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2D-Filme als Medien der Gesellschaftsbilder von Kindern

2D-Movies as the Media of World Views of Children

Alexander Pollak (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P17490
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.11.2004
  • Projektende 31.05.2007
  • Bewilligungssumme 123.178 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Sozialwissenschaften (25%); Kunstwissenschaften (10%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (20%); Sprach- und Literaturwissenschaften (45%)

Keywords

    Film analysis, Children, Visual Semiotics, Media Consumption, Discourse Analysis, Identity construction

Endbericht

Die Untersuchung des Alltags, des Verhaltens und der Einstellung von Kindern und Jugendlichen hat in den vergangenen Jahrzehnten einen zunehmenden Stellenwert innerhalb der Sozial- und Kulturwissenschaften erhalten. Kinder und Jugendliche werden dabei als diejenigen gesellschaftlichen Repräsentanten betrachtet, deren Identitätsbildung noch im Fluss, noch nicht abgeschlossen ist und die gegenwärtige Entwicklungen am stärksten in sich aufnehmen und reflektieren und damit auch als Antizipatoren zukünftiger gesellschaftlicher Entwicklungen gesehen werden können. Ziel des Projekts ist es, anhand von Zeichentrickfilmen, die von 8 bis 14jährigen Kindern und Jugendlichen produziert wurden und der in den Filmen sichtbaren Rekontextualisierungsstrategien, die Reproduktion und Modifikation von Aspekten des Alltagslebens und der Populärkultur zu untersuchen. Wie gehen Kinder/Jugendliche mit der Möglichkeit um, ihre Gesellschaftsvorstellungen in selbstproduzierten Filmen ausdrücken zu können? Welche Medieneinflüsse und Bilder aus dem Alltag (Fernsehsendungen, Kinofilme, Musikvideos, Marken, Logos, etc.) werden dabei verarbeitet? Die Ausgangshypothese lautet: Kinder/Jugendliche nutzen das Medium Zeichentrickfilm als Artikultaionsraum, um ihre eigene Perspektive auf ihre Umwelt zu konstruieren - sie rekontextulisieren wiederkehrende und sozial relevante Aspekte ihrer Lebensweit und schaffen damit Bilder ihrer eigenen Weltwahrnehmung. Was das gegenständliche Projekt zu einem außergewöhnlichen macht, ist das einzigartige Datenmaterial auf das es zurückgreifen kann: die im Zoom Labor des Wiener Kindermuseums von jungen BesucherInnen produzierten Zeichentrickfilme. Das Zoom Lab gibt seinen Besucherlnnen die Möglichkeit auf spielerische Weise neue Technologien als Instrumente zur Realisierung kreativer Ideen kennenzulernen. Eln bis drei Minuten lange Zeichntrickfilme können von Gruppen von bis zu 20 Personen gemeinschaftlich hergestellt werden. Das Daraus gewonnen Datenmaterial ermöglicht es mit einem integrativen methodologischen Ansatz zu arbeiten, der Inhaltsanalyse, Diskursanalyse und Ansätze der visuellen Semiotik umfasst - mit dem Ziel, die Artikulations- und Identitätskonstruktionsprozesse von Kindern und Jugendlichen zu untersuchen.

Forschungsstätte(n)
  • Verein ZOOM Kindermuseum - 100%

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Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF
Georg-Coch-Platz 2
(Eingang Wiesingerstraße 4)
1010 Wien

office(at)fwf.ac.at
+43 1 505 67 40

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