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Allgemeine und spezifische Alterseffekte auf Hirnaktivierung

General and specific age effects on brain activity

Guilherme Wood (ORCID: 0000-0001-5055-5336)
  • Grant-DOI 10.55776/P22577
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2010
  • Projektende 31.05.2015
  • Bewilligungssumme 249.375 €

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (20%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (40%); Psychologie (40%)

Keywords

    Size Congruity Effect, Stroop effect, Inhibition Capacity, Structural Equation Models, Aging, Fmri

Abstract Endbericht

Das Altern stellt eine der wichtigsten Herausforderungen an unsere Gesellschaft dar. Die Sicherstellung qualitativ hochwertiger Grundlagenforschung in diesem Gebiet ist daher immens wichtig. Die Auswirkungen des Alters auf kognitive Prozesse und auf die Hirnaktivierung können sehr unterschiedlich und vielschichtig sein: Einige kognitive Funktionen entwickeln und verbessern sich mit zunehmendem Alter, andere bleiben stabil bis ins hohe Alter, während sich andere Funktionen mit zunehmendem Alter verschlechtern. Erwähnenswert sind auch die starken Wechselwirkungen zwischen dem Alter und den Hirnaktivierungen, die mit den kognitiven Leistungen einhergehen. Sehr komplexe Aufgaben beanspruchen beispielsweise deutlich mehr kognitive Funktionen (und deren neuroanatomische Korrelate) als einfache Aufgaben. Vor allem bei komplexeren Aufgaben treten Alterseffekte sehr deutlich zutage, und manifestieren sich sowohl in spezifischen als auch in unspezifischen, generellen Weisen. Die Unterscheidung zwischen spezifischen und generellen Effekten des Alters auf die kognitive Verarbeitung stellt den zentralen Ansatzpunkt dieses Projekts dar. Generelle Alterseffekte entstehen aus der Wirkung allgemeiner Altersprozesse auf verschiedene kognitive Funktionen während spezifische Alterseffekte werden ausschließlich auf umschriebene kognitive Funktionen beobachtet. In dieser Studie sollen sowohl die spezifischen als auch generellen Einflüsse des Alters auf die Interferenzverarbeitung sowie auf die Größenrepräsentation untersucht werden. Die Arbeitshypothesen des geplanten Projektes basieren auf den Ergebnissen kürzlich publizierter Studien (Wood et al., in press, Koten et al., in press, siehe auch Kaufmann et al., 2005, 2006). Im speziellen postulieren wir, dass Alterseffekte auf die Interferenzverarbeitung und die Größenrepräsentation spezifisch sowie unspezifisch wirken. Spezifische Alterseffekte werden in denjenigen Gehirnregionen postuliert, die altersspezifischen Kompensationsstrategien unterliegen. Das Ziel der Studie ist die Identifikation jener Hirnregionen, die altersabhängige Aktivierungen aufweisen. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob in diesen Regionen spezifische und generelle Effekte des Alters differenziert werden können. Wenn ja, welche Bedeutung haben spezifische Alterseffekte verglichen mit allgemeinen, undifferenzierten Effekten.

Das Altern stellt eine der wichtigsten Herausforderungen an unsere Gesellschaft dar. Die Sicherstellung qualitativ hochwertiger Grundlagenforschung in diesem Gebiet ist daher immens wichtig. Die Auswirkungen des Alters auf kognitive Prozesse und auf die Hirnaktivierung können sehr unterschiedlich und vielschichtig sein: Einige kognitive Funktionen entwickeln und verbessern sich mit zunehmendem Alter, andere bleiben stabil bis ins hohe Alter, während sich andere Funktionen mit zunehmendem Alter verschlechtern. Erwähnenswert sind auch die starken Wechselwirkungen zwischen dem Alter und den Hirnaktivierungen, die mit den kognitiven Leistungen einhergehen. Sehr komplexe Aufgaben beanspruchen beispielsweise deutlich mehr kognitive Funktionen (und deren neuroanatomische Korrelate) als einfache Aufgaben. Vor allem bei komplexeren Aufgaben treten Alterseffekte sehr deutlich zutage, und manifestieren sich sowohl in spezifischen als auch in unspezifischen, generellen Weisen. Die Unterscheidung zwischen spezifischen und generellen Effekten des Alters auf die kognitive Verarbeitung stellt den zentralen Ansatzpunkt dieses Projekts dar. Generelle Alterseffekte entstehen aus der Wirkung allgemeiner Altersprozesse auf verschiedene kognitive Funktionen während spezifische Alterseffekte werden ausschließlich auf umschriebene kognitive Funktionen beobachtet. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass generelle Alterseffekte aber nicht spezifische Alterseffekte in zahlreichen Gehirnregionen feststellbar sind.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Graz - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Jan Willem Koten, Universität Graz , nationale:r Kooperationspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • K. Willmes-Von Hinckeldey, Universitätsklinikum Aachen - Deutschland

