Die Inschriften von Tavium und seinem Territorium
The inscriptions of Tavium and his territory
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
-
Epigraphik,
Regionalforschung,
Inschriftencorpus,
Kulturgeschichte,
Zentralanatolien,
Byzantinistik
Ziel des Projektes ist es, auf der Basis der Vorarbeiten der Jahre 1997-2004 und der noch erforderlichen Survey- Kampagnen 2005 und 2006 des ersten Band des geplanten Corpus der Inschriften der Stadt Tavium und ihres Stadtterritoriums vorzulegen Geographisch wird der Band das Kerngebiet dieses Stadtterritoriums, das Becken des mittleren Delice Irmak, des antiken Kappadox, und seinen Nordteil umfassen. Dies wird die erste systematische Vorlage der inschriftlichen Denkmäler einer Gesamtregion und ihres antiken Hauptortes im zentralen Binnenanatolien sein. Der Schwerpunkt der Inschriftenfunde liegt in Tavium und seiner Umgebung selbst. Der Band soll in der Reihe "Inschriften der griechischen Städte aus Kleinasien" erscheinen; in ihm werden ferner die Testimonia zu Tavium einschließlich der Münzprägung der Stadt zusammengestellt. Im ersten Teil des Bandes soll eine Darstellung der Forschungsgeschichte, der Geschichte der Stadt, der Landeskunde der Region und ihrer Siedlungsgeschichte sowie zusammenfassender Analysen zu sozialen, ökonomischen, religiösen und kulturellen Strukturen gegeben werden. Ein Ortskatalog wird die historisch-archäologischen Informationen, die im Rahmen des Regionalsurveys seit 1997 gewonnen worden sind, zusammenfassen und so den Kontext der Inschriften dokumentieren. Das bisher publizierte Material, das zu einem erheblichen Teil heute verloren oder verschollen ist, stellt nur einen Bruchteil des bei den systematischen Feldforschungen erfassten Materials dar. Um die Aufnahme der Inschriften abzuschließen, sollen 2005 und 2006 zwei letzte Feldkampagnen durchgeführt werden. Die systematische Analyse der Inschriften und insbesondere der Inschriftenträger bzw. der Monumente, so die Herausarbeitung von Typen in Material, Gestaltung und Ornamentik, ermöglicht einen wichtigen Fortschritt in der Datierung der bisher chronologisch nur schwer erfassbaren, undatierten spätantiken und byzantinischen Inschriften. Die Bedeutung dieser Ergebnisse geht über Region hinaus und ist für Zentralanatolien wie auch für Kleinasien insgesamt relevant. Von besonderer historischer Bedeutung ist es, dass hier für den zentralen binnenanatolischen Raum die entscheidenden kulturellen Wandlungen und Übergangsphasen der historischen Entwicklung kontinuierlich zu verfolgen sind. Dies gilt für die Untersuchung der Landnahme und Ethnogenese der Galater im 3. Jh. v. Chr., für die Hellenisierung des Raumes und für die Neustrukturierung der Region in römischer Zeit oder die Christianisierung Zentralanatoliens. Von der Spätantike bis zum Ausklang der byzantinischen Epoche sind aus dem epigraphischen Material in Verbindung mit der Strukturgeschichte der Region wichtige Ergebnisse für die kulturelle, religiöse und historische Entwicklung Zentralanatoliens zu gewinnen.
Ziel des Projektes ist es, auf der Basis der Vorarbeiten der Jahre 1997-2004 und der noch erforderlichen Survey- Kampagnen 2005 und 2006 des ersten Band des geplanten Corpus der Inschriften der Stadt Tavium und ihres Stadtterritoriums vorzulegen Geographisch wird der Band das Kerngebiet dieses Stadtterritoriums, das Becken des mittleren Delice Irmak, des antiken Kappadox, und seinen Nordteil umfassen. Dies wird die erste systematische Vorlage der inschriftlichen Denkmäler einer Gesamtregion und ihres antiken Hauptortes im zentralen Binnenanatolien sein. Der Schwerpunkt der Inschriftenfunde liegt in Tavium und seiner Umgebung selbst. Der Band soll in der Reihe "Inschriften der griechischen Städte aus Kleinasien" erscheinen; in ihm werden ferner die Testimonia zu Tavium einschließlich der Münzprägung der Stadt zusammengestellt. Im ersten Teil des Bandes soll eine Darstellung der Forschungsgeschichte, der Geschichte der Stadt, der Landeskunde der Region und ihrer Siedlungsgeschichte sowie zusammenfassender Analysen zu sozialen, ökonomischen, religiösen und kulturellen Strukturen gegeben werden. Ein Ortskatalog wird die historisch-archäologischen Informationen, die im Rahmen des Regionalsurveys seit 1997 gewonnen worden sind, zusammenfassen und so den Kontext der Inschriften dokumentieren. Das bisher publizierte Material, das zu einem erheblichen Teil heute verloren oder verschollen ist, stellt nur einen Bruchteil des bei den systematischen Feldforschungen erfassten Materials dar. Um die Aufnahme der Inschriften abzuschließen, sollen 2005 und 2006 zwei letzte Feldkampagnen durchgeführt werden. Die systematische Analyse der Inschriften und insbesondere der Inschriftenträger bzw. der Monumente, so die Herausarbeitung von Typen in Material, Gestaltung und Ornamentik, ermöglicht einen wichtigen Fortschritt in der Datierung der bisher chronologisch nur schwer erfassbaren, undatierten spätantiken und byzantinischen Inschriften. Die Bedeutung dieser Ergebnisse geht über Region hinaus und ist für Zentralanatolien wie auch für Kleinasien insgesamt relevant. Von besonderer historischer Bedeutung ist es, dass hier für den zentralen binnenanatolischen Raum die entscheidenden kulturellen Wandlungen und Übergangsphasen der historischen Entwicklung kontinuierlich zu verfolgen sind. Dies gilt für die Untersuchung der Landnahme und Ethnogenese der Galater im 3. Jh. v. Chr., für die Hellenisierung des Raumes und für die Neustrukturierung der Region in römischer Zeit oder die Christianisierung Zentralanatoliens. Von der Spätantike bis zum Ausklang der byzantinischen Epoche sind aus dem epigraphischen Material in Verbindung mit der Strukturgeschichte der Region wichtige Ergebnisse für die kulturelle, religiöse und historische Entwicklung Zentralanatoliens zu gewinnen.
- Universität Klagenfurt - 100%