziellen Anstrengungen weiter sank. Andere Theoretiker der Familie beklagten die nach wie vor sehr traditionelle Rollenverteilung im Haushalt. Generell ging es darum, eine "sozialistische" Lösung für das offensichtliche Nebeneinander vormoderner und moderner Elemente in der Familie zu suchen. Das Projekt wird diese, bisher in der Forschung kaum beachtete Probleme mit unterschiedlichen Methoden behandeln. Die demographischen Veränderungen und sozialen Transformationen werden ebenso untersucht wie die Entwicklung der kommunistischen Familienideologie und -politik. Zum ersten Mal wird die Reproduktionspolitik des bulgarischen kommunistischen Regimes untersucht (inklusive der Abtreibungspolitik). Einen ganz besonderen Schwerpunkt bildet die Untersuchung der Erfahrungen und Sichtweisen der "einfachen" Menschen, insbesondere der Frauen. Wie haben sie auf die politischen Eingriffe in ihr Privatleben reagiert, welche Gegen- bzw. Anpassungsstrategien haben sie entwickelt? Diese Fragen werden nach Alter, Geschlecht, sozialer Lage und ethnischer Zugehörigkeit differenziert. Auch die Unterschiede zwischen Land und Stadt sollen untersucht werden. Insgesamt stellt das Projekt einen Beitrag zum Verständnis sowohl des Lebens im bulgarischen Sozialismus als auch des Funktierens des sozialistischen Systems dar.

Das Forschungsprojekt untersuchte den Zusammenhang zwischen kommunistischer Familienideologie, sozialistischer Politik und sozialer Praxis des sozialistischen Bulgarien. Nachdem die Bulgarischen Kommunisten 1944 die Macht ergriffen hatten, geriet die Familie in das Zentrum ihrer Kampagne für die Erziehung zum "neuen sozialistischen Menschen". Einerseits sollten die Familien in "sozialistische" transformiert werden und von ihren so genannten "kapitalistischen und bourgeoisen Attributen" befreit werden. Andererseits sollten die Familien dem Staat gegenüber bestimmte Pflichten, die als natürliche Funktionen erachtet wurden, übernehmen. Dazu gehörten primär die kommunistische Erziehung und die Fortpflanzung. Das führte zu einem hohen Politisierungsgrad aller Bereiche, die mit Familie, Nachkommenschaft und Jugend in Zusammenhang standen, was in einen permanenten Prozess des Aushandelns zwischen den Akteuren und Akteurinnen und dem Staat mündete. Der theoretische Ausgangspunkt war, dass es eine totalitäre sozialistische Gesellschaft nie gegeben hat. Das Projektziel war es vielmehr zu zeigen, wie einerseits die Vorhaben und Programme der Partei die Lebensverhältnisse von "oben" formten und andererseits die Bedürfnisse und Werte der Bürgerinnen und Bürger die Politik von "unten" transformierten. Obwohl sich in Bulgarien das sozialistische Regime hoher Akzeptanz erfreute, war es der Regierung nicht möglich, vollständige Kontrolle über die Bevölkerung zu gewinnen. Sie war daher in zunehmendem Maß gezwungen, flexible Strategien entwickeln. Das Projekt ging nicht von einem starren Konzept von "Ideologie" aus, sondern untersuchte den sich über die Zeit verändernden ideologischen Diskurs - von den Versuchen der radikalen Umformung der Familie in der ersten Zeit bis zur Integration der tatsächlichen sozialen Praxis in die sozialistische Ideologie. Obwohl die bulgarischen Kommunisten sich hinsichtlich von Familie und Jugend am sowjetischen Muster orientierten, passten sie ihre Politik den bulgarischen Verhältnissen an. Daher ist das Forschungsprojekt auch als Beitrag zum Verständnis der Heterogenität der "real existierenden" sozialistischen Regime zu verstehen. Den Projektmitgliedern gelang es vor allem, den sozialistischen Diskurs über Familie, Frauen und Jugend und dessen Umsetzung in die praktische Politik zu rekonstruieren. Dabei zeigte es sich, dass die Politik der sozialistischen Regierungen immer wieder den aktuellen Herausforderungen angepasst werden musste. Zwei hauptsächliche Tendenzen, deren Wertigkeit sich über die Zeit veränderte, sind in der sozialistischen Familienpolitik auszumachen: Stand anfänglich die Demokratisierung der familialen Beziehungen im Vordergrund, gewann seit Mitte der 1960er Jahre die Bevölkerungspolitik stark an Bedeutung.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Graz - 100%

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