Research Output

  • 679 Zitationen
  • 20 Publikationen
Publikationen
  • 2025
    Titel Towards clinical applicability of fMRI via systematic filtering
    DOI 10.1371/journal.pone.0321088
    Typ Journal Article
    Autor Koten J
    Journal PLOS One
    Link Publikation
  • 2025
    Titel Information Spillover in ‘Resting Memory’ and ‘Working Memory’
    DOI 10.1101/2025.06.26.661694
    Typ Preprint
    Autor Koten J
    Seiten 2025.06.26.661694
    Link Publikation
  • 2024
    Titel When most fMRI connectivity cannot be detected: Insights from time course reliability
    DOI 10.1371/journal.pone.0299753
    Typ Journal Article
    Autor Koten J
    Journal PLOS ONE
    Link Publikation
  • 2023
    Titel An attempt to model the causal structure behind white matter aging and cognitive decline
    DOI 10.1038/s41598-023-37925-0
    Typ Journal Article
    Autor Koten J
    Journal Scientific Reports
    Seiten 10883
    Link Publikation
  • 2012
    Titel Math Anxiety Questionnaire: Similar Latent Structure in Brazilian and German School Children
    DOI 10.1155/2012/610192
    Typ Journal Article
    Autor Wood G
    Journal Child Development Research
    Seiten 1-10
    Link Publikation
  • 2012
    Titel Explaining school mathematics performance from symbolic and nonsymbolic magnitude processing: similarities and differences between typical and low-achieving children
    DOI 10.3922/j.psns.2012.1.06
    Typ Journal Article
    Autor De Oliveira Ferreira F
    Journal Psychology & Neuroscience
    Seiten 37-46
    Link Publikation
  • 2012
    Titel Math Self-Assessment, but Not Negative Feelings, Predicts Mathematics Performance of Elementary School Children
    DOI 10.1155/2012/982672
    Typ Journal Article
    Autor Haase V
    Journal Child Development Research
    Seiten 1-10
    Link Publikation
  • 2016
    Titel What Is Specific and What Is Shared Between Numbers and Words?
    DOI 10.3389/fpsyg.2016.00022
    Typ Journal Article
    Autor Lopes-Silva J
    Journal Frontiers in Psychology
    Seiten 22
    Link Publikation
  • 2015
    Titel Monotonic non-linear transformations as a tool to investigate age-related effects on brain white matter integrity: A Box–Cox investigation
    DOI 10.1016/j.neuroimage.2015.08.003
    Typ Journal Article
    Autor Morozova M
    Journal NeuroImage
    Seiten 1119-1130
    Link Publikation
  • 2014
    Titel Impaired acuity of the approximate number system in 22q11.2 microdeletion syndrome
    DOI 10.3922/j.psns.2014.02.04
    Typ Journal Article
    Autor Oliveira L
    Journal Psychology & Neuroscience
    Seiten 151-158
    Link Publikation
  • 2017
    Titel Repetition suppression in aging: A near-infrared spectroscopy study on the size-congruity effect
    DOI 10.1016/j.neuroimage.2017.06.010
    Typ Journal Article
    Autor Kober S
    Journal NeuroImage
    Seiten 196-208
  • 2013
    Titel Count on dopamine: influences of COMT polymorphisms on numerical cognition
    DOI 10.3389/fpsyg.2013.00531
    Typ Journal Article
    Autor Júlio-Costa A
    Journal Frontiers in Psychology
    Seiten 531
    Link Publikation
  • 2014
    Titel Contributions from specific and general factors to unique deficits: two cases of mathematics learning difficulties
    DOI 10.3389/fpsyg.2014.00102
    Typ Journal Article
    Autor Haase V
    Journal Frontiers in Psychology
    Seiten 102
    Link Publikation
  • 2014
    Titel In How Many Ways is the Approximate Number System Associated with Exact Calculation?
    DOI 10.1371/journal.pone.0111155
    Typ Journal Article
    Autor Pinheiro-Chagas P
    Journal PLoS ONE
    Link Publikation
  • 2013
    Titel Transcoding abilities in typical and atypical mathematics achievers: The role of working memory and procedural and lexical competencies
    DOI 10.1016/j.jecp.2013.07.008
    Typ Journal Article
    Autor Moura R
    Journal Journal of Experimental Child Psychology
    Seiten 707-727
  • 2011
    Titel Meta-Analyses of Developmental fMRI Studies Investigating Typical and Atypical Trajectories of Number Processing and Calculation
    DOI 10.1080/87565641.2010.549884
    Typ Journal Article
    Autor Kaufmann L
    Journal Developmental Neuropsychology
    Seiten 763-787
  • 2014
    Titel From “Five” to 5 for 5 Minutes: Arabic Number Transcoding as a Short, Specific, and Sensitive Screening Tool for Mathematics Learning Difficulties
    DOI 10.1093/arclin/acu071
    Typ Journal Article
    Autor Moura R
    Journal Archives of Clinical Neuropsychology
    Seiten 88-98
  • 2014
    Titel Phonemic awareness as a pathway to number transcoding
    DOI 10.3389/fpsyg.2014.00013
    Typ Journal Article
    Autor Lopes-Silva J
    Journal Frontiers in Psychology
    Seiten 13
    Link Publikation
  • 2012
    Titel Spatial biases in number line bisection tasks are due to a cognitive illusion of length
    DOI 10.1007/s00221-012-3125-5
    Typ Journal Article
    Autor Stöttinger E
    Journal Experimental Brain Research
    Seiten 147-152
  • 2011
    Titel A Hand Full of Numbers: A Role for Offloading in Arithmetics Learning?
    DOI 10.3389/fpsyg.2011.00368
    Typ Journal Article
    Autor Costa A
    Journal Frontiers in Psychology
    Seiten 368
    Link Publikation

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